Heim-WM 2017: "Könnten schon heute beginnen"

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Der Countdown tickt.

Im Rahmen der Biathlon-WM in Oslo hat sich das Organisationskomitee für die Titelkämpfe in Hochfilzen vorgestellt und die umfassenden Änderungen im Biathlon-Zentrum im Pillerseetal präsentiert.

„Wir könnten schon heute beginnen“, versprechen die Verantwortlichen unisono und schüren die Vorfreude auf die Wettkämpfe im kommenden Jahr.

Um sich als würdiger Gastgeber zu erweisen, wurden weder Kosten, noch Mühen gescheut, um den höchsten Standards der Internationalen Biathlon Union (IBU) zu genügen.

22 Millionen Euro an Investitionen

Insgesamt werden rund 22 Millionen Euro in die WM 2017 investiert, wobei klar festgehalten werden muss, dass sich das Volumen nicht allein auf den Spitzensport erstreckt, sondern in etwa Pari auf Biathlon und Bundesheer aufteilt. Zum Vergleich: Laut Rechnungshof wurden 414 Millionen in die Alpin-WM 2013 in Schladming gesteckt, davon 246 Millionen aus öffentlicher Hand.

„Fünf Millionen steuert das Land Tirol bei, fünf werden vom Ministerium zugeschossen, für den Rest zeichnet das Heer verantwortlich“, wie OK-Chef Franz Berger gegenüber LAOLA1 erklärt.

Der 60-Jährige, der jahrelang als Renndirektor im Weltcup tätig war, erhofft sich einen regelrechten Zuschaueransturm.

„150.000 Zuschauer sollen zwischen 8. und 19. Februar zu uns kommen“, lautet die Vorgabe. Es ist ein sehr ambitioniertes, aber machbares Ziel.

Pro Wettkampftag können bis zu 18.500 Zuschauer dem Spektakel vor Ort beiwohnen, wobei 10.500 auf Tribünen Platz finden und 8.000 weitere entlang der Strecke Dominik Landertinger, Lisa Hauser und Co. anfeuern sollen.

ÖSV- und DSV-Abschneiden entscheidend

Wichtig sei vor allem der Erfolg der österreichischen und deutschen Mannschaften im Vorfeld. „Je besser sie sind, desto mehr Leute werden kommen“, ist sich Berger bewusst, dass viele Fans mit Medaillenhoffnungen nach Tirol reisen.

Hochfilzen besticht aber auch so mit einer ausgezeichneten Lage, da auch Fans aus Südtirol (Wierer), der Schweiz (Wiestner, Gasparin), Tschechien (Soukalova) oder Slowenien (Fak) nicht allzu weit zu reisen hätten.

Hinzu kommen rund 5.000 Biathlon-Begeisterte aus Norwegen, die die Veranstalter der diesjährigen WM versprechen.

Überschneidung mit der Alpin-WM in St. Moritz

Einen kleinen Wermutstropfen stellt der Termin da, der sich mit der Alpinen Ski-WM in St. Moritz (SUI) überschneidet.

Berger sieht diesbezüglich kein Problem und geht davon aus, dass sich die beiden Sportarten nicht gegenseitig im Weg stehen werden. Es ist dennoch zu befürchten, dass durch die geballte Ladung an Wintersport-Titelkämpfen beide Gastgeber zu einem gewissen Teil (Biathlon in Österreich, Ski alpin in der Schweiz) darunter leiden müssen.

Genaue Zahlen sind zwar noch nicht festgelegt, aber Berger lässt schon jetzt durchblicken, dass die Bewerbe in Hochfilzen für jedermann leistbar sein sollen. So wird man für rund 18 Euro bereits Weltklasse-Sport erleben können, für Hardcore-Fans gibt es auch Abos für die beiden Blöcke oder die gesamte WM.

Angst vor einem Schneeband herrscht keine

Eine Sorge vieler Fans teilt „Mr. Hochfilzen“ übrigens nicht - die Angst vor einer Wiederholung des diesjährigen Schneebandes.

Aufgrund der frühlingshaften Temperaturen war es eine logistische Meisterleistung, dass der Weltcup im Dezember durchgeführt werden konnte. Optisch ließ das weiße Band jedoch zu wünschen übrig.

„Das wird sicher nicht nochmal passieren. Im Februar 2017 werden wir eher zu viel Schnee haben“, kündigt Berger an und verspricht ein Volksfest, auf das sich die Fans freuen können.

Aus Oslo berichtet Christoph Nister

 

Hier ein kleiner Appetizer darauf, was im kommenden Jahr auf uns zukommt:

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