Dem KAC könnte die dicke Überraschung gelingen

Aufmacherbild Foto: © GEPA

Schon am Dienstag (ab 19:40 Uhr, LIVE im LAOLA1-Ticker) könnte das EBEL-Halbfinale feststehen. Drei Teams haben "Match-Puck", der KAC steht gegen RB Salzburg vor einer Sensation.

"Für Euphorie ist kein Platz. Wir sind am richtigen Weg, brauchen aber noch einen Sieg über den Titelverteidiger, der über eine herausragende Mannschaft verfügt", hält sich KAC-Coach Alexander Mellitzer zurück.

"Es wird in Klagenfurt eine neue, große Herausforderung für uns", gibt sich Gegenüber Dan Ratushny kämpferisch.

Die Klagenfurter könnten für ein Novum sorgen. Salzburg, das in den letzten zehn Jahren neunmal im Halbfinale stand, hat noch nie vier Playoff-Pleiten am Stück kassiert. Überhaupt ist es nach 2012 (KAC) und 2013 (Vienna Capitals) erst zum dritten Mal der Fall, dass die Bullen drei Spiele hintereinander abgeben mussten.

"Wir haben schon beim letzten Spiel in Klagenfurt gezeigt, dass wir dort gut spielen können und das sollte uns Selbstvertrauen geben", legt Ratushny nach.

Allerdings haben sich die Rotjacken am Sonntag auch einen mentalen Vorteil erspielt. Der 4:3-Overtime-Erfolg kam trotz Zwei-Tore-Rückstand zustande.

2009/10 schaffte es Medvescak Zagreb als bislang letzte Mannschaft, den bestgesetzten Verein als Nummer acht des Playoff-Baums schon im Viertelfinale auszuschalten. Leidtragender Gegner waren damals die Graz99ers.

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, darf sich Kevin Kapstad auf ein Wiedersehen mit einem nicht unwichtigen Utensil freuen. Der KAC-Verteidiger verlor im Trubel um den sonntägigen Overtime-Erfolg seinen Ehering in der Dusche der Gäste-Kabine in Salzburg.

Entgegen dem Usus, vergessene Gegenstände bis zum Ende der jeweiligen Playoff-Serie einzubehalten, zeigen sich die Bullen in diesem Fall gnädig und werden den zum Gegenstand gewordenen Liebesbeweis schon jetzt retournieren.



Nächster Tag der offenen Tür?

Dass der Titelverteidiger es nicht über die erste K.o.-Runde hinaus schafft, war übrigens in der Vorsaison schon der Fall, wie der HC Bozen noch in schmerzhafter Erinnerung hat.

Dieses Jahr stehen die Südtiroler wieder mit dem Rücken zur Wand, verkaufen sich in der harten Serie gegen die Black Wings Linz aber teuer. Ein Torschnitt von fast acht Treffern pro Partie zeugt von einem offensiv geführten Duell, in dem die Stahlstädter aktuell die Nase vorn haben und in der Keine-Sorgen-Eisarena den Sack zumachen können.

"Wir haben in Linz in den Playoffs schon einmal gewonnen und können es wieder tun. Wenn wir als Team gut zusammenspielen und uns von der Strafbank fernhalten, könnte und dies auch gelingen", spielt HCB-Keeper Jaroslav Hübl auf den letzten Gastauftritt am vergangenen Freitag an.

In Spiel vier gelang es den Foxes zum bislang einzigen Mal, Linz unter einer Torausbeute von vier Treffern zu halten. Besonders auf Fabio Hofer müssen die Bozener aufpassen, er führt mit fünf Scores (zusammen mit Gegenüber Brodie Reid) die Schützenliste der Playoffs an.

Speziell im Powerplay brennt es im Angriffsdrittel desöfteren, in 28 Prozent aller Überzahlgelegenheiten schlägt es hinter Hübl ein.



Geht Dornbirn die Luft aus?

Ein bitteres Schicksal mit Salzburg teilt sich Dornbirn. Die Vorarlberger wähnten sich nach zwei Spielen in Sicherheit, konnten sie doch beide gewinnen. Nun gilt es, das Aus abzuwenden.

Auch vor zwei Jahren starteten die Bulldogs gut ins Viertelfinale, ein 2:0-Vorsprung gegen die Mozartstädter reichte dennoch nicht für das Halbfinale aus. Ein Dejá-vù soll gegen Znojmo verhindert werden.

Helfen könnte ein frühes Tor. Denn alle fünf Aufeinandertreffen gingen bislang an jene Truppe, die zuerst netzen konnte.

Egal, wie es ausgeht: Sowohl für Dornbirn als auch für Znojmo würde es sich um den ersten Einzug unter die besten Vier der EBEL handeln. Für die Südmähren wäre es nach der erstmaligen Qualifikation für die Champions Hockey League der nächste Meilenstein der Vereinsgeschichte.

"Das ganze Team arbeitet gut in der Defensive und arbeitet verantwortungsvoll. Wir müssen nur so weiter machen", gibt sich Goalie Jan Lukas hoffnungsvoll. Der 22-Jährige, erst vor kurzem in den Kader geholt, übernahm die Stammtorhüter-Position nach den ersten beiden Partien. Seine Fangquote von 94,3 Prozent ist einer der bisherigen Znojmo-Erfolgsschlüssel.

Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare