Vonn: "Bin keine Maschine"

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Lindsey Vonn nimmt ihre erste Niederlage in einem Speedrennen im Jahr 2016 gelassen hin.

"Ich habe immer gewusst, dass ich nicht unschlagbar bin", erklärt die US-Amerikanerin, die nach einem souveränen Sieg in der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen im Super-G mit Rang drei vorlieb nehmen musste. "Ich bin keine Maschine, bin nicht perfekt."

Der Grund für die Niederlage lag war ihre eigene Zurückhaltung, meint die 31-Jährige: "Ich bin zu vorsichtig gefahren."

Vonn ist ein gebranntes Kind

Das fehlende letzte Risiko begründet sie mit ihren schweren Stürzen in der Vergangenheit: "Ich war schon zweimal schwer verletzt und hatte kein gutes Gefühl."

0,23 Sekunden fehlten Vonn am Ende auf die Schweizerin Lara Gut. Ohne ihren Fehler im untersten Teil der Kandahar-Strecke, als es ihr plötzlich einen Ski in die Höhe riss, wäre der Rückstand mit Sicherheit kleiner ausgefallen. Und vielleicht hätte Vonn Gut dann sogar noch überholt. Traurig ist die 31-Jährige deswegen aber nicht. "Ein dritter Platz ist auch nicht so schlecht."

Gut beteuert, sie hatte Vonn immer in Reichweite gewähnt. "Ich habe gewusst, dass Lindsey nicht unschlagbar ist. Heute habe ich alles perfekt erwischt", sagt die Tessinerin, die nach dem Super-G-Sieg ihres engeren Landsmannes Carlo Janka in Jeongseon quasi schon in Jubelstimmung am Start gestanden war. "Da war in letzter Zeit viel Unruhe rund um das Team. Es war wichtig, dass sie auch einmal gewonnen haben."

Gut ist Vonn auf den Fersen

Gesamtweltcup-Leaderin Vonn hält nach dem Garmisch-Wochenende nun bei 1.060 Punkten, Gut ist ihr mit 973 auf den Fersen. Rebensburg hat 820 Punkte auf dem Konto. "Das könnte jetzt noch ein Dreikampf werden", bemerkt Gut über die Fahrerin der Stunde, die nach zwei Riesentorlauf-Siegen in Folge auch bei ihren Heimrennen als Dritte bzw. Zweite zweimal auf das Podest fuhr. Sie selbst wolle sich durch Punkte-Planspiele nicht aus der Ruhe bringen lassen. "Rechnen sollen die Medien", meint Gut, die noch auf ihre erste große Kristallkugel wartet.

Den ÖSV-Damen gelang am Sonntag nach einer unglücklich verlaufenen Abfahrt am Vortag die Wiedergutmachung. Cornelia Hütter als Fünfte und Görgl, die auf Platz sieben landete, fuhren in die Top Ten, Stephanie Venier wurde Zwölfte. Nicht gänzlich zufrieden ist Hütter, die nach Platz zwölf in der Abfahrt über Schmerzen in beiden Knien klagt. "Es waren nicht die perfekten Voraussetzungen, nachdem es mir am Samstag die Schneid abgekauft hat. Ich habe mir schwergetan, ans Limit zu gehen", räumte die Steirerin ein. Sie hoffe nun, dass die Probleme bald abgeklungen sind.

Görgl rätselt über den Rückstand

Görgl rätselt noch etwas über ihren Rückstand. "Ich weiß nicht, warum ich so weit hinten war im Ziel. Während dem Fahren habe ich ein viel besseres Gefühl gehabt", sagt die 34-Jährige, die vor fünf Jahren als Doppel-Weltmeisterin für Furore in Garmisch gesorgt hatte. Genau dies gelte es jetzt zu ändern. Sie wolle wieder in der Lage sein, dass sie ihr Skifahren während der Fahrt "richtig einschätzen kann", sagte Görgl.

Die 22-jährige Venier freut sich über ihre zweitbeste Super-G-Platzierung nach Rang zehn in Cortina und Lake Louise. "Das erste Mal vor dem Leaderboard zu stehen war ein Wahnsinn, das habe ich überhaupt noch nie erlebt. Das gibt mir Selbstvertrauen für die Zukunft", betont die zwischenzeitlich Führende. Nach dem Rennen, als die Entscheidung schon längst gefallen war, ging Venier noch einmal zu der roten Wand und knipste ein Selfie, das umgehend auf Facebook landete.

Nach den zwei Rennen in Bayern stehen für die Damen am kommenden Wochenende in Crans Montana eine Abfahrt und eine Kombination sowie am Montag ein Slalom (Ersatz für Maribor) auf dem Programm. Vonn stapelte bereits vor dem Trip in die Schweiz tief: "Die Piste ist nicht ganz das, was ich mag."

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