Reichelt freut kürzerer Radius im RTL

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Die Ski-Herren kehren ab der Saison 2017/18 wieder zu einem kürzeren Radius bei den Riesentorlauf-Ski zurück.

Nachdem der Radius 2012 unter viel Kritik von 27 auf 35 Meter erweitert wurde, folgt nun die Kehrtwende der FIS. Die künftigen RTL-Ski haben einen Radius von 30 Metern und können auch wieder drei Zentimeter kürzer sein. Die Minimumlänge beträgt 1,93 m.

Eine Änderung, die Hannes Reichelt begrüßt: "35 Meter waren einfach zu viel", erklärt der Super-G-Weltmeister.

Man dürfe aber nicht den Fehler machen, deshalb künftig auch den Torabstand wieder zu verringern, warnt der Salzburger zudem. "Es soll ja auch im TV wieder richtig rüber kommen."

Reduzierung von Verletzungen erhofft

Vor vier Jahren hatte der Ski-Weltverband (FIS) die Riesentorlauf-Ski länger, schmäler und weniger tailliert gemacht und sich dadurch eine Reduzierung von (Knie- ) Verletzungen erhofft. Von Kritikern wurde dies aber vielfach als Ende der Carving-Ära bezeichnet.

Die Taillierung der Ski bestimmt den Kurvenradius, den man auf der Kante fahren kann, ohne zu rutschen. Das gilt als schnellste Variante. Ein längerer Radius erfordert - je nach Kurs - auch mehr Kraftaufwand. Das hat nach den Entscheidungen von damals aber speziell bei noch nicht so kräftigen Nachwuchsfahrern für gesundheitliche Probleme gesorgt

"Rückenprobleme massiv mehr geworden"

Reichelt kann der beim jüngsten FIS-Kongress in Cancun getroffenen Entscheidung auch deshalb viel abgewinnen, weil seiner Meinung nach dadurch Rückenprobleme zahlreicher Weltcup-Läufer verringert bzw. verhindert werden könnten. Reichelt selbst hatte Olympia 2014 wegen einer Bandscheibenoperation verpasst und zuletzt den "Riesen" fast komplett links liegen lassen.

"Auch wir Speedfahrer trainieren ja mit den Riesentorlauf-Skiern. Und Statistiken zeigen, dass nach der Regeländerung auf 35 Meter die Rückenprobleme massiv mehr geworden sind", sagt der Österreicher, der auch Athletenvertreter ist, gegenüber der APA.

Reichelt bis 2018 bei Salomon 

Für ihn persönlich würde die Maßnahme aber zu spät kommen, betont der am Dienstag 36 Jahre alt werdende Radstädter. "Bis die neuen Ski kommen, bin ich wirklich in einem fortgeschrittenen Alter. Im Riesentorlauf brauchst du aber viel Schnelligkeit."

An Reichelts Plänen, bis Olympia 2018 in Südkorea zu fahren, ändert das aber nichts. Der Salzburger hat deshalb bis 2018 bei Salomon unterschrieben.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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