ÖSV hofft auf Stockerlplatz in Hochfilzen

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Von Freitag bis Sonntag steigt für die österreichischen Biathleten mit dem heimischen Weltcup in Hochfilzen der erste Saison-Höhepunkt.

"Das Podest ist jederzeit drinnen, wenn alles passt", glaubt ÖSV-Spartenchef Markus Gandler gegenüber der "APA" an den ersten Stockerlplatz seit fünf Jahren. In Schweden war Simon Eder auf Rang sieben bester ÖSV-Athlet.

Lisa Hauser, die in Östersund mit Rang 8 überzeugte, hat derzeit mit einer Verkühlung zu kämpfen und muss das Mittwochs-Training auslassen.

"Landi" noch nicht in Topform

"Es ist was da, aber es ist auch noch Luft nach oben", beurteilt Gandler den Gesamtzustanzustand seiner Truppe, aus welcher Dominik Landertinger mit Rang 8 sowie Sven Grossegger mit einem elften Platz ebenfalls positiv hervorstachen.

Lokalmatador Landertinger sei aufgrund seiner Trainingsumstellung - die weniger hartes und mehr Grundlagentraining vorgesehen hat - verständlicherweise noch nicht ganz in Topform. Er liefere aber bereits wieder Topschlussrunden ab. Landertinger selbst wähnt sich auch in Hochfilzen noch nicht bei 100 Prozent. "Aber die Formkurve zeigt nach oben. Läuferisch muss ich natürlich noch schneller werden, aber das kommt mit den Rennen", so der Olympia-Zweite.

Ungeachtet dessen freue er sich extrem auf die Auftritte in seiner Heimarena, die nach einigen Umbauten schon fast WM-fertig ist. "Es gibt nichts Schöneres, als vor eigenem Publikum zu laufen", sagt der Weltmeister von 2009. Im Vorjahr war Landertinger als Sprint-Vierter erneut nur sehr knapp am heiß ersehnten Podestplatz vorbeigeschrammt.

Von Fourcade beeindruckt

Den bis dato letzten hat 2010 als Zweiter der Verfolgung Eder geschafft. Der Salzburger ist wegen seiner teils sehr guten Auftritte in Östersund positiv gestimmt. "Die Vorfreude ist sehr groß. Wenn die Form stimmt, dann gibt es nichts Schöneres als einen Heimweltcup", meinte Eder und nannte die Bewerbe im Pillerseetal als Hauptsaisonziel neben den Weltmeisterschaften im März.

Die Titelkämpfe in Oslo haben natürlich auch die Topstars besonders im Fokus. Der norwegische Altmeister Ole Einar Björndalen hat aber auch für ihn unerwartet schon exzellente Frühform bewiesen und das Auftakt-Einzel in Östersund gewonnen. Martin Fourcade war danach in Sprint und Verfolgung trotz mäßiger Trefferquote und dank überragender Laufleistung unschlagbar.

Sollte der Franzose seine Laufform konservieren, wird ihm sein nächster Weltcupgesamtsieg wohl kaum zu nehmen sein. "Er scheint derzeit alleine auf weiter Flur zu sein. Die Meute ist im Sprint 45 bis 50 Sekunden weg", zeigt sich Gandler von der Verfassung des Franzosen beeindruckt. Dahinter fehle seinen Athleten aber nicht viel auf den Rest der Besten.

Augenmerk auf die Staffel

Die ÖSV-Herren wollen zudem im ersten Teambewerb der Saison am Sonntag das längst fällige Erfolgserlebnis. Ein Top-3-Ergebnis in Hochfilzen ist ihnen zuletzt dreimal in Folge als unglückliche Vierte nur knapp verwehrt geblieben. Wie im Einzel ist der letzte Podestrang auch in der Staffel schon fünf Jahre her.

Dass es am Wochenende endlich wieder klappen könnte, hofft auch ÖSV-Cheftrainer Reinhard Gösweiner. "Durch die ersten Wettkämpfe sind wir sicher stabiler geworden. Das haben unsere Athleten gebraucht. In Hochfilzen wollen wir einen weiteren Schritt nach vorne machen."

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