Zweite Niederlage gegen Norwegen für ÖEHV

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Österreichs Eishockey-Nationalteam verliert auch das letzte Testspiel vor der Olympia-Qualifikation. Die Revanche gegen Norwegen nach dem 1:6 glückt nicht, diesmal unterliegt man in Oslo 2:6 (0:1,0:2,2:3).

Allerdings präsentiert sich die ÖEHV-Truppe (mit Grabner, M. Raffl) besser und hält phasenweise gut mit. Der erste Gegentreffer fällt in Unterzahl, beim 0:2 und 0:3 verteidigt man kurzzeitig schlecht.

Im Schlussabschnitt machen es T. Raffl (42.) und Kristler (49./PP) zwischenzeitlich spannend.

Norwegen stellt den Drei-Tore-Unterschied aber mit einem Doppelschlag (53., 54.) wieder her, vor dem vorletzten Treffer passiert M. Raffl ein schwerer Abspielfehler. Roest verwandelt einen Penalty acht Sekunden vor dem Ende zum offiziellen Endstand.

Wie schon am Vortag folgt auf das Spiel eine freundschaftliche Drei-gegen-Drei-Overtime zu Übungszwecken. Diese beendet Schlacher zugunsten von Team Austria nach einem Gegenstoß.

Das anschließende Penalty-Shootout geht mit 2:1 an Norwegen. Komarek verwertet als einziger Österreicher seinen Versuch.

Es wird durchgemischt

Im Unterschied zum Debakel am Vortag wird die Mannschaft von Teamchef Alpo Suhonen personell neu aufgestellt.

Die beiden NHL-Spieler Michael Grabner und Michael Raffl stehen wieder zur Verfügung und bilden mit Linz-Torjäger Brian Lebler die Einser-Linie. Konstantin Komarek, der im Sommer von RB Salzburg nach Schweden wechselte, kommt erstmals zum Einsatz und wird von seinen ehemaligen Clubkollegen Thomas Raffl und Andreas Kristler flankiert.



Auch die Linien drei und vier und die Verteidiger-Paare werden neu zusammengestellt, im Tor erhält diesmal David Madlener den Vorzug.

So spielt das rot-weiß-rote Team zunächst auf Augenhöhe mit den Norwegern, die sich ebenfalls auf ein Olympia-Qualifikationsturnier vorbereiten. Die Österreicher kassieren im Startdrittel allerdings zu viele Strafen (davon zwei durch Wechselfehler) und in Unterzahl das 0:1. Ken Andre Olimb nützt ein Powerplay zur Führung (18.).

Offensiv stark verbessert

Im Mitteldrittel haben Thomas Hundertpfund (23., 28.) und Martin Schumnig (24.) gute Möglichkeiten für den Ausgleichstreffer, doch wie schon seit längerer Zeit ist die Chancenverwertung ein großes Manko.

Besser machen es die Norweger. Zunächst fälscht Schumnig einen Olimb-Schuss unglücklich ab (30.), danach stochert Roymark die Scheibe über die Linie (35.). Auf der Gegenseite trifft Raphael Herburger bei einem schönen Konter in Unterzahl nur die Latte (38.).

Im Schlussdrittel schreiben die Österreicher durch T. Raffl und Kristler endlich an, doch mit einem Doppelschlag beenden die Norweger die Hoffnung auf eine gelungene Generalprobe.



Summa summarum will Alpo Suhonen die positiven Aspekte stehen lassen: "Es war ein besseres Spiel, die letzten drei Tore haben wir aber zu leicht zugelassen. Komarek ist eine Verstärkung für dieses Team, das haben wir gesehen. Madlener hat wie Kickert ein gutes Spiel im Tor gemacht. Wir haben wieder ein Powerplay-Tor geschossen. Es gab viele positive Dinge, die wir aber bis Donnerstag noch weiter steigern müssen."

Torhüter-Situation weiter unklar

Die Mannschaft fliegt am Montag nach Riga, wo mit den beiden heimischen Top-Verteidigern Dominique Heinrich und Stefan Ulmer zwei Verstärkungen zum Team stoßen.

Ob auch Einser-Torhüter Bernhard Starkbaum, der in diesen Tagen Vater wird, dabei sein wird, ist noch offen. Sowohl David Kickert als auch Madlener haben allerdings auch gute Leistungen gezeigt.

In Lettland geht es von Donnerstag bis Sonntag gegen die Gastgeber, Deutschland und Japan um ein Ticket für die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang/Südkorea. Nur der Sieger qualifiziert sich für Olympia.

Topfavorit Deutschland verpatzt auch seine Generalprobe, die mit sechs NHL-Spielern gespickte DEB-Auswahl muss sich am Sonntag in Minsk Weißrussland mit 2:3 geschlagen geben.

 

Norwegen - Österreich 6:2 (1:0,2:0,3:2)
Oslo, 800
Tore: K.A. Olimb (18./PP, 30.), Roymark (35.), Zuccarello (53.), Trettenes (54.), Roest (60./Penalty) bzw. T. Raffl (42.), Kristler (49./PP)
Strafminuten: 10 bzw. 16


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