ÖSV-Duo verpasst im RTL das Podest

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Französischer Dreifachsieg beim letzten Riesentorlauf der Saison in St. Moritz. 

Thomas Fanara fährt nach Rang drei im ersten Lauf zu seinem ersten Weltcup-Sieg. Der 34-Jährige setzt sich zwei Hundertsel vor Alexis Pinturault und Halbzeit-Leader Mathieu Faivre (+0,14) durch.

Philipp Schörghofer verpasst als Vierter mit 0,76 Sekunden Rückstand das Podest. RTL-Weltcup-Sieger Marcel Hirscher kann nach Platz sieben im 1. Durchgang im Finale etwas zulegen und landet auf Rang fünf (+0,92).

Roland Leitinger wird 13. (+1,82), Vincent Kriechmayr landet zum Abschluss auf Platz 23 (+3,66).

Im RTL-Weltcup liegt Hirscher am Ende der Saison 76 Punkte vor Pinturault und Kristoffersen (NOR/-279), Philipp Schörghofer wird Achter (-434). 

"Nicht gut genug fürs Stockerl"

"Natürlich wäre ich gerne am Stockerl, aber es passt schon. Ich bin nicht schlecht gefahren, aber nicht gut genug fürs Stockerl. Die sieben Zehntel finde ich sicher. Ich habe immer gut trainiert, in unserer Gruppe haben wir immer gut gearbeitet", ist Schörghofer trotz Rang vier nicht unzufrieden.

Die Franzosen seien die ganze Saison schon stark im Riesentorlauf, das Ergebnis überrasche ihn nicht. "Mir taugt es für Fanara, dass er einmal gewonnen hat, er war schon so oft am Podest und fährt schon ewig da vorne mit. Wir haben schon öfter mit den Franzosen trainiert, die brennen richtig an. Sie haben ein gutes Team. Das müssen wir auch noch öfter schaffen, dass wir mit Marcel zusammenfahren und uns gegenseitig pushen."

"Jedes Training wie ein kleiner Weltcup"

Der Sieger ringt nach seinem Premierensieg im Alter von fast 35 Jahren nach Worten: "Es ist wunderbar, ich musste lange darauf warten. Manchmal war es knapp, aber heute hat es gereicht. Es war aber wieder knapp, ich hätte auch wieder nur Dritter werden können. Ich fahre Ski wie immer mit viel Freude", sagt Fanara nach seinem Premieren-Sieg. "Dass ich diesen Moment mit zwei Teamkollegen teilen darf, ist einfach wunderbar."

"Warum wir so stark sind, muss man unsere Trainer fragen. Wir arbeiten sehr gut, jedes Training ist bei uns wie ein kleiner Weltcup - wir müssen immer ans Limit gehen. Die Stimmung im Team ist wirklich gut."

"Möchte Kugel wieder gewinnen"

Für Marcel Hirscher ist das Ergebnis ein Fingerzeig in die Zukunft, er sieht Frankreich als jene Nation, die den Riesentorlauf dominieren werde. Er selbst will im Training wieder den Fokus auf den Riesentorlauf legen: "Ich möchte diese Kugel wieder gewinnen."

Mit seinem Rennen sei er nicht zufrieden: "Aber was die Kugel betrifft, habe ich natürlich eine Riesenfreude."

Leitinger macht Bekanntschaft mit Flasche

Punkte gab es am Samstag auch für Roland Leitinger, der 13. wurde. Im ersten Durchgang störte eine über die Piste rollende Trinkflasche seine Konzentration. "Ich habe die Flasche schon fünf Tore vorher gesehen, habe am Anfang aber gedacht, da zwitschert ein Vogerl herum. Ein paar Tore weiter habe ich sie wieder gesehen. Dann ist sie genau in meine Spur reingerutscht und ich habe einen Fehler gemacht. Man versucht immer, konzentriert zu sein, aber ist leider doch abgelenkt."

Leitinger wollte die Fahrt aber nicht unterbrechen, er hätte aber wohl einen Re-Run bekommen. "Ich habe es oben gut erwischt und eine super Fahrt gehabt. Es ist halt mal so. Es sind wieder Weltcuppunkte, das passt schon. Mein Saisonziel war, beim Weltcupfinale dabei zu sein. Das habe ich geschafft. Jetzt muss ich noch ein bisserl mehr Konstanz herbekommen." Vincent Kriechmayr wurde 23., Manuel Feller schied im ersten Durchgang aus.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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