Sieg für Velez-Zuzulova, Pleite für ÖSV-Damen

Aufmacherbild
 

Die ÖSV-Damen müssen weiter auf den ersten Slalom-Podestplatz in dieser Saison warten. 

Bernadette Schild wird beim Flutlichtrennen in Flachau als beste Österreicherin 18. (+3,50). 

Der Sieg geht an Veronika Velez-Zuzulova. Die Slovakin setzt sich 0,31 Sekunden vor Sarka Strachova (CZE) und Frida Hansdotter (SWE/+1,05) durch und feiert ihren insgesamt dritten Weltcupsieg.

Eva-Maria Brem wird 26., Michaela Kirchgasser, Achte nach dem 1. Lauf, fädelt in der Entscheidung ebenso ein wie Julia Grünwald.

Schwächstes ÖSV-Ergebnis seit sieben Jahren

Platz 18 für die beste Österreicherin bedeutet das schlechteste Slalom-Ergebnis für die durch Rücktritte vieler Siegfahrerinnen beraubten ÖSV-Slalomdamen seit rund sieben Jahren. Nur zwei kamen in die Wertung, neben Schild (18.) wurde Eva-Maria Brem 26. Ende Jänner 2009 war Alexandra Daum in Garmisch-Partenkirchen 24. geworden.

Völlig unerwartet wurde mit Bernadette Schild ausgerechnet jener Läuferin die Ehre der besten Österreicherin zuteil, die derzeit eigentlich in der Krise ist.

Platz 14 zur Halbzeit hatte der Salzburgerin vor den Augen von Hermann Maier sowie ihrer Schwester Marlies Raich noch sehr gefallen, dann schlichen sich doch wieder Fehler ein. "Oben ging es noch. Dann habe ich wohl schon etwas zu früh das Ziel gesehen", gab sich Schild selbstkritisch.

Ausfälle der heißesten Eisen

Bereits im ersten Lauf blieben auf der schwierigen Piste gleich acht der insgesamt zwölf und meist blutjungen Starterinnen auf der Strecke geblieben, darunter auch die wie immer voll attackierende Kärntnerinnen und Zimmerkolleginnen Carmen Thalmann und Katharina Truppe.

Thalmann war das erste Mal in der Top-Gruppe gestartet, warf aber mit einem schweren Fehler im Schlussteil die Chance auf eine gute Ausgangsposition weg und schied sogar vorzeitig aus. "Ich bin mir selbst auf die Ski gestiegen", ärgerte sich Thalmann. Julia Grünwald, die sich mit Nummer 38 als gute 19. zwischengeparkt hatte, vergab durch einen Einfädler die Chance auf ihr bestes Weltcup-Ergebnis.

Einzig Michaela Kirchgasser hätte als Halbzeit-Achte die Chance gehabt, endlich den ersten Podestplatz für die ÖSV-Damen zu holen. Nur fünf Zehntel fehlten der Salzburger Lokalmatadorin auf Rang drei, doch nach 20 Toren war auch für sie dann nach einem Einfädler alles vorbei. "Bei einem Rennen speziell gut fahren zu wollen ist mit Sicherheit das Falsche", hatte sie schon davor vielsagend gemeint.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare