Bernd Freimüller checkt die EBEL-Youngster

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Trotz einer erneut erhöhten Legionärszahl haben sich auch in dieser Saison einige Youngsters in der EBEL etabliert. 

LAOLA1 stellt zwölf Cracks im Alter von 19-22 Jahren vor, die sich heuer Fixplätze bei ihren Vereinen erobern konnten und teilweise auch schon zum Nationalteamkader (Hier Nachlesen!) gehören.

 

 Ali Wukovits (Vienna Capitals, C/RW, 1996)

Nach zwei Jahren in Schwede­­n – davon das letzte durch eine Gehirnerschütterung verkürzt – ist Wukovits zurück in Wien. Er ist ein guter Eisläufer, hält die Beine dauernd in Bewegung, sucht nach dem Körperspiel. Kann Positionen auch während des Spiels wechseln, defensives Coverage als Flügel natürlich leichter als als Center. Sein Offensivpotenzial auf EBEL-Niveau ist noch ein Fragezeichen.

 Dominic Hackl (Vienna Capitals, D, 1996)

Auch er wurde über die Jahre durch Verletzungen in seiner Entwicklung zurückgeworfen. Seit Saisonbeginn ist Hackl aber fit und in Serge Aubins Verteidigerrotation mit sieben Defendern voll mit dabei. Spielt auch in numerischer Unterlegenheit und gegen Ende des Spiels. Ein leichtfüßiger Spieler, der mit Beinarbeit Lücken gut schließen kann. Muss aber an Muskelmasse zulegen, um effektiver zu sein und sich vor weiteren Verletzungen zu schützen.

 Felix Maxa (Vienna Capitals, C, 1997)

Nahm in den letzten Jahren an Körpermasse und Selbstvertrauen zu. Nun ein körperlich starker Center, der in Bandenkämpfen auch gegen ältere Spieler schon effektiv agiert. Die Beine sind okay, etwas mehr Explosivität würde noch gut tun. Sollte solider Zwei-Weg-Center in der EBEL werden, Scoring Upside ist noch ein Fragezeichen. Leider wirft ihn nun ein Kreuzbandanriss zurück, Maxa wird den Capitals mindestens bis Dezember nicht zur Verfügung stehen.

 Erik Kirchschläger (Black Wings Linz, D, 1996)

Spielt mit viel Selbstvertrauen, hat auch an Muskelmasse zugelegt. Kann Forechecker leicht umgehen und Spielaufbau initiieren. Trägt die Scheibe gern aus der Defensivzone, nimmt dabei (meist gute) Risiken. Gute Vorstellungen bisher wurden mit Nationalteamaufgebot belohnt. Die Frage für die Zukunft: Wird er ein (sehr guter) "Half-Ice-Player" oder kann er auch im Angriffsdrittel (Powerplay?) zu einem Faktor werden?

 Stefan Gaffal (Black Wings Linz, RW, 1996)

Ist immer schon ein Stürmer mit sanften Händen gewesen, aber ein Mangel an Muskelmasse beeinflusste das Zweikampfverhalten und das Eislaufen negativ. Über den Sommer ist Gaffal kräftiger geworden und wurde dafür mit einem Fixplatz belohnt. Kann in engen Bereichen durch seine Hände gute Lösungen finden und ist ein sehr guter Passgeber. Fragen für die Zukunft: Reicht seine Defensivcoverage für eine Rolle als Center aus? Und wird er zu einem Fixstarter im Powerplay? Beides würde seinen Fähigkeiten entsprechen.


Die Top-5-Tore des CHL-Sechzehntelfinales:


EBEL

 Florian Baltram (Red Bull Salzburg, C, 1997)

Seit seiner Rückkehr aus der WHL im vorletzten Sommer zeigt seine Leistungskurve stets nach oben. Ein sehr guter Motor, spielt Up-Tempo Game und ist auch in Bandenkämpfen trotz nur durchschnittlicher Größe sehr effektiv. Kommt zu Scorerzahlen durch Dynamik und Energie. Bewies schon im U20-Nationalteam Leader-Qualitäten und hat sich im Red-Bull-Starensemble voll etabliert.

 Peter Hochkofler (Red Bull Salzburg, W/D, 1994)

Ist körperlich stark und unerschrocken, dazu ein harter Arbeiter. Zweikämpfe sind eine Stärke, dazu ist er auch ein ausgezeichneter Unterlegenheitsspieler und blockt viele Schüsse. Kein Filigrantechniker, aber durch seine Größe ums Tor herum gefährlich. Kam heuer schon als Verteidiger zum Einsatz und machte auch dort sehr gute Figur – ist das vielleicht seine Zukunft? Hochkofler ist gebürtiger Italiener und hat erst seit Sommer 2015 den österreichischen Pass. Leider erst 2019 für das rot-weiß-rote Team spielberechtigt.

 Mario Huber (Innsbrucker Haie, C, 1996)

Vereinigt als einer der ganz wenigen österreichischen Spieler Gardemaß mit Skills. Gewichtsprobleme sollten der Vergangenheit angehören, dadurch wurde er ein vollwertiger EBEL-Stürmer, der bereits öfters Legionäre übertreffen kann. Harter Schuss, guter Hände im Verkehr und kein Problem gegen körperlich starke Defender. Bei weiterer Steigerung (Defensive) sollte die EBEL nicht sein Horizont bleiben.

 Philipp Lindner (Innsbrucker Haie, D, 1995)

War mit 15 Jahren DER kommende österreichische Verteidiger, dann stagnierte seine Entwicklung. Nach seiner Rückkehr aus Salzburg ist er aber nun Fixpunkt in Innsbruck.  Gute Hände, kann unter Druck gute Lösungen finden, bringt sich gut in Offensive ein, körperlich jetzt stabil. Muss nur noch beherzigen, dass weniger auch mehr sein kann, ab und zu mit zu kompliziertem und risikoreichem Spiel.

 Christoph Duller (KAC, D, 1994)

Ist nach Jahren in Salzburg und Dornbirn in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Zeigte schon bei diesen Stationen punktuell auf, jetzt aber endlich Fixpunkt bei seinem neuen Team. Körperlich stark, gut in Zweikämpfen, wenig Arbeit in der Offensive, aber mit gutem Schuss. Muss an seiner Agilität und Mobilität noch arbeiten, gutes Positionsspiel hilft ihm aber. Einer der wenigen österreichischen Verteidiger mit Gardemaß.

 Johannes Bischofberger (KAC, RW, 1994)

War in den Nachwuchsnationalteams stets ein Offensivbringer. Verletzungen (Gehirnerschütterungen!) warfen ihn in Salzburg und Thurgau aber zurück. Spritziger und schneller Flügel mit guten Händen, guter Agilität und Quickness. Zeigt schnelle Reaktionen ums Tor herum. Muss aber stets an seinem Körper arbeiten, um so Mangel an Größe ausgleichen zu können.

 Christof Kromp (VSV, LW, 1997)

Rotzfrech, "Never-say-die-Attitude". Dauernd in Bewegung, kann sowohl passen als auch schießen. Scheibe am Stock macht ihn nicht langsamer, Entscheidungen in der Offensive fallen schnell aus. Scorerzahlen sollten sich von Saison zu Saison erhöhen. Unerschrocken, muss aber körperlich noch stärker werden, um etwas schneller zu werden und harte Checks einstecken zu können. Sollte ein sehr guter EBEL-Scorer werden.


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Bernd Freimüller

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