ÖSV-Herren wollen Gröden-Durststrecke beenden

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Östrreichs Ski-Herren warten seit dem Super-G-Sieg von Michael Walchofer 2010 auf einen Sieg auf der Saslong in Gröden.

"Meiner Meinung nach haben wir noch nicht herausgefunden, woran es wirklich liegt. Auf den ersten Augenblick wirkt die Strecke relativ einfach. Auch der Schnee ist relativ simpel zum Fahren. Aber es ist brutal schwer, hier schnell zu sein", meint Hannes Reichelt.

Matthias Mayer rechnet sich im Super G mehr Chancen aus, als in der Abfahrt. "Das ist ein bisschen mehr drinnen."

"Es war schon oft so, dass es uns im Super-G besser ergangen ist. Normalerweise ist das da herunter eine coole Sache", sagt Romed Baumann. Auch Max Franz, 2011 hier Fünfter, freut sich auf einen "wilden Ritt". "Man hat nicht so viel Platz durch die ganzen Wellen, da muss alles passen. Aber es ist ein lustiger Super-G", urteilt der Kärntner.

Guter Boden für Rot-weiß-rot

Retrospektiv gesehen ist die Saslong mit den berühmten Kamelbuckeln und der Ciaslat-Passage eigentlich ein guter Boden für rot-weiß-rote Erfolge. Seit 1969 fanden im Grödnertal 66 Speed-Events statt, 20 Mal nahm ein Österreicher die Trophäe mit nach Hause. Allein Franz Klammer und Michael Walchhofer trugen sich je viermal in die Siegerliste ein, wobei Klammer nur in der Abfahrt erfolgreich war, Walchhofer je zwei Abfahrten und Super-G gewann.

Derzeit befindet sich der ÖSV allerdings mitten in einer Durststrecke, was Rennsiege im Grödnertal anbelangt. Konkret heißt das, dass Walchhofers Triumph im Super-G 2010 der bis dato letzte war. Norweger, Schweizer, Kanadier und US-Amerikaner gefallen sich seither darin, den österreichischen Speed-Spezialisten hier einen Strich durch die Rechnung zu machen.

"Die Strecke liegt mir sehr gut"

In den vergangenen drei Jahren war der Super-G auf der Saslong fest in norwegischer Hand. Aksel Lund Svindal gewann 2012 wie auch 2013, Kjetil Jansrud war im Vorjahr erfolgreich. Erstmals entschied Svindal hier 2009 einen Super-G für sich.

Topfavorit Svindal gab sich betont gelassen. "Die Strecke liegt mir sehr gut", sagt der Norweger, dessen Trainer Franz Gamper noch dazu als Kurssetzer fungiert. Dass er mit zwei starken Auftritten in Gröden Hirscher im Gesamtweltcup zumindest kurzfristig wieder überholen könnte, schiebt er cool beiseite. "Ganz ehrlich, ich denke nicht so viel daran wie früher. Ich muss meine Rennen fahren, Marcel muss seine fahren. Ich genieße das heuer viel mehr."

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