ÖSV-Herren bei Sieg von Paris ohne Chance

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Österreichs Abfahrts-Herren bleiben in dieser Saison weiter ohne Sieg und landen in Chamonix im geschlagenen Feld.

Lediglich Hannes Reichelt gelingt der Sprung unter die Top-10, mit Respektabstand von 1,35 Sekunden klassiert sich der Salzburger auf Platz zehn. Dominik Paris feiert indes den fünften Weltcupsieg seiner Karriere, der Südtiroler verweist den US-Amerikaner Steven Nyman um 0,35 Sekunden auf den zweiten Platz.

Komplettiert wird das Stockerl vom Schweizer Beat Feuz (+0,39 Sekunden).

"Jeder Fehler wird hart bestraft"

Österreichs Abfahrer laufen damit weiterhin einem Saisonsieg hinterher. "Die Statistik ist mir nicht so wichtig. Ich will einfach wieder in den Fluss kommen, aus dem ich in Kitzbühel rausgerissen wurde", so Hannes Reichelt."

"Eine Kurve ist hier wichtig, die habe ich nicht ganz gut erwischt - so 90 Prozent würde ich sagen. Aber auf dieser Strecke wird jeder Fehler hart bestraft", analysiert der 35-Jährige, für den bei schwierigen Sichtverhältnissen Überwindung ein Thema war. "Bei diesen Bedingungen hat es mich in Kitzbühel geschmissen, für mich war es heute schwierig. Nach der Brez'n in Kitzbühel ist der Platz eh nicht schlecht."

Bei der nicht optimalen Sicht brauchte man am Samstag auch Glück. "Es gibt eine schnelle Spur, wenn man die nicht sieht, das ist ein Glücksfaktor."

Kröll mit "Start-Rekord"

Mit Otmar Striedinger (13.) und Klaus Kröll (16.) kamen insgesamt drei Österreicher in die Top 16, Romed Baumann wurde 20.

Für Kröll war es aber eine besondere Abfahrt, bestritt er doch seine 147. Weltcup-Abfahrt und dies bedeutet österreichischen Rekord.

"Habe gemerkt, das ich guten Speed habe"

Freude herrscht hingegen bei Sieger Dominik Paris nach seinem 5. Weltcuperfolg. "Ich habe gemerkt, dass ich einen guten Speed habe. Die zwei, drei wichtigen Kurven habe ich gut erwischt und den Speed mitgenommen", so der Südtiroler.

Von den großen Zeitabständen auf der Gleiterstrecke ist er doch überrascht: "Ich denke, dass hängt mit dem Wetter zusammen. Es hatten viele Läufer Schwierigkeiten."

Spannung im Abfahrtsweltcup

Im Abfahrts-Weltcup wird es jetzt richtig spannend. In Abwesenheit des verletzten Leaders Aksel Lund Svindal, der nach neun von elf Rennen immer noch mit 436 Punkten 26 Zähler vor Fill führt, haben auch Adrien Theaux (341), Kjetil Jansrud (337), Paris (332), und Guillermo Fayed (323) noch Chancen.

Jansrud verpatzte sein Rennen am Samstag und wurde nur 21., allerdings hat der Norsker im nächsten Rennen Heimvorteil. Für Paris wird es da schwieriger: "Da muss alles zusammenspielen, dass das noch geht. Ich werde nicht viele Chancen haben."

Sein Landsmann Fill hat als Gesamtzweiter da eine weit bessere Ausgangslage. "Die Fahrt war nicht optimal, aber die Platzierung ist super. Für den Abfahrts-Weltcup war das kein schlechtes Rennen", sagte der Streif-Sieger. Fill könnte in Kvitfjell die Führung übernehmen.

"Ich genieße, dass ich die Möglichkeit dazu habe. Ich war heuer überall schnell, auch auf den Strecken, auf denen ich normal schlecht war. Ich bin ziemlich zuversichtlich."

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