Verdächtiger Wurm suspendiert

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Österreichs Ski-Verband (ÖSV) suspendiert Langläufer Harald Wurm vorläufig.

"Nach erfolgter Akteneinsicht durch den Verband und dem daraus resultierenden Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass Wurm mit einem Dopingverfahren zu rechnen hat", heißt es in einer ÖSV-Aussendung. Beim 31-Jährigen hat es vor wenigen Wochen deswegen eine Hausdurchsuchung gegeben.

Trainer Gerald Heigl stellt bis zur Klärung seine Tätigkeit ruhend. Er hat die Einstellung des Verfahrens gegen seine Person beantragt.

Wurm kritisiert Vorgehensweise

Wurm bestreitet im Gespräch mit der APA die gegen ihn erhobenen Vorwürfe und sprach von einer "Vorverurteilung" durch den Österreichischen Skiverband (ÖSV). "Auch für mich hat die Unschuldsvermutung zu gelten. Ich weiß noch nichts von einem rechtskräftigen Verfahren gegen mich", betont Wurm.

"Mein Name ist prinzipiell verbrannt", erklärt der 31-jährige Tiroler, der seinen Anwalt bereits mit rechtlichen Schritten gegen den ÖSV wegen Rufschädigung beauftragt hat. Die Hausdurchsuchung am 25. August sei auf einen anonymen Hinweis erfolgt und von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) beantragt worden, erklärt Wurm. "Ich verstehe das überhaupt nicht. Ich habe keinen einzigen positiven Test gehabt", sagt der WM- und Olympia-Teilnehmer.

Offene Fragen

Ob gegen Wurm ein sportrechtliches Verfahren eingeleitet wird, prüft die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) derzeit. Man werde nach der Beurteilung der polizeilichen Ermittlungsakten "zeitnah" entscheiden, ob ein Prüfantrag an die zuständige Anti-Doping Rechtskommission (ÖADR) gestellt wird, teilt die NADA mit.

Die Verfahrenseröffnung hänge davon ob, ob durch die Akteneinsicht doping-relevante Tatbestände festgestellt werden, so NADA-Sprecher David Müller.

Über etwaige Sanktionen entscheidet nach der Verfahrensabwicklung die ÖADR. Da von Wurm keine positive Probe vorliegt, ist ein vorläufige Suspendierung nicht unbedingt zu erwarten, aber möglich.

Parallel zur NADA ermittelt die Kriminalpolizei gegen Wurm wegen des möglichen Verstoßes gegen das Anti-Doping Bundesgesetz weiter.

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