Vonns Siegesserie ist gerissen

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Für Lindsey Vonn leuchtet erstmals in dieser Saison in einem Speedrennen nicht die 1 im Ziel auf.

Die US-Amerikanerin, die acht von neun Bewerben gewann (Ausfall in Val d'Isere), landet im Super-G von Garmisch-Partenkirchen auf Rang drei. Der Sieg geht zum fünften Mal in dieser Saison an Lara Gut (SUI), Zweite wird Lokalmatadorin Viktoria Rebensburg (GER/+0,15 Sekunden).

Der ÖSV verpasst erneut das Podest. Cornelia Hütter wird Fünfte (+0,92), Elisabeth Görgl Siebente (+1,04).

"Nur skifahren, nicht viel überlegen"

"Ich habe gewusst, ich muss nur Skifahren und nicht viel überlegen. Das hat gepasst heute", sagt Gut. Am Samstag war die 24-Jährige nicht über Platz 14 in der Abfahrt hinaus gekommen.

"Gestern war eine Katastrophe von oben bis unten. Ich bin mehr gerutscht, dann kann man nicht hoffen, dass man schnell ist. Heute habe ich wieder gemacht, was ich kann." Gut hat in diesem Winter bereits Rennen in vier Disziplinen gewonnen: Riesentorlauf, Kombination, Abfahrt und nun auch Super-G.

Vonn behält sich Reserven auf

Vonn meinte, dass sie diesmal nicht alles riskieren wollte. "Ich habe gekämpft, war aber nicht ganz am Limit. Wenn ich keinen Druck spüre von meinen Skiern, dann ist es schwer zu fahren", meint die neunfache Saisonsiegerin.

"Ich behalte mir meine Reserven für dann auf, wenn es sehr, sehr wichtig ist. Wenn die Sicht schlecht ist, es unruhig ist, kann alles passieren." Fast wäre auch mehr passiert, war Vonn doch im unteren Abschnitt nach einem Fehler für einen Moment nur auf einem Ski unterwegs.

Mit ihrem 42. Podestplatz im Super-G löst die 31-Jährige allerdings Renate Götschl in der ewigen Bestenliste ab und stellt somit einen weiteren Rekord auf. Im Gesamtweltcup führt Vonn, die am Vortag die Abfahrt noch überlegen gewonnen hatte, nun mit 87 Zählern Vorsprung auf Gut. 

Hütter ändert ihre Taktik

Hütter gelang nach Platz zwölf am Vortag eine Steigerung. Mit ihrer Fahrt war sie aber nur teilweise zufrieden. "Es wäre sicher noch was drinnen gewesen. Das erste Stück bin ich viel zu gerade gefahren, weil ich gedacht habe, dass es härter ist", sagt die 23-Jährige, die ihre Herangehensweise vor dem unteren Streckenteil veränderte und mit mehr Druck fuhr. "Ich habe mir gedacht, das muss ich jetzt machen. Es ist mir gut gelungen, aber nicht sehr gut."

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