ÖSV-Hoffnungen ruhen auf Hayböck und Kraft

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Michael Hayböck ist nach seinem Podestplatz in Nizhny Tagil auch bei der Tournee-Generalprobe in Engelberg die größte Hoffnung im ÖSV-Team.

"Ich hoffe, dass diese zwei Wettkampfsprünge ihm soviel Selbstvertrauen geben, dass er es weiter so durchziehen kann", sagt Cheftrainer Heinz Kuttin.

"Der Podestplatz in Russland hat mir viel Sicherheit gegeben. Jetzt geht es darum, an den letzten Details zu feilen", blickt Hayböck bereits in Richtung Vierschanzen-Tournee.

"Natürlich kommst du ins Grübeln, wenn es am Beginn einer Saison nicht so gut läuft. Trotzdem haben wir die Ruhe bewahrt und mit der Bestätigung, dass der Weg stimmt, kann ich nun positiv an die nächsten Aufgaben herangehen", betont der 24-Jährige.

Im Vorjahr war Hayböck in Engelberg zweimal Dritter, die Gross-Titlis-Schanze zählt zu seinen liebsten Bakken.

Kraft vermisst Sicherheit

Neben Hayböck besitzt auch Kraft das Potenzial in der Schweiz mit Deutschen, Norwegern und dem slowenischen Weltcup-Spitzenreiter Peter Prevc um die Spitzenplätze mitzumischen. Kraft vermisst noch die Sicherheit der vergangenen Saison.

"Bis jetzt war es einfach aus unterschiedlichen Gründen sehr schwer, einen Rhythmus zu finden. Aber die Richtung ist schon in Ordnung. In Engelberg gilt es jetzt, weiter daran zu arbeiten", erklärt der 22-jährige Salzburger.

Nur dieses Duo hat aus dem Kreis der Schützlinge von Heinz Kuttin in den bisherigen fünf Bewerben zumindest je eine Platzierung im Vorderfeld geschafft. Kraft war in Lillehammer Vierter (1 Durchgang), sein Zimmerkollege holte zuletzt in Russland den zweiten Platz.

Schlierenzauer setzt Pause fort

Von einer kompakten Mannschaft, die der Cheftrainer vor dem Saisonauftakt zu haben glaubte, war bisher aber nichts zu sehen.

Gregor Schlierenzauer, mit 53 Siegen der erfolgreichste Springer im Weltcup, kann sein Potenzial wie schon in den zwei Saisonen zuvor nicht wie erhofft zeigen. Der 25-Jährige nahm sich schon zum zweiten Mal eine Auszeit, nach den (später ohnehin abgesagten) Bewerben in Kuusamo verzichtete der zweifache Tourneesieger auch auf Nischnij Tagil und Engelberg, wo er viermal gewonnen hat. In Oberstdorf wolle er wieder im Aufgebot dabei sein, erklärt Schlierenzauer.

Manuel Fettner (9.) und Manuel Poppinger (10.) schafften es je einmal in die Top Ten. Routinier Andreas Kofler, dreifacher Gewinner in Engelberg, hofft nach einer Auszeit und Sondertraining noch auf die Wende zum Besseren.

Anzugreglement sorgt für Verschiebungen

Laut Cheftrainer Heinz Kuttin hätten seine Athleten die Leistungen im Wettkampf teilweise "nicht so rübergebracht" wie erhofft. Trotz der nicht immer zufriedenstellenden Ergebnisse seien Betreuer und Athleten aber fokussiert geblieben. "Wir haben am Donnerstagvormittag in Engelberg bei Rückenwindbedingungen irrsinnig gut trainiert, das hat den Athleten gut getan", betont der Kärntner.

Ein weiterer Punkt sei die vor der Saison wegen des neuen Anzugsreglements durchgeführte Neuvermessung der Athleten. Dabei hätten sich bei einigen Athleten Veränderungen und eine größere Körper(trag)fläche ergeben, nicht aber etwa bei Stefan Kraft. "Dadurch haben sich Verschiebungen ergeben", erklärt Kuttin.

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