Linzer kämpfen Capitals in Kagran nieder

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Die Black Wings Linz schwimmen weiter auf der Erfolgswelle und gewannen das EBEL-Topspiel der 26. Runde bei den Vienna Capitals 4:3 (0:2, 2:0, 2:1).

Die Wiener dominierten den Start und gingen durch Milam (5./PP) und Dzieduszycki (12.) in Front. Der Tabellenführer erholte sich, Ulmer (23.) und Kozek (39.) glichen jeweils im Powerplay aus.

Ein Lawson-Eigentor, das Kozek zugeschrieben wurde, brachte die Wende (44.). DaSilva (47.) legte nach, Nödl verkürzte (56.) nur mehr.

Tor-Festival an Salzburg

Red Bull Salzburg ließ den Tabellenführer aber nicht ausreißen. Der Meister gewann in Klagenfurt 7:4 (1:2, 3:1, 3:1).

Im ersten Drittel war der KAC stärker, aber der schnelle Ausgleich nach Wiederbeginn kippte den Trend. Sterling, Duncan und Latusa netzten je doppelt für die Bullen, Jacques zweimal für die Rotjacken.

Der VSV holte mit einem 2:1 (1:0, 1:0, 0:1) über Innsbruck (2x Verlic) den nächsten Heimsieg.

Die Graz99ers feierten ein glanzloses 3:1 (1:0, 1:1, 1:0) über Ljubljana, Dornbirn besiegte Bozen 2:1 (0:0, 1:1, 1:0), Fehervar schlug Znojmo 3:1 (2:0,1:0,0:1).


LAOLA1 hat alle wichtigen Facts zur 26. EBEL-Runde:

Vienna Capitals - Black Wings Linz 3:4 (2:0, 0:2, 1:2)

Tore: Milam (5./PP), Dzieduszycki (12.), Nödl (56.) bzw. Ulmer (23./PP), Kozek (39./PP, 44.), DaSilva (47.)

Wien, 4.450 Zuschauer, Strafminuten: 10 bzw. 16.

 

Knapp, aber doch: Ein Mitgrund für die schlechte Tabellenposition der Capitals sind die vielen knappen Niederlagen, die die Wiener hinnehmen mussten. Das 3:4 gegen die Black Wings war in Runde 26 bereits die siebte Niederlage mit nur einem Tor Unterschied.

Keine gute Penaltykilling-Woche: Nachdem man beim 2:3 in Bozen alle Gegentore in Unterzahl hinnehmen musste, waren es heute zwei Powerplay-Buden, die den Capitals den Ausgleich einbrockten - obwohl es nicht zwingend danach aussah. Zwar sind die Linzer stärkstes Powerplay-Team der EBEL, aber die Caps statistisch eigentlich Nummer zwei in Sachen Penaltykilling. Umgekehrt ließ man unter anderem zwei Minuten Fünf-gegen-Drei-Überzahl liegen.

Das Schöne und das Biest: Das 2:0 von Matt Dzieduszycki war ein Tor der Kategorie "...des Monats". Von der Strafbank kommend ließ der Stürmer Robert Lukas aussteigen und bezwang Mike Ouzas mit einem unerwarteten Backhander unter die Latte. Das 3:2 für Linz war hingegen ein reiner Glückstreffer: Ein Querpass von Kozek ging in die Luft, an den Körper von Milam und via Lawson, der sich vergeblich mühte, über die Linie.

 

KAC - RB Salzburg 4:7 (2:1, 1:3, 1:3)

Tore: Manuel Geier (8.), Stefan Geier (8.), Jacques (33., 42.) bzw. Sterling (20., 58.), Duncan (21., 31.), Latusa (44., 59./EN), Rauchenwald (29.)

Klagenfurt, 4.027 Zuschauer, Strafminuten: 10 bzw. 12.

 

Das doppelte Lottchen: Manuel und Stefan Geier sind bekanntlich Zwillinge. Aber nicht nur beim Zeitpunkt ihres Eintritts auf diese Welt, der am 8. Jänner 1988 erfolgte, sondern auch bei der Spielminute ihrer heutigen Treffer waren sie sich einig. Nach acht Minuten krönten sie die starke Anfangsphase der Rotjacken.

Doppelt gemoppelt: Dass aller guten Dinge zwei sind, unterschrieben auch andere. Einen Matchwinner bei den Salzburgern auszumachen war schwierig, denn Brett Sterling, Ryan Duncan und Manuel Latusa brachten sich je zweimal aufs Board. Auf der Gegenseite gelang Jean-Francois Jacques das gleiche Kunststück.

Der Knackpunkt: Die ersten 20 Minuten gehörten ganz dem KAC, dennoch scorte Sterling Sekunden vor der Pausensirene. Denkt man sich die Pause weg, wurden damit wenige Augenblicke zum Momentum Shift, denn Duncan glich 46 Sekunden nach Wiederbeginn gegen den Spielverlauf aus.

 

VSV - HC Innsbruck 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)

Tore: Verlic (10./PP, 26.) bzw. Ross (46.)

Villach, 3.195 Zuschauer, Strafminuten: 6 bzw. 10.

 

Back in Blue: Florian Mühlstein (15 Spiele) und Ziga Pance (5) mussten zuletzt ein Weilchen verletzungsbedingt zusehen, gegen Innsbruck kamen sie ins Line-up zurück. Punkte waren ihnen beim kargen Scoring zwar nicht beschert, aber zumindest erlebten sie den Gegentreffer nicht am Eis. Pance blieb dazu bei drei Schüssen erfolglos.

Ausbeute verdoppelt: Der Mann des Abends lässt sich mit einem Blick auf das Scoring leicht ausmachen. Es waren die Saisontore drei und vier für Miha Verlic, er traf zuvor in Runde eins (gegen Dornbirn) und drei (gegen Bozen), daher musste er seit über zwei Monaten auf Wiederholung warten. Einen Auswärtstreffer hat er nach wie vor nicht zu Buche stehen.

Erster Profi-Assist: Im achten Auftritt auf EBEL-Eis konnte Christian Jennes seine erste Vorlage verzeichnen. Er bediente Matt Kelly, der den entscheidenden Pass zum 2:0 gab. Ein Tor hat der 18-Jährige schon geschossen, das 1:3 gegen die Capitals vor neun Tagen.

 

Dornbirner EC - HC Bozen 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

Tore: Häußle (27.), Livingston (45.) bzw. DiCasmirro (38.)

Dornbirn, 2.780 Zuschauer, Strafminuten: 8 bzw. 2.

 

Dornbirner Serien hielten: Die Bulldogs setzten ihren Erfolgslauf fort und punkteten zum neunten Mal in Folge, sechsmal davon wurde gewonnen. Die Vorarlberger lachen somit vom dritten Tabellenrang. Auch im direkten Duell mit den Südtirolern konnten die Dornbirner ihre Serie verlängern: Zum fünften Mal in Folge gewann der DEC ein Heimspiel gegen den HCB.

Disziplinierte Gäste: Bozen fasste im gesamten Spiel nur eine Strafe aus, und zwar für Luca Franza wegen Haltens. Die Disziplin der Gäste machte sich aber nicht bezahlt. Die Gastgeber mussten für insgesamt acht Minuten in die Kühlbox, doch Florian Hardy ließ mit 30 Saves nichts anbrennen.

Sechs-Punkte-Spiel: Beide Trainer betonten die Bedeutung der Partie im Vorfeld. Dank des Sieges im "Sechs-Punkte-Spiel" beträgt der Vorsprung der Bulldogs auf die siebtplatzierten Füchse nun neun Zähler. Bozen fehlt auf Platz sechs ein Punkt.

 

Graz99ers - Olimpija Ljubljana 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)

Tore: Fornataro (15.), Werner (21./PP), Poulsen (60./EN) bzw. Pesut (29.)

Graz, 1.510 Zuschauer, Strafminuten: je 10.

 

So geht Kellerderby: Wenige Tore, mäßige Leistungen beiderseits - ein Augenschmaus war das Duell Graz gegen Ljubljana wahrlich nicht. Zumindest blieben die 99ers mit diesem Sieg in tabellarischer Schlagdistanz zum VSV, vier Punkte fehlen auf Platz neun.

Ladehemmung pur: Mit seinem Treffer hat Ziga Pesut die Torausbeute der Slowenen in den letzten fünf Spielen verdoppelt. Nach dem 1:0 über Bozen gab es ein 0:10 in Linz, ein 0:2 in Wien und ein 0:1 daheim gegen den KAC. Dafür war die heutige Hütte eine umso schönere: Nach Rebound von Sebastian Dahm verwertete Pesut volley.

Auch hinten schwach: Das 1:0 ging auf die Kappe von Keeper Oliver Roy. Er spielte Matt Fornataro den Puck in eigener Überzahl direkt auf die Schaufel, der bedankte sich für das Geschenk.

 

Fehervar AV19 - HC Znojmo 3:1 (2:0, 1:0, 0:1)

Tore: Bodo (6./PP), Orban (16.), Sarpatki (35./PP) bzw. Yellow Horn (42.)

Fehervar, 3.186 Zuschauer, Strafminuten: 8 bzw. 10.

 

Chancen-Verwertung: Znojmo verzweifelte in Ungarn an der mangelnden Effizienz. Zoltan Hetenyi hielt hervorragend und ließ die Tschechen, die eine ganz klare Überlegenheit in Torschüssen nicht nutzen konnten, in den ersten beiden Dritteln vergeblich anrennen. Der Keeper der Ungarn verzeichnete laut Statistik sensationelle 47 Saves. Fehervar dagegen zeigte sich vor allem in den Powerplays kaltblütiger.

Tor-Premiere: Brance Orban erzielte seinen ersten EBEL-Treffer. Das Tor zum 2:0 aus kurzer Distanz nahm den Gästen den Wind aus den Segeln. Fehervar durfte im dritten Saisonduell mit Znojmo erstmals jubeln.

 

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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