Hayböck: 'War sicher auf der glücklichen Seite"

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Hochzufrieden war am Dienstag nach seinem zweiten Platz beim Tournee-Auftakt in Oberstdorf Michael Hayböck.

Vor allem sein 139-Meter-Satz im zweiten Durchgang zauberte dem Oberösterreicher ein dickes Lächeln ins Gesicht.

"Das war ein echt genialer Sprung, besser geht's nicht. Aber ich war sicher auf der glücklichen Seite", weiß Hayböck aber auch, dass dies auch den äußeren Bedingungen verdankt. Als einziger Springer neben Sieger Severin Freund hatte er nämlich im zweiten Durchgang Aufwind.

Prevc und Kraft fallen zurück

Topfavorit Peter Prevc (SLO129,5/130)), Daniel-Andre Tande (NOR/133/119) undStefan Kraft (130/127,5) nützte die Anlaufverlängerung um drei Luken nichts, sie fielen von den Halbzeit-Rängen eins bis drei auf die Plätze drei, sieben und zehn zurück. Anders Fannemel (NOR) blieb Vierter, Noriaki Kasai verbesserte sich an die fünfte Stelle.

"Leider ist Stefan Kraft diesmal nicht vor mir, aber er ist in Schlagdistanz", meinte Hayböck. Im Vorjahr hatte Kraft vor Hayböck im Allgäu und auch in der Gesamtwertung triumphiert.

Freund: "Ein wahnsinnig schönes Gefühl"

Diesmal verschaffte sich der bei der Tournee schon so oft gescheiterte Freund die besten Karten. "Das ist ein wahnsinnig schönes Gefühl, denn die Tournee war immer ein kleiner Schatten", erklärte der Weltcupsieger.

"Aber nach dem, was bei den letzten zehn Springern passiert ist, kann man das nicht für 100 Prozent nehmen. So wie es bei Kraft war, das passt nicht mehr zusammen", gab der Bayer zu. Der Skiflug-Weltmeister verhehlte nicht, dass er mit Aufwind und den Bonuspunkten für kürzeren Anlauf die besseren Karten erwischt hatte.

Kuttin-Kritik an der Jury

ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin sprach in seiner ersten Analyse ebenfalls diese Problematik an und kritisierte indirekt die Jury. "Wenn so eine Aufwindphase (wie bei Hayböck und Freund, Anm.) kommt, dann muss man warten. Severin und Michi haben das ausgenützt. Aber wenn sich die Verhältnisse so ändern, dann ist das ein klarer Eingriff, das sollte man in Zukunft besser gestalten", betonte der 44-jährige Kärntner. Er freute sich aber mit Hayböck. "Er kämpft um seinen großen Traum, den Tourneesieg, und hat heute einen Schritt dahin gemacht."

Prevc sichert sich in Bischofshofen Tages- und Gesamtsieg. Die besten Pics der Tournee: Bild 1 von 57
Peter Prevc beweist in Bischofshofen, dass er zur Zeit einfach der Beste ist. Mit dem dritten Tageserfolg sichert er sich auch souverän den Tourneesieg. Bild 2 von 57
Auch Severin Freund hat Grund zur Freude: Trotz Nachwirkungen seines Sturzes in Innsbruck springt er sowohl in Bischofshofen als auch in der Gesamtwertung auf Rang zwei. Bild 3 von 57
Für die ÖSV-Adler gibt es einen versöhnlichen Abschluss: Michi Hayböck springt in Bischofshofen ebenso aufs Stockerl wie in der Gesamtwertung. Kraft schiebt sich dank Rang vier noch auf den Gesamtplatz fünf vor. Bild 4 von 57
Die besten Bilder der Tournee: Bild 5 von 57
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Vor 22.150 Zuschauern und mit Blick auf die Dächer Innsbrucks gewinnt Peter Prevc das Springen am Bergisel. Bild 17 von 57
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Peter Prevc gewinnt das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen und ist neuer Tournee-Leader. Bild 26 von 57
Michael Hayböck landet als bester Österreicher auf Rang fünf, gesamt ist er damit Dritter. Bild 27 von 57
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Zum Auftakt gewinnt Severin Freund das Springen von Oberstdorf, ebenso wie der Zweite Michi Hayböck hat er Glück mit den Wind. Peter Prevc wird Dritter. Bild 41 von 57
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Kraft gelangen zwei sehr gute Sprünge, für den Flug im Finale wurde er aber nicht belohnt. Der Tourneesieger wusste schon bei der Verlängerung des Anlaufs vor seinem Start, dass es schwer werden würde. "Mein Sprung war ganz gut, aber natürlich hat man dann nicht mehr viele Chancen. Aber es war ein sehr guter Wettkampf von uns, Michi und ich können uns freuen."

Fettner und Schlierenzauer enttäuschen

Die übrigen Österreicher blieben am Dienstag auch weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Manuel Fettner hatte sich im K.o.-Duell des ersten Durchgangs (117,5 m) um nur einen Zehntelpunkt durchgesetzt, nach einer Steigerung im Finale (126,5) verbesserte sich der 30-Jährige immerhin an die 20. Stelle.

"Da war viel Wut dabei nach dem schlechten ersten Durchgang", meinte Fettner, der zuletzt zwei Top-Ten-Plätze erreicht hatte.

Hat die Jury in Oberstdorf richtig entschieden?

Der zweifache Oberstdorf-Sieger Gregor Schlierenzauer und Manuel Poppinger verpassten hingegen die Final-Qualifikation. Schlierenzauer hatte nach dem gerade noch geschafften Aufstieg in den Hauptbewerb am Montag eine Umstellung beim Material vorgenommen.

"Wir haben einen anderen Weg gewählt, mir bleibt nichts anderes übrig als zu fighten", sagte der zweifache Tourneegewinner. Für ihn geht es auf den restlichen Stationen darum, die Form für die Skiflug-WM zu finden.

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