Schlierenzauer: "Mir fallen keine Antworten ein"

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Die Vierschanzen-Tournee liegt Gregor Schlierenzauer ganz besonders am Herzen.

Bereits im zarten Alter von 16 Jahren, als er kometenhaft in den Weltcup einstieg und die viel routiniertere Konkurrenz das Fürchten lehrte, bezeichnete er sie als Lieblingsevent.

Zunächst sollte sie ihm einige schwere Stunden bescheren. Trotz einiger Tagessiege musste der Tiroler bis zum Jahr 2012 warten, ehe er endlich seine geliebte Tournee gewann.

Im Folgejahr folgte der zweite Streich, mit insgesamt neun Tagessiegen liegt er ex aequo mit Janne Ahonen auf Platz drei der ewigen Bestenliste.

In dieser Saison wollte der Stubaier nach einem verkorksten Saisonstart just bei „seiner“ Tournee den Turnaround schaffen, doch von Anfang an stand dieses Vorhaben unter keinem guten Stern.

Schlierenzauer verpasste in Oberstdorf und in Innsbruck den zweiten Durchgang, in Garmisch-Partenkirchen, seiner erklärten Lieblingsschanze, musste sich der erfolgsverwöhnte ÖSV-Star mit Platz 21 begnügen.

Kuttin nimmt Schlierenzauer aus der Tournee

Trotzdem plante der 53-fache Weltcupsieger, sich auch in Bischofshofen der Herausforderung zu stellen. Cheftrainer Heinz Kuttin entschied jedoch in Absprache mit der sportlichen Leitung (Ernst Vettori und Hans Pum, Anm.), dass es derzeit keinen Sinn macht.

„Es ist eine Qual für ihn“, meinte der Kärntner und gab Schlierenzauers Aus bei der diesjährigen Tournee bekannt. Für ihn wurde Thomas Diethart nachnominiert.

Nun meldete sich auch der Aussortierte selbst zu Wort. Die Vorfreude auf den Bergisel sei riesig gewesen, lässt er seine Fans via Homepage wissen. „Dann dieser schlechte Sprung, da fällt es schwer, die Enttäuschung in Worte zu fassen.“

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Posted by Gregor Schlierenzauer (GS) on Montag, 4. Januar 2016

Schlierenzauer: "Keine Antworten mehr"

Für ihn kam das Aus für den abschließenden Tournee-Bewerb daher nicht wirklich überraschend. Schlierenzauer versucht das Aus mit Fassung zu tragen. „Sie nehmen mir damit eine Last von den Schultern, die zuletzt immer größer geworden ist.“

Der Wunsch, die Tournee durchzuspringen, war riesig, aktuell erscheint eine weitere Pause jedoch als einzig logische Konsequenz. „Es passt so ganz und gar nichts zusammen und mir fallen auch keine Antworten mehr ein“, zeigt er sich ratlos.

Über die Zukunft konnte er vorerst nichts Konkretes preisgeben. „Wie es weitergeht, wird man sehen“, ließ er wissen und richtete den Fokus auf „die Mannschaft und das Springen in Bischofshofen“.

Hayböck und Kraft sollen es richten

Dort habe das ÖSV-Team etwas gutzumachen, nachdem es in Innsbruck nicht nach Wunsch verlief. „Ich traue speziell Michi und Krafti einiges zu, sie sind heiß auf den Konter und haben definitiv die Form, um ganz vorne mitzumischen“, drückt er seinen Kollegen die Daumen.

Abschließend dankt er einmal mehr seinen treuen Fans, die ihm in dieser schwierigen Phase seiner Karriere den Rücken stärken. „Es tut sehr gut, euch hinter mir zu wissen. Es hat sich an guten Tagen bereits genial angefühlt, aber jetzt zählt es noch mehr.“

Christoph Nister

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