Bittere Diagnose für Dürager - Heftige ÖSV-Kritik

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Der Salzburger Ski-Rennläufer Markus Dürager hat sich bei seinem Sturz in der Abfahrt von Lake Louise nach neuesten Informationen einen Schien- und Wadenbeinbruch im linken Bein zugezogen.

Wie bereits zuvor angenommen wurde, ist zusätzlich das linke Handgelenk gebrochen.

Dürager wurde noch am Samstag (Ortszeit) in Calgary operiert.

ÖSV-Kritik an den Veranstaltern

Der 25-Jährige war wenige Stunden vorher im ersten Abfahrtsrennen der neuen Saison mit Startnummer 34 im unteren Streckenteil schwer gestürzt.

Bei einem Sprung wurde er ausgehoben und landete nur auf dem linken Ski. Anschließend verlor er die Kontrolle und kam nach mehreren Überschlägen im Fangzaun zu liegen.

Vonseiten des ÖSV gab es noch am Samstag Kritik an den Veranstaltern, weil der Transport von Dürager ins Krankenhaus von Banff und dann weiter nach Calgary sehr lange gedauert habe.

Erinnerungen an Lanzinger

Zumindest fünf Stunden habe es gedauert, hieß es. Abfahrtschef Florian Winkler regte an, dieses seit Jahren in Lake Louise befolgte Protokoll doch endlich zu ändern, um mögliche Folgeschäden zu vermeiden.

"Es kann nicht sein, dass es stundenlang dauert, bis der Bursche mit einem offenbar doch recht komplizierten Unterschenkelbruch stundenlang herum gefahren wird", kritisierte Winkler das Prozedere in Kanada.

Markus Dürager stürzt in der Abfahrt von Lake Louise schwer. Bild 1 von 16
Der ÖSV-Alpine muss mit dem Helikopter abtransportiert werden. Bild 2 von 16
Indes feiert Aksel Lund Svindal den 26. Weltcup-Sieg seiner Karriere, den neunten in der Abfahrt. Bild 3 von 16
Damit zieht er in der ewigen Bestenliste mit Franz Klammer gleich. Bild 4 von 16
Weitere Bilder aus Lake Louise: Bild 5 von 16
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Winkler erinnerte an Fälle wie jenen des Österreichers Matthias Lanzinger, der im März 2008 in Norwegen nach einem im Rennen erlittenen Unterschenkelbruch wegen einer missglückten Behandlung einen Unterschenkel verloren hatte.

"Verstehe nicht, warum man nicht endlich lernen will"

In Kanada gibt es die Diskussion über die Art der Versorgung von nicht lebensgefährlich verletzten Skirennfahrern schon seit langem.

2009 etwa waren die schwer verletzten Thomas Lanning und John Kucera ähnlich umständlich und langwierig herumkutschiert worden. Auch damals hatte es viel Kritik gegeben.

"Ich verstehe nicht, warum man nicht endlich reagieren und lernen will", kritisierte Winkler.

"Das ist so, wie wenn man bei uns daheim einen gestürzten Läufer von Seefeld nach Innsbruck und von dort nach Salzburg bringt, statt ihn direkt in die Klinik zu fliegen. Wir sind alle dafür, dass sich da endlich etwas ändern sollte am System. Regeln hin oder her, man weiß, was bei so etwas passieren könnte", warnte der Coach.

Textquelle: © APA Zum Seitenanfang»
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