ÖSV klagt: 'Uns gehen Kombinierer aus'

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Mit einem nur kleinen Team wird Österreichs Herren-Team die erste Alpine Kombination in diesem Winter in Angriff nehmen. Weltmeister Marcel Hirscher lässt bekanntlich den Bewerb am Freitag in Wengen aus und wird erst in Kitzbühel kombinieren.

Vier infrage kommende Läufer muss der ÖSV verletzungsbedingt vorgeben, die Europacup-Fahrer sind aufgrund von Verschiebungen anderweitig engagiert.

Drei Kombinationen stehen in diesem Winter im Herren-Kalender, nach Wengen (Abfahrt und Slalom) und Kitzbühel (Super-G und Slalom) folgt im Februar noch Chamonix (Abfahrt und Slalom).

"Die Kombinierer gehen mir aus"

"Die Kombinierer gehen mir aus", sagte Österreichs Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher und zählte die derzeit verletzten Athleten Joachim Puchner (Patellasehnenverletzung), Matthias Mayer (zwei Brustwirbel gebrochen), Markus Dürager (Beinbrüche) und Thomas Mayrpeter (Kreuzbandriss) auf.

Für die Wengen-Kombi bleiben damit noch der WM-Vierte Romed Baumann, Vincent Kriechmayr und Max Franz übrig sowie Otmar Striedinger. "Ich hätte gerne auch die Europacupleute geholt, aber es sind am Wochenende Speedrennen auf der Reiteralm eingeschoben worden.

"Die Europacupfahrer sollen langsam aufgebaut werden", erklärte Puelacher, der grundsätzlich lieber auf "Qualität statt Quantität" setzt.

"Das ist ja keine Babyabfahrt"

Für die Zukunft will Puelacher auch Marco Schwarz für die Kombi aufbauen. "Aber ich setzte die Burschen nicht ein, wenn sie nicht trainiert haben, das ist ja nicht irgendwas hier, keine Babyabfahrt, sondern das Lauberhorn. Es geht darum, die Leute mit guter Strategie einzusetzen, sie kontinuierlich aufzubauen", meinte Puelacher.

"Marco ist der Allrounder schlechthin für die Zukunft, der kann alles", sagte auch Marcel Hirscher.

Der Kärntner selbst möchte sich momentan noch auf Slalom und Riesentorlauf konzentrieren. "Ich bin schon lange nicht mehr auf den langen Ski gestanden, in der ganzen Vorbereitung habe ich nur Slalom und Riesentorlauf trainiert, es ist wichtiger, da jetzt vorne reinzufahren."

"Es hat jetzt keinen Sinn, da jetzt drauf zu stehen und Rennen zu fahren", meinte Schwarz, der ab und zu aber gerne etwas Super-G trainieren würde. Auch die Kitzbühel-Kombi ist heuer für ihn noch kein Thema.

Textquelle: © APA Zum Seitenanfang»
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