Matthias Mayer verlässt nach Sturz das Spital

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Matthias Mayer darf zehn Tage nach seinem Sturz in der Gröden-Abfahrt und den dabei erlittenen Wirbel-Brüchen das Krankenhaus verlassen.

"Grundsätzlich geht es mir sehr gut. Die letzten Tage waren zwar anstrengend, aber es wird von Tag zu Tag besser", sagt der Kärntner, der bereits nach vorne blickt. "Ich will nächstes Jahr mit voller Energie in die Saison starten."

Den Airbag will er trotz der Diskussionen nach dem Sturz weiter tragen. "Der Airbag kann auf keinen Fall was dafür."

"Werde Airbag auch in Zukunft tragen"

"Es war ein blöder Sturz genau im Flachen. Ich glaube nicht, dass es einen Schutz gegeben hätte, der die Verletzungen verhindert hätte. Es gibt keinen Grund, warum ich den Airbag nicht auch in Zukunft tragen sollte", stellt Mayer klar.

"Matthias hat vom Airbag profitiert. Dieser hat weitere Rippen- oder Lungenverletzungen verhindert", sagt auch der behandelnde Arzt Dr. Michael Gabl.

Kritik wie jene von Ted Ligety, der die Rennläufer als "Crashtest-Dummies" bezeichnete, kann der Kärntner nicht nachvollziehen. "Ich komme mir nicht wie ein Versuchs-Kaninchen vor."

Berufsrisiko

An den Sturz selbst kann sich der Abfahrts-Olympiasieger von Sotschi noch genau erinnern. "Ich war mit dem Kopf schon bei der Einfahrt in die Kamelbuckel, dann bin ich durch die Luft geflogen."

Für den Kärntner ist der Sturz Berufsrisiko. "Der Abfahrtssport ist gefährlich. Fast jeder Läufer hatte schon einmal einen schweren Sturz, man muss als Abfahrer fast damit rechnen, dass irgendwann in der Karriere einmal sowas passiert", sagt Mayer, der sich Kollegen wie Aksel Lund Svindal zum Vorbild nimmt.

"Von Woche zu Woche schauen"

"Es gibt viele große Abfahrer, die nach schweren Verletzungen wieder stark zurückgekommen sind. Aksel ist derzeit das beste Beispiel dafür." Wann genau der 25-Jährige sein Comeback geben wird, steht noch nicht fest.

"In erster Linie muss der Bruch ausheilen, ich werde mich zuhause auskurieren und von Woche zu Woche schauen. Im Frühlung kommt das Metall aus meinem Rücken, dann werde ich schön langsam wieder mit dem Skifahren beginnen und, wenn alles gut geht, im August gemeinsam mit den anderen in die Vorbereitung starten", erklärt Mayer. "Ich will nächstes Jahr voller Energie und voller Leidenschaft in die Saison starten."

"Ich gehe davon aus, dass diese Brüche völlig abheilen und eine Vollbelastung der Wirbelsäule wieder möglich ist. Wir werden den Heilungsverlauf in sechs Wochen kontrollieren, sobald das Metall entfernt wurde, ist Matthias wieder voll einsatzfähig", macht auch Dr. Klaus Galliano dem Kärntner Mut.

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