Kristoffersen siegt erneut, Hirscher out

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Marcel Hirschers Podest-Serie ist gerissen: Der Salzburger scheidet im zweiten Durchgang des Wengen-Slaloms aus und landet damit erstmals in dieser Saison in einem RTL oder Slalom nicht auf dem Podium.

Platz eins sichert sich Henrik Kristoffersen, der im fünften Saison-Slalom den vierten Sieg feiert. Dahinter folgen mit Giuliano Razzoli (+0,30) und Stefano Gross (+0,68) zwei Italiener.

Als bester Österreicher landet Marco Schwarz auf Rang 14, Marc Digruber belegt den 21. Platz.

Für den ÖSV ist es das schlechteste Ergebnis in einem Wengen-Slalom. Das bisher schwächste Ergebnis war aus dem Jahr 2015: Da lag Reinfried Herbst am Ende als bester Österreicher auf Rang 13.

Sieges-Serie der Norweger

Norwegen kommt hingegen nicht mehr aus dem Feiern heraus. Kristoffersen sorgt für ein perfektes Lauberhorn-Wochenende: Jansrud gewann die Kombi, Svindal die Abfahrt und Kristoffersen den Slalom. Dazu kommt noch ein Kristoffersen-Sieg in Adelboden.

"Das ist schin unglaublich", strahlt der 21-Jährige, dem die Siegesserie unheimlich ist. Als Erklärung führt er die gute Stimmung im Team an: "Wir haben derzeit richtig viel Spaß im Team."

Vorentscheidung im Slalom-Weltcup?

Positiv sieht er, dass er auf einem extrem flachen Hang gewonnen hat. "Im Steilen weiß ich, dass ich schnell bin. Vor einem Rennen auf einem flachen Hang bin ich unsicher."

An eine Vorentscheidung im Slalomweltcup glaubt Kristoffersen trotz eines Vorsprungs von 140 Punkte nicht: "Wir haben bisher erst fünf Rennen gefahren. Es kommen noch fünf Rennen - das ist noch viel Skifahren."

Schwarz mit Top-15-Platz zufrieden

Im ersten Lauf, bei dem wie im Finale die Dichte des Schneefalls und damit auch die Sicht rasch wechselte, ging so mancher Slalomfahrer in die Abfahrtshocke, aber auch Schlittschuhschritte sah man.

"In die Hocke bin ich nicht gegangen, aber ich war kurz davor, oben geht es schon gescheit dahin. Im Flachen bin ich immer schon schnell gewesen", meinte Marco Schwarz, der zur Halbzeit ex aequo mit Hirscher Zehnter war und als bester Österreicher 14. wurde.

"Von der Sicht her habe ich mir schwergetan, aber es ist ein Freiluftsport, vielleicht habe ich beim nächsten Rennen wieder mehr Glück. Ich habe vor dem Rennen gesagt, dass sich mit Top 15 zufrieden bin", sagte der Kärntner. Die Österreicher hatten zuletzt gemeinsam mit den Deutschen in Steinach am Brenner trainiert.

"Bolzerei" nichts für Herbst

Reinfried Herbst schied mit Startnummer eins im zweiten Durchgang aus. "Der erste Durchgang war nicht so schlecht, es war ein knappes Rennen, und man weiß, dass die Bolzerei nicht hundertprozentig meines ist", sagte der Salzburger.

Der unmittelbar nach ihm gestartete Marc Digruber war für die Pistenarbeiter zu schnell, in letzter Sekunde sprangen zwei noch aus der Linie, er verbesserte sich auf Rang 21. "Es hat nicht viel gefehlt, aber ich habe ihnen vertaut, dass sie raushüpfen, und das ist sich ausgegangen", meinte er. "Jetzt kommen die Heimrennen, da werde ich schauen, dass ich ein bisschen weiter vorne mitfahre."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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