Kriechmayr will in Hinterstoder "ganz oben stehen"

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Für Vincent Kriechmayr sind die Weltcup-Rennen in Hinterstoder besonders - ist er als Oberösterreicher doch echter Lokalmatador.

"Ich will mich vor den heimischen Fans sehr gut präsentieren. Auf jeden Fall wäre ein Podium mein großes Ziel", geht der 24-Jährige mit hohen Erwartungen in den Super G am Samstag.

Und dann wäre da noch die Sache mit dem ersten Weltcupsieg: "Ich werde alles dafür tun, dass ich dort ganz oben stehe."

Kriechmayrs Hausberg

Die Hannes-Trinkl-Weltcupstrecke kennt Kriechmayr wie die berühmte Westentasche.

"Das erste Mal war ich mit neun Jahren dort Skifahren. Später habe ich dort immer trainiert, weil ich wenige Kilometer entfernt (in Windischgarsten; Anm.) in die Skihauptschule gegangen bin", erzählte Kriechmayr, der seit der Saison 2013/14 Weltcup-Stammfahrer ist. Jede Passage ist er in unzähligen Varianten und bei diversen Verhältnissen gefahren.

Im Super-G hat er heuer bereits den dritten Rang von Jeongseon zu Buche stehen. Schlechter als auf dem elften Platz (Kitzbühel) war er in den bisher fünf Saisonrennen nie klassiert. In der Disziplinenwertung liegt Kriechmayr als bester Österreicher mit 168 Zählern auf Position vier.

Kleine Kristallkugel möglich

Die kleine Kristallkugel ist bei noch drei Bewerben keine Priorität, aber durchaus möglich. In Führung liegt Aksel Lund Svindal mit 310 Punkten, vor ihm sind Andrew Weibrecht (USA/190) und Aleksander Aamodt Kilde (NOR/185) in Reichweite.

Und was wäre ein eindrucksvolleres Statement als 100 Punkte beim Heimrennen? Einen besseren Ort für den mittlerweile überfälligen ersten Weltcupsieg gebe es jedenfalls nicht. "Nein, definitiv nicht. Ich werde alles dafür tun, dass ich dort ganz oben stehe."

Motivation oder Druck?

Der nach dem Maler Vincent van Gogh benannte Mühlviertler räumt ein, dass die höheren Erwartungen auf seinem Hausberg außer einer besonderen Motivation aber auch einen zusätzlichen Druck erzeugen. "Es ist beides. Wobei ich die Belastung, die auf mir lastet, auszublenden versuche. Ich hoffe, das gelingt mir."

Neben seinem Fanclub, Familienmitgliedern und zahlreichen Freunden und Bekannten wird auch sein Verein TVN Wels im Stodertal vertreten sein und "Vinc" lautstark anfeuern.

Auch als Fan dabei

Er selbst fieberte bei den Hinterstoder-Rennen 2006 aus der Fan-Perspektive mit, an die Siege von Bode Miller und Aksel Lund Svindal kann er sich noch gut erinnern. Noch früher hat er unter anderem jenem Mann die Daumen gedrückt, an dem als Namensgeber der Piste und lokale Ikone niemand in Hinterstoder vorbeikommt.

"Hannes Trinkl war und ist ein großes Vorbild", sagte Kriechmayr über den Abfahrts-WM-Champion von 2001, der heute als FIS-Renndirektor auch in seiner Heimat seines Amtes waltet. "Ich war auf ihn immer stolz, weil er die oberösterreichischen Fahnen immer hochgehalten hat und tolle Erfolge gefeiert hat."

Als weitere Helden seiner Kindheit nennt er Hermann Maier, Benjamin Raich und Stephan Eberharter.

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