Das ist die Salzburger CHL-Gruppe

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Die eishockeyfreie Zeit ist vorüber!

Einen Monat vor dem EBEL-Start (15.09) wird bereits in der Champions Hockey League (LIVE auf LAOLA1.tv) den Pucks hintergejagt. Die besten Teams Europas kämpfen um die Krone des europäischen Eishockey-Sports. Gesucht wird der Nachfolger von Fröunda HC.

Die Gruppenphase legt mit 48 Teams, eingeteilt in 16 3er-Gruppen, los.

Die EBEL stellt hierfür vier Vertreter: Meister EC Red Bull Salzburg, die Vienna Capitals, die Black Wings Linz und zum ersten Mal in der Vereingeschichte auch Orli Znojmo.

LAOLA1-Experte Bernd Freimüller nimmt die Gruppen der EBEL-Vertreter unter die Lupe:

Gruppe P – Red Bull Salzburg

HV71 Jönköping

Gibt es eine CHL-Regel, dass HV71 und Salzburg aufeinandertreffen müssen? Zum dritten Male hintereinander sind diese beiden Teams Gruppengegner. Die Bilanz ist dabei ausgeglichen: Vor zwei Jahren siegten die Salzburger zweimal (5:3, 3:1), letzte Saison drehten die Schweden mit 4:1 und 3:1 den Spieß um.

In der SHL lief's für HV71 weniger gut: Der neunte Platz nach dem Grunddurchgang bedeutete die Pre-Playoffs. Die wurden mit zwei klaren Siegen gegen Örebro zwar gut bewältigt, gegen das Powerhouse Skelleftea reichte es aber dann für keinen einzigen Erfolg mehr. Das bedeutete nach dem Meistertitel der Saison 09/10 bereits die sechste Viertelfinalniederlage en suite.

Der Turnover im darauffolgenden Sommer war auch ein großer: Mit Chris Campoli und Ryan O'Byrne trennte man sich von zwei Legionärs-Defendern, auch der 41-jährige Jere Karalahti gehört nicht mehr zur blauen Linie, das gleiche gilt für die Defenderkollegen Emil Johansson, Axel Eidstedt und Simon Karlsson. Im Tor ging Erik Ersberg in die Rente und ist nun Part-Time-Goaliecoach der Vienna Capitals.

Der Umbau des Teams fand also in der Defensive statt. Im Tor soll der 19-jährige Linus Söderström (von Vita Hästen gekommen) Stammtorhüter Fredrik Pettersson Wentzel entlasten oder sogar verdrängen. Die New York Islanders, die Söderström vor zwei Jahren drafteten, hoffen natürlich auf zahlreiche Einsätze.

Der baumlange Defensivverteidiger Christoffer Persson (Frölunda) soll seine Größe einbringen, während der Amerikaner Dylan Reese mehr für das spielerische Element zuständig sein soll. Reese, der heuer auch in Salzburg im Gespräch war, kam nach einem Achillessehnenriss allerdings erst in der Endphase der letzten Saison zum Einsatz.

EC Red Bull Salzburg vs Sheffield Steelers, Samstag 19:30 Uhr, LIVE auf LAOLA1.tv

Der kleingewachsene Adam Almqvist kehrte letzte Saison nach AHL- und KHL-Jahren wieder zurück, gilt ebenso als guter Skater mit Größennachteilen wie Kristoffer Berglund und Lawrence Pilut, ein US-schwedischer Doppelstaatsbürger. Eine interessante Personalie: Jacob Cederholm gelang sein Draftjahr nicht nach Wunsch, die Winnipeg Jets zogen ihn trotzdem und hoffen natürlich auf viel Eiszeit für den 18-Jährigen.

Die Offensive blieb gegenüber der Vorsaison unverändert und weist einige bekannte Namen auf: Speedster Mattias Tedenby, Sniper und Ex-KAC-Legionär Pär Arlbrandt, der in seine neunte SHL-Saison gehende Chris Abbott (Zwillingsbruder Cam musste seine Karriere beenden) sowie der schlaksige Kapitän Ted Brithen, letzte Saison aber lange verletzt. Martin Thörnberg gehört schon seit Jahren zu den schnellsten Flügeln der Liga.

HV71 – der Name basiert auf einer Fusion im Jahre 1971 – ist natürlich der Gruppenfavorit. An guten Tagen können die Roten Bullen aber sicherlich mithalten…



Sheffield Steelers

Endlich einmal ein etwas exotischerer CHL-Gegner für einen österreichischen Klub nach der jahrelangen schwedischen und finnischen Kost. Mit den Sheffield Steelers kommt der englische Meister in die Mozartstadt, wobei man in der EIHL unter „Meister“ etwas anderes versteht als in sämtlichen anderen Ligen der Welt. Mit dem Gewinn der Regular Season stand Sheffield schon als Titelträger fest. In den Playoffs, die in einem schnell durchgepeitschen Turnier nach der Saison durchgeführt werden, verabschiedeten sich die Steelers in der eigenen Halle schon im Viertelfinale.

Nach fünf EIHL-Meistertiteln – zwei davon in den letzten beiden Jahren – sind die Steelers im britischen Eishockey das meist geliebte und gehasste Team. Nicht nur durch die 9000 Fans fassende Arena – vor allem an Wochenenden und in den Spielen gegen den Lokalrivalen aus Nottingham gut gefüllt – verfügt Sheffield über das höchste Budget der Liga und kann sich Spieler leisten, von denen andere Teams nur träumen können. Coach Paul Thompson, der fünf Meistertitel in seinem Lebenslauf aufweist, kann sowohl im einheimischen als auch im Legionärsbereich aus dem Vollen schöpfen. Center Rob Dowd und Verteidiger Ben O'Connor gelten als britische Elite, insgesamt stehen acht in Großbritannien geborene Cracks im 23-Mann-Kader.

EC Red Bull Salzburg vs Sheffield Steelers, Samstag 19:30 Uhr, LIVE auf LAOLA1.tv

Bekannte Namen unter den Imports: Colton Fretter, einst in Klagenfurt durchaus torgefährlich. Guillaume Desbiens, der großgewachsene Ex-Dornbirner. Andreas Valdix, der nach einer sehr schwachen Saison in Innsbruck heuer nach Sheffield wechselte. Mike Ratchuk, der zu Zeiten in Ljubljana spielte, als das Team noch konkurrenzfähig war. Star des Teams ist jedoch Highscorer Mathieu Roy, ehemals Kapitän der Florida Everblades unter dem jetzigen Salzburg-Coach Greg Poss.

Aufzupassen gilt es auch auf Zack Fitzgerald: Der amerikanische Defender gilt als härtester Spieler der Liga, seine Strafminuten - 574 Minuten in 110 EIHL-Spielen – weisen auf zumindest einen Faustkampf pro Spiel hin. Salzburg, das keinen designierten Fighter im Kader aufweist, tut gut daran, ihn links liegenzulassen.

Die Steelers sind natürlich der große Außenseiter, aber auch wie die ganze EIHL nicht zu unterschätzen. Alles andere als ein Brexit nach der Gruppenphase würde aber überraschen…

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