ÖSV-Duo jubelt mit Rekord-Lindsey

Aufmacherbild
 

Lindsey Vonn hat die Jagd nach dem nächsten Triple in Lake Louise eröffnet. Die US-Amerikanerin fügte am Freitag mit dem Erfolg in der ersten von zwei Abfahrten ihrem Erfolgskonto den 68. Weltcupsieg hinzu, es war ihr 16. erster Platz im kanadischen Skiort. Dahinter setzen sich die ÖSV-Damen stark in Szene, Cornelia Hütter wurde Zweite (+0,58), Ramona Siebenhofer Dritte (1,07).

Nach dem Schneefall über Nacht präsentierte sich die Piste in veränderten Zustand, das hielt Vonn ebenso wenig vom Erfolg ab wie ein Fast-Ausfall. "Ich hatte sicher keinen perfekten Lauf, aber schnelle Ski. Ich bin eine sehr direkte Linie gefahren, so hart auf der Kante. Ich bin sehr glücklich, dass ich nicht im Netz gelandet bin. So was ist mir in den Kurven schon öfter passiert, aber ich wusste, wenn ich unten schnell fahre, kann ich trotzdem gewinnen. Ich muss nur tief in der Hocke bleiben", sagte Vonn.

"Im Ziel nervöser als am Start"

Für beide Österreicherinnen auf dem Podest war es das jeweils beste Karriereergebnis. Auf den ersten Abfahrtssieg in Lake Louise seit Renate Götschl 1998 (17 Jahre her!) müssen die ÖSV-Damen aber weiter warten.

Hütter jubelte über ihren erst zweiten Podestrang im Weltcup nach einem dritten Platz vor zwei Jahren in der Abfahrt in Val d'Isere. "Der Lauf war ganz gut, ich habe (den Vorsprung/Anm.) kontinuierlich ausgebaut, aber ich weiß nicht, was das jetzt wert ist", sagte die Steirerin unmittelbar nach ihrem Lauf." Als der Podestrang nach langem Warten feststand, meinte die 23-Jährige.

"Ich war im Ziel mehr nervös als am Start." Sie habe über den Sommer gezielt an ihrer Position über dem Ski gearbeitet, das mache sich auch bei den Sprüngen bemerkbar. "Ich bin auf einem guten Weg."

"Ein Wahnsinn"

Wie Hütter war auch Siebenhofer bereits im Training stark gewesen, im Rennen setzte sie noch eines drauf. "Ich kann es noch nicht glauben. Ich bin überglücklich. Ich hatte nicht das Gefühl, dass es so eine gute Fahrt ist. Nach dem Sturz im letzten Jahr hier wäre ich auch mit einem Top-15-Platz zufrieden gewesen. Das erste Podest ist ein Wahnsinn!" Die 24-Jährige hatte zuvor als beste Weltcup-Ergebnis einen sechsten Platz im Riesentorlauf von Maribor im Jahr 2010 zu Buche stehen.

Ein sehr gutes Comeback gelang Stephanie Venier (10.), die sich im Jänner im Training für den Weltcup in Bad Kleinkirchheim eine Knorpelabsprengung im linken Knie zugezogen hatte. "Ich bin ziemlich glücklich. Das Ergebnis lässt sich sehen." Nach ihren starken Trainingsleistungen sah Nicole Schmidhofer im Rennen das Ziel nicht, sie fuhr an einem Tor vorbei. Ein "blöder Fehler" machte eine gute Fahrt von Elisabeth Görgl zunichte.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare