Lara Gut nimmt Anna Fenninger als Vorbild

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Lara Gut geht als Gesamtführende in die kurze Weihnachtspause des alpinen Ski-Weltcups, der bei den Damen am 28. und 29. Dezember mit den Technikrennen in Lienz fortgesetzt wird.

Die Schweizerin sammelte am Wochenende in Frankreich mit ihrem Doppelsieg in Val d'Isere und dem zweiten Platz am Sonntag im Riesentorlauf in Courchevel insgesamt 280 Punkte und liegt nun 58 Zähler vor Lindsey Vonn.

Vorerst will Gut aber in Abwesenheit von Titelverteidigerin Anna Fenninger sowie der ebenfalls verletzten Mikaela Shiffrin nichts von einem Duell mit der Weltcup-Rekordsiegerin aus den USA um die große Kristallkugel hören.

"Ich mache das wie Anna"

"Dafür ist es noch zu früh. Rechnen bringt absolut nichts. Ich mache das so wie Anna (Fenninger, Anm.) vor zwei Jahren. Ich konzentriere mich nur von einem Lauf auf den nächsten", betonte die 24-jährige Tessinerin, dass ihr diesbezüglich die zweifache Gesamt-Weltcup-Gewinnerin aus Salzburg als Vorbild dient.

Gut und Fenninger gelten als gute Freundinnen

2013 war Gut ähnlich stark in die Saison gestartet. Nach dem Sölden-Riesentorlauf hatte sie auch beide Speed-Bewerbe beim WM-Test in Beaver Creek und nach dem Gewinn von drei der ersten vier Saisonrennen auch noch den Super-G in Lake Louise für sich entschieden. Damals führte sie nach elf Rennen die Weltcup-Gesamtwertung an, ehe sie komplett einbrach und über einen Monat ohne Podestplatz blieb.

Das soll der fünfsprachigen Hobby-Schauspielerin nicht mehr passieren. "Das Wochenende in Frankreich war ein Wahnsinn. Aber ich nehme Tag für Tag, Rennen für Rennen. Wichtiger ist es, im März vorne zu sein", sagte die weiterhin von ihren Vater Pauli gecoachte Gut in Courchevel. "Ich habe hart dafür gearbeitet, um auf diesem Niveau skifahren zu können. Ich werde versuchen, diesen Weg weiterzugehen."

Auch verwies Gut darauf, dass ihr Val d'Isere, wo sie innerhalb von nicht einmal 24 Stunden in Super-Kombination und Abfahrt triumphierte, besonders liege. Im Februar 2009 hatte sie bei der WM in Hochsavoyen zweieinhalb Monate vor ihrem 18. Geburtstag mit den WM-Silbermedaillen in Abfahrt und in Kombination ihre ersten ganz großen Erfolge gefeiert. Und vor drei Jahren hatte Gut ebenfalls in Val d'Isere ihre erste Weltcup-Abfahrt gewonnen.

"Ich fühle mich auch im Slalom wieder viel sicherer. Deshalb muss ich nicht wie früher alles riskieren, um schnell zu sein."

Lara Gut:

Macht Kombi im Gesamtweltcup den Unterschied?

Heuer folgte nun in ihrer "Wohlfühl-Oase" der Premierensieg in der Kombination, mit dem sie eine 26-jährige Durststrecke beendete. Denn der zuvor letzte Weltcup-Kombi-Sieg einer Schweizerin datierte vom 10. Dezember 1989, als Brigitte Oertli in Steamboat Springs/Colorado dominiert hatte. Damals bestand die alpine Kombination allerdings noch aus Abfahrt und zwei Slalom-Durchgängen.

Seit vor knapp zehn Jahren erstmals ein Wettkampf nach dem neuen Modus mit je einem Durchgang in beiden Disziplinen ausgetragen wurde, stand bis zum Gut-Sieg am Freitag nur eine einzige Schweizerin in der Super-Kombination auf dem Podest: Fabienne Suter als Dritte im Dezember 2008 in St. Moritz.

Die Allround-Qualitäten von Gut, die in dieser Saison auch schon einen Riesentorlauf-Sieg in Aspen gefeiert hat, könnten am Ende entscheidend sein, stehen doch heuer erstmals vier Super-Kombinationen im Damen-Weltcup auf dem Programm. "Ich habe gut trainiert im Sommer. Ich fühle mich auch im Slalom wieder viel sicherer. Deshalb muss ich nicht wie früher alles riskieren, um schnell zu sein", ist Gut bestens gerüstet für die kommenden Aufgaben.

Textquelle: © APA Zum Seitenanfang»
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