Waldner: "Das ist schlecht für unseren Sport"

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Die Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel sorgt weiter für Diskussionen.

FIS-Renndirektor Markus Waldner verteidigt den Abbruch des Rennens nach den schweren Stürzen von Streitberger, Reichelt und Svindal nach Startnummer 30.

"Wir haben die Stürze analysiert, wollten wissen, was die Uraschen waren. Das flache Licht war - glaube ich - der Hauptgrund, ich denke aber schon, dass es fahrbar war. Wie wir vorgegangen sind, war korrekt", sagt Waldner.

"Hätten sicher noch mehr Stürze gehabt"

"Nach Startnummer 30 ist es bei mir oben dann plötzlich schlecht geworden, es ist Schneefall reingezogen. Nach 30 ist die Qualität der Läufer geringer, wir wissen, dass die schwächer sind. Wir hätten dann sicherlich noch mehr Stürze gehabt", so die Begründung für den Abbruch. Aber: "Nach dem Sturz von Svindal ist es immer noch gut genug gegangen, das haben Gisin oder Kriechmayr gezeigt."

Der Abbruch der Abfahrt war auch Thema bei der "KitzRaceParty" am Samstagabend im VIP-Zelt im Zielgelände der Streif.

Niki Lauda stimmt mit ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel überein, wonach nach den schweren Stürzen früher hätte abgebrochen werden sollen. Es habe sich um Stürze "von den besten Leuten" gehandelt, man hätte die "Zeichen sehen müssen".

Die Läufer hatten an der Sturzstelle einfach "nix gesehen", so der dreifache Formel 1-Weltmeister. "Das war eigentlich nicht notwendig."

"Ich bin von der Tribüne weg" 

Annemarie Moser-Pröll konnte sich hingegen die Abfahrt nicht bis zum Schluss anschauen. "Ich bin von der Tribüne weg", so die frühere Rekordsiegerin. Auf die Frage, ob früher hätte abgebrochen werden müssen, meint die Salzburgerin: "Dafür gibt's die Profis". Für Hansi Hinterseer wurde hingegen nicht zu spät abgebrochen.

Eine Programmänderung aufgrund des schlechten Wetters stand laut Waldner ebenfalls im Raum.

"Wir haben am Mittwoch über eine Programmänderung diskutiert. Da war die Vorhersage aber noch anders – da hat es geheißen, dass Samstag und Sonntag gleich schlecht sind. Daher haben wir entschieden, so zu bleiben. Das Programm ist sehr eng gedrängt, keine Frage. Vielleicht hätte Aksel entscheiden sollen, den Kombi-Slalom nicht zu fahren. In Kitzbühel ist das Programm schon immer schwierig für die Allrounder. Man kann natürlich über alles reden. Wir sind nicht happy mit den Stürzen, das ist schlecht für unseren Sport. Das wollten wir alle nicht", so Waldner.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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