Denifl in Kuopio am Kombi-Podest

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Wilhelm Denifl sorgt in Kuopio für den dritten Einzel-Podestplatz der ÖSV-Kombinierer in dieser Saison.

Der 35-Jährige legt den Grundstein mit einem 124,5-Meter-Sprung auf der Schanze. Er nimmt den Langlauf als Vierter mit 28 Sekunden Rückstand in Angriff. Auf der dritten Runde kann sich der Tiroler von Manuel Faisst (GER) absetzen und rettet sich vor einer großen Gruppe als Dritter ins Ziel.

Für Denifl ein wichtiger Erfolg, stand er doch kurz vor dem Rauswurf aus dem Weltcup-Team und damit vor dem Karriereende.

Den Sieg sichert sich Johannes Rydzek (GER), der sich im Finish gegen Sprung-Sieger Watabe (JPN) durchsetzt.

Mit Lukas Klapfer, der unmittelbar hinter Weltcup-Leader Eric Frenzel (GER) Rang acht belegt, landet ein weiterer Österreicher in den Top 10. Mario Seidl belegt Rang 13, Franz Josef Rehrl landet auf Rang 15.

Weitere Platzierungen den Österreicher: 19. Philipp Orter, 21. Bernhard Gruber, 22. David Pommer.

Das "letzte Rennen" verhindert

Mit seinem sechsten Einzel-Podestplatz hat Denifl ein drohendes Karriereende abgewendet. Aufgrund seiner zuletzt schwachen Ergebnisse wäre der Tiroler demnächst aus dem Weltcupteam gefallen. Eine seiner wohl letzten Chancen nutzte der 35-Jährige in Finnland bravourös. "Es war sehr knapp dran, dass es wirklich mein letztes Rennen ist. Deshalb war ich extrem nervös. Jetzt war es nicht mein letztes, das taugt mir voll", freute sich Denifl über den Überraschungscoup.

Der in der Steiermark lebende Familienvater dankte seinen Trainern, dass sie an ihm festgehalten haben. "Zum Glück habe ich dem ganzen Team ein bisschen was zurückgeben können, es ist genial in diesem Team zu sein. Für das habe ich gekämpft", so Denifl, der nun beruhigt weiter zur nächsten Station im Val di Fiemme reisen kann.

Siet Sieg nicht mehr am Podest

In Kuopio - wo er als einer von Wenigen im Feld auch schon vor 15 Jahren beim dort bisher letzten Weltcup dabei gewesen ist - lieferte er seine mit Abstand beste Saisonleistung ab. Anfang Dezember in Lillehammer hatte er als Achter seinen bis dato einzigen Top-Ten-Platz geschafft. Insgesamt ist es der sechste Weltcup-Podestplatz für den Tiroler, seinen einzigen Sieg hat er im Jänner 2014 beim nicht topbesetzten Bewerb in Tschaikowsky gefeiert. Seither war der Teamweltmeister von 2003 nie mehr unter die besten drei gekommen.

Im Gegensatz dazu waren diesmal alle Asse mit dabei. Entgegen den Erwartungen hielt sich Denifl nach dem vierten Rang im Springen auch in der Loipe ausgezeichnet. An Sprungsieger Watabe und den bekannt starken Läufer Rydzek (35 Sekunden Vorsprung) kam er zwar nicht heran, die heranstürmende Meute um Weltcup-Spitzenreiter Eric Frenzel hielt er auf der schwierigen Strecke aber souverän in Schach.

"Das Laufen war sensationell"

Das sei nicht vorhersehbar gewesen, bekannte Denifl. "Erwartet habe ich mir das nicht, aber erhofft. Der Sprung war gut, das Laufen echt sensationell. Es war nicht so einfach. In den letzten zwei Runden ist der Vorsprung nicht weniger geworden, am Schluss war mir aber schon schwarz vor Augen."

Zweitbester Österreicher wurde Lukas Klapfer an der achten Stelle, der Steirer verbesserte sich im Langlauf um vier Positionen, vermochte im Zielsprint der großen Verfolgergruppe aber nicht ganz vorne zu landen. Mario Seidl fiel in der Loipe vom sechsten auf den 13. Platz zurück. Weltmeister Bernhard Gruber war als 21. lediglich der sechstbeste Österreicher.

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