Freund siegt in Russland, Fettner Neunter

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Severin Freund gewinnt den Weltcup-Bewerb der Skispringer am Samstag im russischen Nizhny Tagil mit 11,5 Punkten Vorsprung auf Peter Prevc (SLO) und 16,3 Zähler vor Joachim Hauer (NOR).

Der deutsche Weltcup-Führende kommt auf Weiten von 132 und 134 Metern und feiert seinen 20. Sieg.

Manuel Fettner (124/127) verbessert sich mit einem starken zweiten Sprung vom 14. auf den neunten Platz und ist mit 33,9 Punkten Rückstand bester Österreicher. Stefan Kraft belegt Rang 22, Michael Hayböck Platz 28.

Starke Norweger

Der Norweger Hauer schaffte seinen ersten Podestplatz und war diesmal die Nummer 1 des starken Teams des Tiroler Trainers Alexander Stöckl, das mit einem Quintett unter den ersten Acht vertreten war.

Daniel-Andre Tande (6.) und Kenneth Gangnes (8.) hatten zuvor in Klingenthal bzw. Lillehammer Premierensiege gefeiert.

"Recht gutes Gefühl" bei Fettner

Die Österreicher müssen hingegen auch nach dem vierten Einzelbewerb weiter auf den ersten Podestplatz warten. Fettners Steigerung im Finale verhinderte immerhin ein Debakel, der 30-jährige Tiroler schaffte mit 124 und 127 m seine beste Platzierung seit rund drei Jahren.

"Ich habe hier vom ersten Sprung an ein recht gutes Gefühl aufbauen können. Eigentlich passt meine Form schon seit dem Herbst recht gut, aber der schwierige Saisonstart hat mich wieder ein wenig zurückgeworfen. Jetzt finde ich mich immer besser zurecht und ich hoffe, dass der Knopf nun aufgegangen ist", meinte Fettner.

Kraft und Hayböck zurück

Die bisherigen Aushängeschilder Stefan Kraft (109,5/117) und Michael Hayböck (113,5/112) kamen hingegen nicht ins Fliegen. Während die restliche Elite bei wechselnden Windbedingungen vorne mitmischte, musste sich das ÖSV-Duo mit den Plätzen 22 und 28 begnügen.

Kraft, der Vierte von Lillehammer, hatte bei seinem ersten Sprung die schlechtesten Bedingungen des gesamten Feldes vorgefunden, doch der Bonus von 9,0 Punkten (Freund wurden wegen Aufwinds 6,3 Zähler abgezogen) vermochte die windbedingt kurze Weite bei weitem nicht auszubügeln.

Sein Zimmerkollege Hayböck erwischte nicht die besten Sprünge und musste nach der jüngsten Steigerung und dem achten Platz von Lillehammer einen Rückschlag hinnehmen. "Das hat heute sicher nicht unser tatsächliches Leistungsniveau wiedergegeben", resümierte Fettner.

Poppinger und Schiffner verpassen Finale

Manuel Poppinger und Markus Schiffner verpassten als 32. bzw. 38. das Finale der besten 30. Gregor Schlierenzauer und Andreas Kofler hatten auf eine Reise in den Ural verzichtet, um sich im Training besser in Form zu bringen.

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