Hirscher begründet seinen Super-G-Verzicht

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Die Verwunderung war groß, als Marcel Hirscher sein Programm für die kommenden Tage bekanntgab.

Er lässt die Speed-Rennen in Kvitfjell aus und konzentriert sich auf das Weltcupfinale in St. Moritz. Besonders der Verzicht auf den Super-G, wo der Salzburger im Disziplinenweltcup auf Platz 5 liegt, sorgte für ein Fragezeichen.

Gegenüber LAOLA1 begründet der 27-Jährige, warum er nicht um die Super-G-Kugel kämpft: "Die Chance ist so groß, wie jene, dass ich mich für die 100 Meter in Rio qualifiziere."

"Die Chance ist so groß, wie jene, dass ich mich für die 100 Meter in Rio qualifiziere."

Hirscher über die Super-G-Kugel

Hirscher, der sich gerade erst zum fünften Mal in Folge zum Gesamtweltcupsieger kürte, glaubt also nicht an die Chance im Disziplinenweltcup. Bei zwei ausstehenden Super-Gs hält er bei 204 Punkte, auf Leader Aksel Lund Svindal (310) fehlen ihm 106 Punkte. Da der Norweger bekanntlich verletzt ausfällt, ist sein Landsmann Aleksander Aamodt Kilde (285) der große Favorit, dem nur 25 Zähler auf Svindal fehlen.

Mindestens 106 Punkte fehlen auf Kugel

Auf Kilde beträgt der Rückstand des ÖSV-Aushängeschilds 81 Punkte. Ganz so schlecht, wie Hirscher seine Situation selbst einschätzt, ist sie also nicht. Wirklich groß ist die Chance auf die kleine Kugel aber auch nicht. Immerhin rittern auch noch Vincent Kriechmayr (218), Carlo Janka (SUI/207), Andrew Weibrecht (USA/199) und Kjetil Jansrud (NOR/195) um den kleinen Glasbecher.

Stand Super-G-Weltcup:

Position Name Nation Punkte Differenz
1. Aksel Lund Svindal NOR 310 0
2. Aleksander Aamodt Kilde NOR 285 -25
3. Vincent Kriechmayr (AUT) AUT 218 -92
4. Carlo Janka SUI 207 -103
5. Marcel Hirscher (AUT) AUT 204 -106
6. Andrew Weibrecht USA 199 -111
7. Kjetil Jansrud NOR 195 -115

Allesamt Läufer, die in der zweitschnellsten Disziplin derzeit noch höher als der achtfache Saisonsieger einzuschätzen sind. Obwohl Hirscher in dieser Saison nicht nur einmal im Super-G aufzeigen konnte.

In seinen bisherigen vier Super-G-Auftritten holte der Annaberger die Plätze 1 (Beaver Creek), 23 (Kitzbühel), 7 (Jeongseon) und 3 (Hinterstoder). Auch auf der Streif war er auf Top-10-Kurs, ehe er bei der Hausbergkante einen vorher angekündigten "Bremsschwung" einlegte und viel Zeit verlor.

Dennoch steht seine Entscheidung, die Reise nach Kvitfjell auszulassen, fest: "Nein, ich mache jetzt Pause und dann bereite ich mich auf das Finale vor und werde dort mit Spaß und Freude Skifahren."

 

Matthias Nemetz

 

Hirschers Ausgleichsprogramm:

und ihr so? #dachsteinwest #SalzburgerLand

Posted by Marcel Hirscher on Mittwoch, 9. März 2016

Marcel Hirscher macht in Kranjska Gora den Sack zu! Wir haben die emotionalen Bildern:

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