Kristoffersen gewinnt Kitz-Slalom vor Hirscher

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Henrik Kristoffersen feiert am Ganslernhang in Kitzbühel seinen fünften Slalom-Sieg in dieser Saison.

Der Norweger, nur Zwölfter nach dem ersten Durchgang, setzt sich um drei Hundertstel vor Marcel Hirscher durch. Dritter mit 0,45 Sekunden Rückstand wird der Halbzeit-Führende Fritz Dopfer (GER).

Christian Hirschbühl wird als zweitbester ÖSV-Läufer Siebenter (+1,56), der Halbzeit-Dritte Marco Schwarz fällt auf Rang neun (+1,61) zurück. 

Im Gesamtweltcup liegt Hirscher nun 27 Punkte hinter Svindal.

Manuel Feller, Siebenter nach Lauf eins, scheidet im Finale aus.

"Hartes Stück Arbeit" für Hirscher

"Ich bin superhappy. Es war ein hartes Stück Arbeit. Henrik ist in unbestechlicher Form. Ich habe gerade zu ihm gesagt: Langsam reicht es mit den Hundertstel - es wird Zeit, dass ich mal wieder vorne bin. Ich habe schon vor dem Finale gewusst, dass es knapp wird. Henrik ist einfach momentan der Beste. Ausfälle wegstecken ist nicht einfach - da fängt man an, nachzudenken. Ich bin ein verwöhntes Kind was Erfolge betrifft - wenn es nicht so läuft, dann fängt man zum Grübeln an", sagt Hirscher.

"Vielleicht mein coolster Sieg"

Kristoffersen gewinnt damit nach Adelboden und Wengen den nächsten Klassiker.

"Es ist unglaublich! Nach dem 1. Lauf Zwölfter und dann noch gewinnen - was ist da los. Ich habe schon gewusst, dass es möglich ist - aber dafür muss man wirklich schnell im zweiten Lauf fahren. Drei Hundertstel vor Marcel zu sein, es war wirklich knapp. Kitzbühel ist unglaublich. Es ist vielleicht der coolste Sieg in meinem Leben. Der erste Sieg in Schladming war auch sehr schön", sagt der Norweger.

Hirschbühl überrascht

Christian Hirschbühl zeigt mit Startnummer 59 auf und erringt als Siebenter seine ersten Slalom-Weltcuppunkte. "Das war an der Zeit, ich bin sehr zufrieden. Als ich die Leute gehört habe, hat mich das noch einmal extra angespornt", so der 25-jährige Vorarlberger. "Ich habe das Herz in die Hand genommen, und es war recht gut da herunter."

Auf dem bravourösen dritten Halbzeitrang lag Schwarz, der mit den "brutalen Wellen" gut zurechtgekommen war. "Daheim zu fahren, ist schon was ganz Cooles", sagte der 20-jährige Kärntner, den 60 Leute aus der Heimat live am Ganslernhang anfeuerten. Im Finale patzte er und fiel auf den neunten Platz zurück, was nach dem dritten Rang im Madonna-Slalom im Dezember aber das zweitbeste Karriereergebnis bedeutete.

"Die Schneid hat es mir im zweiten nicht abgekauft, ich habe einen blöden Fehler gemacht, wo es bergauf gegangen ist. Da habe ich ein besseres Resultat verspielt. Es ist brutal geil, hier zu fahren", meint Schwarz dennoch zufrieden.

Fellers Leistung unbelohnt

Kein Resultat gibt es für den Halbzeitsiebenten Manuel Feller, der im ersten Lauf "nicht komplett am Limit" gefahren war, weil dies bei den "giftigen Wellen" nicht möglich gewesen sei.

Für das Finale gab es dann nur noch "volle Attacke", Feller stieg sich jedoch selbst auf den Ski und schied aus. "Es gibt nur ein Wort dafür, das ist scheiße. Die Enttäuschung ist riesengroß, vor allem, dass das in Kitzbühel passiert. Aber ich werde noch viele Hahnenkammrennen fahren. Ich weiß, dass ich schnell bin, aber ich will die Ergebnisse auch mal ins Ziel bringen", betonte das Supertalent.

Zum Abschluss des Hahnenkamm-Wochenendes gibt es eine Slalom-Show. Henrik Kristoffersen gewinnt von Rang 12 nach Lauf 1. Die besten Bilder... Bild 1 von 16
Marcel Hirscher muss sich dem Norweger nur hauchdünn geschlagen geben - er verpasst seinen 2. Kitzbühel-Sieg um 3 Hundertstel. Bild 2 von 16
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Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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