Kraft: "Das war zu viel des Guten"

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Bei Stefan Kraft ist die Erleichterung nach dem dramatischen Finale beim Skifliegen in Vikersund und dem Sieg in der Raw-Air-Wertung groß.

"Ich war der Glücklichere", meint der Salzburger, der im Finaldurchgang nach dem Absprung eine Schrecksekunde erlebte. "Es war übertrieben, ich habe zu viel gewollt. Das war zu viel des Guten."

"Ich habe bei der 100-m-Linie schon fast mit dem Ski im Schnee geschliffen. Umso mehr bin ich froh, dass sich das alles noch ausgegangen ist."

"Sind beide nervös geworden"

Kraft landete nach Zwischenrang drei nach einem Skipendler nach dem Absprung im Finaldurchgang schon bei 215 Metern. Der 23-Jährige hatte daraufhin mit dem Gesamtsieg schon abgeschlossen. "Ich habe mir gedacht, dass ich Zweiter bin", sagt der Weltcup-Spitzenreiter.

"Wir sind beide am Schluss etwas nervös geworden", meint der Salzburger auch im Hinblick auf Andreas Wellinger. Der Deutsche zeigte nach seiner Halbzeit-Führung im Finale Nerven und sprang nur 166 Meter, woraufhin Kraft über den Gesamtsieg bei der Raw-Air-Tour jubeln durfte.

"Es ist megacool, dass ich es geschafft habe. Es war eine tolle Tour mit super Sprüngen", freut er sich im Gespräch mit der APA über einen weiteren Höhepunkt.

Am Sonntag hätten sich der Weltrekordflug und die Strapazen der vergangenen zehn Tage aber schon ausgewirkt, betont der Skiflug-WM-Dritte vom Kulm 2016. "Ich wollte natürlich 100 Prozent geben. Aber die Oberschenkel waren schon etwas hart, wir waren sehr lange unterwegs."

Kraft kündigt Megaspektakel in Planica an

Während der Serie sei kaum Zeit gewesen, die Siege und Top-Platzierungen zu genießen. "Es ist super gelaufen, aber man merkt es gar nicht so. Man ist jeden Tag auf der Schanze, es geht immer um die Wertungen", spricht der sechsfache Saisonsieger auch die psychischen Belastungen an.

Am Abend nach dem Triumph wollte Kraft mit Teamkollegen und Betreuern anstoßen. "Die Getränke gehen auf meine Rechnung", kündigt der erste Raw-Air-Sieger der Geschichte an.

Danach wird der Blick aber schnell auf das Weltcupfinale am kommenden Wochenende in Planica gerichtet. Krafts Vorsprung auf den Polen Kamil Stoch im Gesamtweltcup beträgt vor den letzten beiden Einzel-Springen 31 Punkte.

"Planica wird sehr spannend. Die Schanze liegt mir gut, das wird ein Megaspektakel."

Textquelle: © LAOLA1.at

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