In Kagran wurde tief durchgeatmet

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Nach der 42. EBEL-Runde zeichnen sich die Fronten ab.

Während Znojmo (74 Punkte) nach einem 3:2 über den VSV die Pick-Round fast sicher hat, muss Villach bangen. Die Kärntner liegen auf Rang sechs (69), Bozen folgt punktgleich.

Dornbirn unterlag in Fehervar 3:4 und rangiert nur einen Zähler vor dem VSV. Der KAC (64) bewahrte seine Mini-Chance mit einem 4:3 nach Overtime über die Graz99ers, Lundmark erzielte den möglicherweise irregulären Siegtreffer.

Die Vienna Capitals machten hingegen einen großen Schritt in Richtung sicherer Playoff-Teilnahme und besiegten den HC Bozen 3:1.

Das Spitzen-Duo verzeichnete ebenfalls Erfolge: Ljubljana-Salzburg 3:8, Linz-Innsbruck 4:3.


LAOLA1 hat alle Facts zur 42. EBEL-Runde:


Vienna Capitals - HC Bozen 3:1 (2:0,0:1,1:0)

Tore: Sharp (2.), Dzieduszycki (20.,56.) bzw. Pope (22./PP)

Wien, 5.350 Zuschauer, Strafminuten: 10 bzw. 6.

 

Durchblick mit blauem Auge: Matt Dzieduszycki musste zuletzt aufgrund eines Cuts im Augenbereich passen. Auch heute sah man ihm das Handicap noch an. Dafür agierte er alles andere als blauäugig: Mit seinen zwei Toren wurde er klar zum Matchwinner. Es war erst sein zweiter Doppelpack in der EBEL - der erste gelang ihm in der Auftaktpartie bei RB Salzburg (11.9., 5:4 n. OT.).

Der Faden komplett gerissen: Sieht man sich die Spielstatistiken an, verwundert es fast, dass die Caps den Sieg retten konnten. Zwar starteten sie stark und dominierten das erste Drittel, danach kam aber Bozen auf. Der Anschlusstreffer früh im Mittelabschnitt leitete die Trendwende ein, nur der Ausgleich wollte und wollte nicht gelingen. 4:13 Torschüsse in Minute 21-40, 3:11 in Minute 41-60 aus Sicht der Wiener zeigten, dass auf einmal Verunsicherung da war.

Eine überlebenswichtige Angelegenheit: Die Capitals schwimmen auf einer Erfolgswelle, aber so wichtig wie diese drei Punkte gegen einen Pick-Round-Kampf-Konkurrenten war kaum einer der letzten Siege. Die vier Punkte Abstand, die man zwischen sich und die Foxes gebracht hat, dürften zwei Runden vor Ende fast schon genug sein.


KAC - Graz99ers 4:3 n. OT. (1:1,2:0,0:2,1:0)

Tore: Hundertpfund (4.), Lundmark (24., 63./GWG), Ganahl (39.) bzw. Almtorp (4.), Kovacevic (44./PP), Poulsen (59.)

Klagenfurt, 3.141 Zuschauer, Strafminuten: 6 bzw. 4.

 

Jugend forschte weiter: Alexander Mellitzer zeigte sich mit der Leistung seiner umgekrempelten und verjüngten KAC-Mannschaft beim 4:0 gegen Ljubljana so zufrieden, dass er gegen Graz keine Änderungen anbrachte. Der noch nicht einmal 18 Jahre junge Daniel Obersteiner durfte wieder in der Top-Reihe den Center mimen, blieb aber ohne Scorerpunkt.

Die 3000: Nur zwei Tage nach den Black Wings Linz verzeichnete auch der KAC seinen 3000. EBEL-Treffer seit Liga-Neugründung zur Jahrtausendwende. Thomas Hundertpfund zeichnete sich mit seinem schnellen 1:1 dafür verantwortlich. Witzig: Auch das 2000. Tor der Klagenfurter ging vor fünf Jahren auf sein Konto, damals gegen Fehervar.

Powerplay-Effizienz: Das 2:3 von Sabahudin Kovacevic fiel mit einem Grazer mehr am Eis. Damit trafen die 99ers in sechs der letzten sieben Auswärtsspiele im Powerplay.

Der Siegtreffer irregulär?: Jamie Lundmark machte mit seinem zweiten Tor des Abends in der Overtime alles klar. Aber gut möglich, dass das Tor nicht zählen hätte dürfen: Wie LAOLA1.tv aufdeckt, befanden sich bei der eigentlichen Vier-gegen-Drei-Situation (da Powerplay für den KAC) fünf Rotjacken am Eis. Koch wollte zur Bank fahren, kollidierte aber mit Beach. Währenddessen befand sich der neue Mann schon auf der Eisfläche. Seht selbst:


HC Znojmo - VSV 3:2 (1:0,1:1,1:1)

Tore: Pucher (17.), Cory (39.), Thomas (55./PP.) bzw. Johner (29./PP.), Hunter (47.)

Znojmo, 3.062 Zuschauer, Strafminuten: 10 bzw. 8.

 

Unschöne Trendwende: Nach neun Siegen in Serie war der VSV vor einer Woche klar auf Kurs Richtung Pick-Round. Danach riss der Faden aber und die Villacher unterlagen drei Mal in Serie. Nach knappen Shootout-Niederlagen in Dornbirn und Graz mussten sich die Kärntner in Znojmo nun schon nach 60 Minuten geschlagen geben. Noch liegt der VSV auf Rang sechs, das Ruder muss aber wohl nochmal herumgerissen werden, um Bozen hinter sich zu halten.

Keine Gastfreundschaft: Auch das dritte Duell des Grunddurchgangs zwischen Znojmo und dem VSV endete mit einem Heimsieg. In den ersten beiden Aufeinandertreffen konnten die Gastgeber jeweils mit 4:2 gewinnen, heute war es noch eine spur enger. Am letzten Spieltag des Grunddurchgangs kommt es am 17.1. in Villach zu einem Rematch.

Znojmo ist durch: Die Tschechen stehen als drittes Team in den Playoffs. Zwei Spiele vor dem Ende des Grunddurchgangs liegen die drittplatzierten Adler vier Punkte vor Dornbirn (5.) und fünf Punkte vor Bozen (7.) und können damit nicht mehr aus den Top-6 verdrängt werden, da diese beide Teams noch einmal aufeinandertreffen.


Fehervar AV19 - Dornbirner EC 4:3 (1:0,1:3,2:0)

Tore: Kovacs (15./PP.), Koger (28.), Sarauer (42.), Francis (56.) bzw. D'Alvise (27.), MacKenzie (32.), Greentree (40.)

Fehervar, 3.016 Zuschauer, Strafminuten: 6 bzw. 8.

 

Ein Drittel reichte nicht: Dornbirn gab zwar in jedem Drittel mehr Torschüsse ab als der Gegner, allerdings konnten die Vorarlberger lediglich im zweiten Abschnitt jubeln. Alle drei Treffer gelangen im Mitteldrittel. Insgesamt schossen die Bulldogs 38 Mal auf das gegnerische Tor, Fehervar gab nur 24 Schüsse ab. 

Immer beteiligt: Martin Grabher-Meier leistete bei allen drei Dornbirner Treffern einen Assist. Er bereitete die Treffer von D'Alvise (27.), MacKenzie (32.) und Greentree (40.) jeweils vor. Insgesamt hält der 32-Jährige nun bei sieben Toren und 17 Vorlagen in der laufenden Saison.

Kampf um die Pick-Round: Dornbirn bleibt trotz der Niederlage auf dem fünften Platz und damit auf Pick-Round-Kurs. Der VSV und Bozen, die ebenfalls verloren, liegen aber jeweils nur einen Zähler zurück. Kommenden Freitag (15.1.) könnten die Bulldogs im direkten Duell mit Bozen auswärts einen entscheidenden Schritt gehen.


Black Wings Linz - HC Innsbruck 4:3 (1:1,1:1,2:1)

Tore: McLean (14.), Dorion (22.,58.), Kozek (50./PP) bzw. Bishop (1.,38.), Schaus (48.)

Linz, 4.865 Zuschauer, Strafminuten: je 8.

 

Mini-Krise beendet: Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge konnten die Black Wings Linz heute wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Die Oberösterreicher besiegten die Innsbrucker Haie, ohne jedoch zu glänzen. Lediglich im Mitteldrittel konnten sie ihre Gegner dominieren.

Negativ-Serie prolongiert: Der HC Innsbruck musste zum insgesamt elften Mal in Folge das Eis als Verlierer verlassen. Die Tiroler sind damit auch weiterhin das einzige Team ohne ein Erfolgserlebnis 2016. Gegen die Stahlstädter war es im vierten Saison-Duell die vierte Niederlage.

Zuschauer-Marke erreicht: Vor der Partie hatten bislang 95.200 Zuschauer die Heimspiele der Black Wings besucht. Am Sonntag kamen 4.865 dazu, und damit wurde die magische Grenze von 100.000 Zuschauern durchbrochen.


Olimpija Ljubljana - RB Salzburg 3:8 (2:2,1:3,0:3)

Tore: Selan (2.), Nagtzaam (16./PP2), Kaspitz (33.) bzw. Sterling (6.,52./PP2), Ledin (13., 26.,53./PP), Walter (27.), Brucker (34.), Cijan (53.)

Ljubljana, 438 Zuschauer, Strafminuten: 10 plus 10 Cepon bzw. 10.

 

Matchwinner: Die Bullen hatten den Sieg gegen das Schlusslicht allen voran Pehr Ledin und Brett Sterling zu verdanken. Ledin erzielte einen Triplepack, sein Teamkollege steuerte zwei Treffer bei. Mit diesem Sieg untermauerten die Bullen auch ihre Tabellenführung.

Blitzschnell: Im zweiten Drittel überraschten Ledin und Walter die Drachen und erzielten innerhalb von 78 Sekunden zwei Treffer für die Bullen. Auch im Schlussdrittel ging es für die Slowenen zu schnell. Sterling (52./PP2), Ledin (53./PP1) und Cijan (53.) brauchten für ihre Treffer nur 73(!) Sekunden und machten damit den Sieg perfekt.

Klassenunterschied: Im ersten Drittel konnten die Slowenen noch halbwegs mithalten, aber im Laufe der Partie wurde der Klassenunterschied erkennbar. Die Salzburger kombinierten nach Belieben und feierten im dritten Saisonduell den dritten klaren Erfolg. Am letzten Spieltag des Grunddurchgangs nächsten Sonntag treffen die beiden Teams in Salzburg aufeinander. Vielleicht gelingt den Drachen dann eine Überraschung.


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