Suhonen: "Das Ganze wäre Vanek zu viel geworden"

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Erstes Turnier für ÖEHV-Sportdirektor Alpo Suhonen als Headcoach: Beim Olympia-Qualifikationsturnier in Riga vom 1. bis 4. September geht es für Rot-Weiß-Rot gegen Gastgeber Lettland, Deutschland und Japan um einen Platz für Korea 2018.

Suhonen (68), einst der erste europäische Headcoach in der NHL (Chicago Blackhawks), löst in seiner Doppelfunktion Dan Ratushny (jetzt in Lausanne) ab.

LAOLA1-Scout Bernd Freimüller unterhielt sich mit dem Finnen über die wichtigsten Fragen rund um dieses Turnier.

LAOLA1: Wie sieht der Fahrplan für Riga aus?

Alpo Suhonen: Die Mannschaft trifft sich am nächsten Sonntag in Wien zum Camp. Nach dem Spiel gegen die Slowakei am 24. reisen wir nach Oslo, wo wir noch zweimal gegen Norwegen testen. Für diese Spiele wird der Kader auf 25 Mann gekürzt. Wir gehen dann mit 23 Spielern – darunter ein Goalie auf Abruf – nach Riga.

Suhonen freut sich auf das Comeback hinter der Bande
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LAOLA1: Sind alle Mann von Beginn an an Bord?

Suhonen: Die Linzer Spieler kommen zwar nach Wien, reisen aber dann wieder kurz ab, weil sie am 23. in der CHL antreten müssen. Bei den Legionären wird uns Stefan Ulmer erst kurz vor dem Turnier zur Verfügung stehen. Lugano besteht auf der internationalen Abstellungspflicht von 72 Stunden vor dem Turnier und will ihn noch in der CHL einsetzen. Bei den Spielern aus Schweden (Heinrich, Komarek und Haudum) sieht es dagegen so aus, dass sie früher kommen dürfen.

LAOLA1: Hinter Bernhard Starkbaum steht noch ein kleines Fragezeichen?

Suhonen: Ja, seine Frau erwartet zur Zeit um den Turnierstart ihr zweites Kind. Da müssen wir sehen, wie sich das entwickelt. Allerdings war sie beim ersten sehr früh dran, wie mir Bernhard gesagt hat. Mit David Kickert und David Madlener haben wir aber zwei sehr gute Alternativen.

LAOLA1: Zum Turnierstart wartet gleich der Gastgeber. Keine leichte Auslosung?

Suhonen: Mir passt das sehr gut, dass wir gegen Lettland und Deutschland beginnen. Wir wissen, dass wir hier unsere Höchstleistung bringen müssen und können nicht langsam ins Turnier einsteigen. Dass Lettland und Deutschland – mit allen NHL-Legionären – die Favoriten sind, liegt auf der Hand.

LAOLA1: Michael Grabner und Michael Raffl sind mit dabei, Thomas Vanek dagegen nicht. Wieso?

Suhonen: Ich freue mich, dass Grabner und Raffl mit dabei sind. Sie haben bei Gesprächen in Villach sofort zugesagt, bei einem solchen Turnier können wir nicht auf sie verzichten. Ich habe auch mit Vanek zwei sehr gute Gespräche geführt. Er hat mir aber gesagt, dass er einerseits von Minnesota nach Detroit umziehen muss, andererseits auch den World Cup bestreiten wird. Das Ganze wäre ihm zu viel geworden. Das muss ich akzeptieren.

LAOLA1: Wie wird sich das Spiel unter Alpo Suhonen von dem von Dan Ratushny unterscheiden?

Suhonen: Alle Coaches haben natürlich ihre eigene Philosophie, aber wir haben vor dem Turnier sicher nicht so viel Zeit, um Großes zu ändern. Ich werde aber wahrscheinlich acht Defender mitnehmen und diese auch spielen lassen, um die Topleute nicht zu überspielen. Das habe ich eigentich immer so gemacht.

LAOLA1: Wie groß ist die Vorfreude auf das Comeback als Coach?

Suhonen: Ich war über 30 Jahre lang Coach, das steckt natürlich immer noch in mir drinnen. Mit Roger Bader und Gregor Baumgartner haben wir einen sehr guten Staff, dazu noch ein williges Team. Ich glaube, wir werden ein gutes Turnier abliefern.

Das Gespräch führte Bernd Freimüller


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