Thiem hat vor Paris schon das Jahr 2015 egalisiert

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Dominic Thiem kann noch vor seinem ersten Auftritt bei den French Open gegen den Spanier Inigo Cervantes (Dienstag) positive Bilanz ziehen. Der 22-Jährige kommt nicht nur als frisch gebackener Turniersieger (Nizza) nach Paris, sondern hat heuer bereits so viele Siege eingefahren wie das ganze Jahr 2015.

Der Niederösterreicher hält bei 36:10-Siegen und nur einen Erfolg weniger auf seinem Konto, als der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic.

Keine Probleme mit Schulter

Österreichs Nummer eins ist noch Samstagabend von Nizza nach Paris gereist. "Ich werde versuchen, die gute Form zu halten", versprach Thiem noch vor der Abreise und angesprochen auf eine Behandlungspause an der Schulter gab er Entwarnung.

"Das ist nichts Ernstes, aber die Schulter ist vielleicht ein bisschen müde. Ich habe heuer schon viele Matches gespielt. Aber ich glaube, es ist ein bisschen auch von den Dunlopbällen letzte Woche." In Paris werde es in Ordnung sein. Thiem musste am Sonntag lange auf sein erstes Training in Roland Garros warten, Regen ließ seine für 15.00 Uhr geplante Session vorerst nicht zu.

Bresnik bremst Erwartungshaltung 

Sein Coach Günter Bresnik bemühte sich aber am Sonntag, eine zu hohe Erwartungshaltung der Thiem-Fans zu vermeiden. "Es ist ja schon seit Mexiko bekannt, dass er eine super Saison hat. Die Frage ist halt immer, was sich die Leute von ihm erwarten. Ich habe immer gesagt, wenn er am Jahresende erste 20 steht, bin ich heilfroh. Daran hat sich nichts geändert", stellte Bresnik in der Players Lounge am Center Court klar.

 Zudem stünden inklusive der French Open noch drei Grand-Slam-Turniere aus. "Und eines hat er nicht überragend gespielt, muss man sagen. Und Dominic hat auch bei den 1000ern nicht so gut gespielt, wenn man das mit einem Goffin oder einem Raonic vergleicht. Das sind Leute, die seine Konkurrenten sein sollten."

Nicht Thiem, sondern Nick Kyrgios ist für Bresnik der Favorit von den Jungen auf einen baldigen Platz in den Top Ten. Vor allem, weil der Australier mit der Rasensaison noch seinen besten Belag vor sich habe. "Dem traue ich zu, wie er spielt, dass er jederzeit heuer auch Wimbledon gewinnen könnte."

Step by step

Bresnik sieht Thiem als jemand, der sich langsam, aber stetig verbessert. "Für ihn ist wichtig, dass er sich zwischen Platz 11 und 20 festsetzt und dort in dieser Lauerposition ist."

Von einem, auch aufgrund der Setzung möglichen Achtelfinale in Roland Garros will Bresnik nichts hören. "Da bin so langweilig wie alle anderen. Das erste Ziel muss einmal sein, dass er die erste Runde übersteht. Wenn er die nicht übersteht, braucht er sich nicht über den Rest den Kopf zu zerbrechen. Der wichtigste Schritt ist am Dienstag gegen Cervantes, das ist kein leichtes Match."

Und auch wenn Thiem in diesem Jahr fast durchwegs gegen jene Spieler gewonnen hat, die im Ranking hinter ihm stehen: eine Selbstverständlichkeit ist das nicht, so Bresnik. "Das sind Sachen, die ich nicht mehr hören kann. Dann dürften die Nummern eins und zwei gegen niemand mehr verlieren. Dominic hat heuer kaum gegen Leute hinter sich verloren, aber er spielt die Leute auch nicht ganz trocken weg wie ein Djokovic. Davon ist er weit entfernt."

Bilanz überrascht Bresnik

Jedenfalls hat Thiem in Nizza äußerst intensiv trainiert, vor allem von Sonntag bis Dienstag und auch nach jedem Match noch eine Stunde geübt. Wegen der Schulter macht sich Bresnik keine Sorgen. "Wenn einer einen Satz 6:0 gewinnen kann, ist der Schmerz in der Schulter nicht so ernst zu nehmen."

Die bisherige Bilanz von 36 Saison-Siegen freut Bresnik, die so nicht zu erwarten war. "Da bin ich überrascht, ja." Aber zugetraut hat er es Thiem schon - und auch die Vorgabe, auf europäischem Sand 15 Matches zu spielen, hat Thiem mit 16 Spielen erfüllt. "Er ist genau im Plansoll, da kann man nichts bekritteln."

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