Nach Schneesturm folgt der Feinschliff

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Österreichs alpine Ski-Teams sind gut in Nordamerika angekommen und sehen einem guten Training entgegen, ehe es Ende November in Lake Louise (Herren) bzw. Aspen (Damen) mit dem Weltcup weiter geht.

In Colorado hat kürzlich ein "Snowstorm" an die 30 Zentimeter Neuschnee gebracht. "So gesehen war unsere Anreise sehr gut getimt", stellte Herren-Speedchef Florian Winkler zufrieden fest.

Die Anreise der ÖSV-Teams nach Übersee war um eine Woche verschoben worden, weil auch in den amerikanischen Rocky Mountains bis vor kurzem fast gar kein Schnee lag.

Trainiert hatten die Abfahrer rund um Olympiasieger Matthias Mayer, Hannes Reichelt und Max Franz stattdessen in Sölden.

Training auf halber Piste

Nun entwickelt sich aber die Situation in Übersee positiv, auch die Temperaturen bleiben deutlich im Minus-Bereich. "Es wird von Tag zu Tag besser. Nächste Woche können wir voll trainieren", ist Winkler überzeugt.

Derzeit können nur im oberen Teil des bis auf 3.750 Meter Seehöhe reichenden US-Trainingscenters in Copper Mountain lange Gleitkurven geübt werden. Erst kommende Woche soll die volle Abfahrtstrecke für Mayer und Co. fertig präpariert sein.

In Copper präsentiert der US-Verband (USSA) diesen Samstag auch seine rund 50 Personen umfassenden alpinen Weltcup-Teams 2016.

In Gedenken an die vergangenen Jänner bei einem Lawinenunglück in Sölden um's Leben gekommenen Ronnie Berlack und Bryce Astle werden die beiden Nachwuchsfahrer dabei im C-Kader neben den Teamkollegen namentlich aufscheinen.

"Ich bin guter Dinge"

Aus ÖSV-Sicht war schon die bisherige Vorbereitung deutlich besser als jene im Vorjahr. Nach einigen wetterbedingten Trainings-Absagen und Ausfällen im Sommer und im Herbst hatten die ÖSV-Abfahrer vergangenen Winter den schlechtesten Saisonstart aller Zeiten hingelegt.

Bei der WM im Februar setzte es ein Debakel und das ebenfalls schlechteste ÖSV-Ergebnis überhaupt.

Das soll im kommenden Winter anders laufen. "Ich bin guter Dinge. Alle sind hoch motiviert, fit und gesund", gab sich Winkler angesichts der bisherigen Trainings zuversichtlich.

Auch wenn Mayer zuletzt wegen einer schmerzhaften Schuhrandprellung pausieren musste und Joachim Puchner wegen seiner Knieverletzung überhaupt ausfällt.

Zuletzt ist immer alles erst in letzter Sekunde fertig geworden. Diesmal sollten sie aber genügend Zeit haben, um in Lake Louise die Strecke rechtzeitig zu präparieren.

Speed-Coach Florian Winkler

Mehr Spielraum als zuletzt

Zwölf österreichische Speed-Fahrer sind derzeit in den USA, um sich den finalen Schliff für den Saisonstart in Kanada zu holen. Dort will auch Mayer nach dem verpassten Start beim Saisonauftakt in Sölden wieder an den Start gehen.

Auch aus dem ebenfalls lange schneelosen Kanada werden gute Bedingungen gemeldet. Die Skigebiete nördlich von Calgary sind in Betrieb, die Temperaturen passen.

"Zuletzt ist immer alles erst in letzter Sekunde fertig geworden. Diesmal sollten sie aber genügend Zeit haben, um in Lake Louise die Strecke rechtzeitig zu präparieren", hofft Winkler.

"Traue Klaus viel zu"

Mit von der Partie ist nach wie vor Klaus Kröll. Der bereits 35-jährige Steirer ist durch seinen schweren Sturz beim - später abgesagten - Super-G im März 2013 in Lenzerheide komplett aus der Spur gekommen.

Zwar wurde Kröll gleich im November darauf beim Saisonstart 2013/2014 in Lake Louise nochmals Zweiter in der Abfahrt, seitdem ist ihm aber in zwei Saison kein einziger Top-Ten-Platz mehr gelungen.

Der Sieger von sechs Weltcuprennen geht aber nach wie vor motiviert ans Werk. Auch Winkler hält nach wie vor viel von seinem "Bullen".

"Klaus war im Training immer dabei, ich traue ihm daher nach wie vor viel zu", gab es Lob für Kröll vom Cheftrainer. Winkler: "Ich hoffe, dass er in Lake Louise wieder seine ganze Routine auspackt und Gas gibt."

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