"Unsinn, für den ich die Rechnung zahlen muss"

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Bei Maria Ramberger ist der Ärger nach ihrem Kreuzbandriss, den sie sich bei einem Sturz beim Snowboardcross-Weltcup in Südkorea zugezogen hat, groß.

"Keine der Läuferinnen wollte die Quali bestreiten. Es war viel zu gefährlich von den Windböen her. Ein Unsinn, für den ich jetzt die Rechnung bezahlen muss", berichtet die 29-Jährige von der Quali, die nicht nötig gewesen wäre, da nur 21 Fahrerinnen für 24 Startplätze gemeldet waren.

Die Versorgung im Spital ließ ebenfalls zu wünschen übrig.

"Keine Krücken oder Eis"

Dort wurde eine Schädigung des Kreuzbandes und des Meniskus festgestellt. "Ich habe nicht einmal Krücken oder eine Packung Eis bekommen. Das musste ich mir dann alles selbst besorgen", berichtet die Niederösterreicherin.

Was genau der Schaden ist, werde sie wohl erst in Österreich erfahren, denn auch der medizinische Bericht lässt einen nur den Kopf schütteln. Dort ist "von einer schweren Kopfverletzung berichtet worden, die es nicht gab. Das war dann nicht besonders hilfreich, um den Rückflug mit meiner Versicherung abzuklären", ist Ramberger verständlicherweise frustriert.

Absage gefordert

Wie unnötig die Verletzung Rambergers ist, zeigen die Geschehnisse vor dem Start der Qualifikation: Viele Fahrerinnen, darunter Ramberger, diskutierten vor dem Start mit der Rennleitung und forderten eine Absage und die Setzung nach den Weltcuppunkten.

Mit Startnummer zwei zeigte sie einen tollen Run, doch aufgrund des Windes kam die Klosterneuburgerin beim letzten Hindernis zu Sturz. "Ich bin voll abgesprungen. Es ist sich aber nicht ausgegangen und ich bin ins Ziel gestürzt. Ich habe sofort verspürt, dass im Knie wieder etwas gerissen ist", erklärt Ramberger, wie es zum verhängnisvollen Sturz kam.

Die Qualifikation wurde nach etlichen Stürzen dann abgebrochen, doch da war es für die Niederösterreicherin schon zu spät.



Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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