Trotz Millionen-Spende: Aus für Freezers

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Die Hamburg Freezers haben keine Lizenz für die kommende DEL-Saison beantragt.

Trotz des großen Erfolgs bei einer bundesweiten Spendenaktion ließ Besitzer AEG die Frist zur Lizenzbeantragung verstreichen. Via Internet und bei Unternehmen sammelten Fans der Freezers rund 1,2 Millionen Euro. Alleine via "Crowdfunding" zahlten 3.319 Menschen 532.952 Euro ein.

Laut einigen Insidern ist dies die größte Summe, die in Deutschland je bei einer Internet-Spendenaktion gesammelt wurde.

Doch AEG ließ sich nicht umstimmen, die seit 2002 existierenden Freezers sind damit Geschichte. "Leider haben wir keinen strategischen Partner gefunden, der die Freezers übernimmt und AEG von der Aufgabe befreit hätte, zwei Teams in einer Liga zu betreiben. Die Resonanz des Crowdfundings und die finanzielle Unterstützung aus der Hamburger Wirtschaft waren wirklich erstaunlich."

2,5 Mio. Euro Minus pro Jahr

"Jedoch selbst mit dieser Unterstützung wäre das Team immer noch mit einer erheblichen Unterdeckung des Budgets in die nächste Saison gegangen, die wir allein hätten tragen müssen", ließ AEG-Europa-Präsident Tom Miserendino in einer Pressemitteilung verkünden.

Dazu sei AEG, auch Finanzier der Eisbären Berlin, nicht mehr bereit. Die Amerikaner mit ihrem weltumspannenden Unternehmen aus der Sport- und Unterhaltungsbranche und ihrem Milliarden-Umsatz wollten das Haushaltsloch bei den Freezers mit der Spende nicht mehr stopfen. Sie hätten es aber zumindest deutlich verringern und den Rettern einen einjährigen Aufschub bei der Käufer-Suche gewähren können.

Das wollten sie aber nicht. Rund 2,5 Millionen Euro soll das Defizit alljährlich betragen. Daran änderte auch der viertbeste Zuspruch in der DEL von 9.022 Zuschauern pro Heimspiel in der Barclaycard-Arena, die AEG ebenfalls besitzt, nichts.

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