ÖEHV-Team hofft vor WM auf Raffl

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Österreichs Eishockey-Nationalteam hofft nach dem 3:2-Erfolg bei der Generalprobe gegen Italien nun auf Verstärkung aus der NHL für die WM der Division 1A (B-WM) in Kattowitz.

Michael Raffl und seine Philadelphia Flyers liegen nach der 1:6-Pleite gegen die Washington Capitals in der "best of seven"-Serie mit 0:3 zurück. Sollte Spiel vier am Mittwoch verloren gehen, könnte der Villacher der ÖEHV-Auswahl bei der WM doch noch zur Verfügung stehen.

"Das wäre sehr positiv, wenn er für uns spielen könnte, aber wir müssen warten", erklärt Teamchef Daniel Ratushny, für den es aber auch schlechte Nachrichten gab. Verteidiger Dominique Heinrich muss wegen einer Schulterverletzung für die WM passen. "Er ist nicht bereit. Das ist nicht gut für uns, aber wir haben auch andere gute Spieler", sagte Ratushny.

Ulmer mit Comeback zufrieden 

Etwa Stefan Ulmer, der erstmals seit vier Jahren wieder bei einer WM dabei ist und alle drei Treffer gegen Italien vorbereitete. "Ich habe eine super Saison gespielt in der Schweiz und habe daher viel Selbstvertrauen. Ich freue mich und bin stolz, dass ich wieder für das Nationalteam spielen kann", betonte der 25-Jährige, der mit Lugano Schweizer Vize-Meister wurde und auch im Team eine tragende Rolle einnehmen wird. "Er kontrolliert die Scheibe gut und ist ein Quarterback im Powerplay", lobte Ratushny.

Mit seinem Comeback-Spiel war Ulmer grundsätzlich zufrieden. "Wir haben einen super Spirit in der Mannschaft, das ist wichtig, weil es sicher sehr schwer wird aufzusteigen. Aber wir haben viele Fehlpässe von hinten heraus gemacht, die zu Kontern geführt haben, die nicht passieren dürfen", merkte er an.

Von seiner Vorarbeit profitierten am Montag die beiden KAC-Zwillinge Stefan Geier (5./PP, 15.) und Manuel Geier (53./PP), die alle drei Tore erzielten. Manuel war heuer auch beim KAC Top-Torschütze, Stefan verdoppelte seine bisherige Ausbeute im Nationalteam. "An meinen letzten Doppelpack kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Tore vor der WM sind ganz wichtig, da kann man wirklich Selbstvertrauen tanken", freute sich Stefan Geier.

"Der Sieg gibt Selbstvertrauen"

Ratushny war froh über das Erfolgserlebnis nach den beiden Niederlagen gegen Ungarn. "Der Sieg ist gut, das gibt Selbstvertrauen. Wir waren okay heute, aber wir können besser spielen", sagte der Kanadier, der in der verbleibenden Zeit bis zum WM-Start am Samstag (ab 20 Uhr im LAOLA1-Ticker) gegen Südkorea an Details arbeiten wird.

"Eine Kleinigkeit, aber für uns ein wichtiger Punkt, ist, dass wir 60 Minuten konstant spielen. Heute haben wir ein sehr gutes erstes Drittel gespielt, im zweiten Drittel war das Niveau nicht die ganze Zeit so hoch. Wir müssen mental fokussiert bleiben über 60 Minuten. Aber es war viel Positives dabei", so Ratushny.

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