Kriechbaum lobt junges Team: "Potenzial ist da"

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ÖSV-Damen-Teamchef Jürgen Kriechbaum ist mit den Leistungen seiner jungen Mannschaft in Aspen zufrieden.

"Da formiert sich eine junge Mannschaft, das ist eine tolle Geschichte", so Kriechbaum. "Man sieht, dass sich etwas bewegt und Potenzial da ist".

Sein Blick in die Zukunft ist positiv, auch wenn er weiß, dass es "bei allen noch Luft nach oben" gibt. "Wir haben Läuferinnen, die in Zukunft mitmischen können", ist er überzeugt, dass man trotz der vielen Rücktritte nicht schwarz sehen muss.

Rücktritte gut verkraftet
 
Fenninger ist verletzt, ein Jahr nach Marlies Schild sind auch Kathrin Zettel und Nicole Hosp zurückgetreten. Elisabeth Görgl fährt keinen Riesentorlauf mehr. Dass Österreichs alpines Damenteam im Umbruch ist, wurde auch in Aspen klar. Dass die verblieben Routiniers Rückschläge wegstecken können, war das Positive daran.

Luft nach oben

Brem carvte sich von einem achten Zwischenrang noch auf das Podest, in den Slaloms machten Carmen Thalmann und Co. die Nullnummer vom Samstag rasch wieder vergessen. "Trotzdem ist bei allen noch Luft nach oben", ist Kriechbaum überzeugt.

Besondere Freude bereiteten ihm aber die Auftritte der unerfahrenen Läuferinnen aus dem Europacup wie Ricarda Haaser, Stephanie Brunner, Julia Grünwald sowie den "drei Katharinas" mit den Nachnamen Truppe, Gallhuber und Huber.

Neben Truppe (14. im ersten Slalom) beeindruckte vor allem die 20-jährige Niederösterreicherin Huber, die bei ihren überhaupt ersten zwei Weltcup-Auftritten die Slalomplätze 17 und 18 heraus fuhr.

Anfang ist gemacht

Die ersten Punkte seien damit gesammelt. "Jetzt geht es um die großen Punkte. Das Potenzial dafür ist da."

Ein Verjüngungsprozess gehe natürlich nicht von heute auf Morgen, warnte Kriechbaum gleichzeitig.

"Aspen war ein guter Zeitpunkt, weil wir die freien Startplätze besetzt haben. Das geht aber nur, wenn sie auch Potenzial haben, und das ist bei jeder Einzelnen da", verteilteder Cheftrainer Lob. "Das war nicht immer so."

Viele Läuferinnen werden abgeworfen, eine fährt in Aspen wie auf Schienen. Die Bilder:
Mikaela Shiffrin gewinnt erneut mit Mega-Vorsprung und verweist Frida Hansdotter mit 2,65 Sekunden Rückstand auf Rang zwei.
Für die ÖSV-Damen geht's deutlich bergauf, Carmen Thalmann wird vor Michaela Kirchgasser Fünfte.
Weitere Bilder aus Aspen:

Rückschläge sind sicher"

Eine Zeit des Aufbaues mache auch als Trainer Spaß, versicherte der Damen-Rennsportleiter. "Man soll die Arbeit ja nicht immer gleich an Podestplätzen messen und die Rückschläge sind sicher."

Darauf, so Kriechbaum, sei man aber vorbereitet. "Ein Rennen kann komplett in die Hose gehen, dann gibt es Kritik. So einen breiten Rücken muss man aber haben, damit man das durchsteht."

Diese Woche wird es auch bei den ersten Speedrennen in Lake Louise ein ähnliches Szenario geben. "Auch da fehlt Anna ganz besonders, sie war ja mit Abstand die Beste", ist sich Kriechbaum bewusst. "Auch in Kanada sehen wir neue Gesichter. Es kann gut sein, dass sich auch dort der eine oder andere Name hervortut."

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