Schlierenzauer: 'Möchte raus aus dem Rampenlicht'

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Nun ist es raus!

Gregor Schlierenzauer hat sich dazu entschlossen, die Skiflug-Weltmeisterschaft am Kulm auszulassen und die Saison vorzeitig zu beenden.

„Beide Entscheidungen sind mir nicht leicht gefallen, aber ich muss gestehen, dass der Rucksack, den ich mit mir herumschleppe, einfach zu schwer geworden ist“, erklärt der Tiroler an seinem 26. Geburtstag via Blog auf seiner Homepage.

Schlierenzauer: "Pause auf unbestimmte Zeit"

Schon in den letzten Tagen hatten sich die Anzeichen dahingehend verdichtet, war er doch bei der Vierschanzen-Tournee weit hinter seinen Erwartungen geblieben und von Cheftrainer Heinz Kuttin vor dem Finale in Bischofshofen aus der Mannschaft genommen worden.

In Oberstdorf und bei seinem Heimspringen in Innsbruck verpasste der mit 53 Siegen erfolgreichste Weltcupspringer aller Zeiten den Finaldurchgang, in Garmisch-Partenkirchen landete er auf dem 21. Platz.

Nach zehn Jahren Spitzensport, in denen er Goldmedaillen bei Olympischen Spielen, Nordischen und Skiflug-Weltmeisterschaften gewann sowie je zweimal die Tournee und den Gesamtweltcup, nimmt sich der Stubaier eine „Pause auf unbestimmte Zeit“, er „möchte raus aus dem Rampenlicht“.

 Kuttin und den ÖSV-Bossen gilt Schlieris Dank

Dem Trainerteam rund um Kuttin sowie den Verantwortlichen des ÖSV, die zusammen entschieden, Schlierenzauer aus dem Team zu nehmen, ist er dankbar für die gute Arbeit und das große Verständnis. „Aber sie können nicht für mich Skispringen, für die sportliche Krise bin einzig und alleine ich verantwortlich“, gibt er sich selbstkritisch.

Groß ist der Ärger darüber, dass sein Privatleben zuletzt medial zum Thema wurde. Das habe ihn „sehr enttäuscht“. Zwar sei ihm bewusst, dass er eine Person des öffentlichen Lebens ist, doch „die Art und Weise, wie oberflächlich gewisse Medien agieren und gezielt Stimmung machen, finde ich respektlos.“

Schlierenzauer will das Feuer neu entfachen

Schon in der Vergangenheit seien „speziell bei mir daheim Dinge verbreitet“ worden, die nicht der Wahrheit entsprechen. Der Zuspruch seiner Fans, die ihn auch durch diese schwere Zeit unterstützen, sei umso wichtiger.

Das Wort Rücktritt will „Schlieri“ indes bewusst nicht in den Mund nehmen. „Ich weiß hier und heute einfach nicht, was die Zukunft bringt, will das Feuer neu entfachen und mir ohne Zeitdruck klar darüber werden, wie mein Weg weitergeht.“

Christoph Nister

Schafft Schlierenzauer nochmal den Sprung zurück aufs Siegerpodest?


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