"Hätte leicht in falsche Richtung laufen können"

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Dominic Thiem ist am Donnerstag als dritter Österreicher nach Thomas Muster und Jürgen Melzer in das Einzel-Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers eingezogen.

Der 22-jährige Niederösterreicher äußerte sich danach bei einer Pressekonferenz über seine Gefühlslage, seinen Fokus und auch darüber, dass er schon fast nicht mehr an den Viertelfinalsieg über David Goffin geglaubt hätte.

Frage: Sie stehen unter den letzten vier in Roland Garros. Haben Sie das schon realisiert?

Dominic Thiem: "Nein, das ist natürlich unfassbar, ganz klar. Aber ich bin zum Glück noch immer im Turniermodus und darüber nachdenken werde ich erst, wenn das Ganze vorbei ist - in Stuttgart nächste Woche."

 

Frage: Als Sie ihren Matchball verwandelt haben, war der Jubel gar nicht so groß wie man es vermuten würde. Waren Sie denn da in so einem 'Tunnel' der Konzentration?

Thiem: "Ich bin nicht der Typ, der groß feiert. Wenn dann erst am Ende von einem Turnier lasse ich mich hinfallen. Ich bin richtig glücklich, aber es geht morgen weiter und ich will jetzt gar nicht so viel Energie und Konzentration verschwenden."

Frage: Im zweiten Satz lagen Sie schon 3:5 zurück, dann hatten Sie im Tiebreak einen Satzball gegen sich. Was haben Sie da gedacht?

Thiem: "Ich habe, ehrlich gesagt, nicht mehr wirklich daran geglaubt im zweiten Satz, weil mir irgendwie die Optionen ausgegangen sind. Er hat wirklich richtig gut gespielt und dann habe ich begonnen ein bisschen mehr zu riskieren. Der Satzball war ein Wahnsinn, da war ich schon sehr in der Defensive und ich habe einen Mondball gespielt. Das hätte auch sehr leicht in die falsche Richtung laufen können. Mit 0:2-Sätzen denke ich nicht, dass ich das heute noch gemacht hätte. Das Level ist extrem hoch, da braucht man definitiv in der Phase von so einem Turnier auch das Quäntchen Glück. Es ist wirklich grässlich gegen ihn zu spielen."

 

Frage: Waren die Bedingungen heute besonders kräfteraubend?

Thiem: "Die ersten beiden Sätze haben uns beiden extrem viel Energie gekostet, konzentrationsmäßig und körperlich, weil es noch ein bisschen tougher ist bei den Bedingungen."

Frage: Jetzt sind Sie derjenige, der morgen den Karriere-Grand-Slam des Novak Djokovic weiter verzögern kann. Trauen Sie sich den Sieg so richtig zu?

Thiem: "Na ja, also ich werde einfach nicht zu viel über alles nachdenken, was passieren kann. Ich bin sehr gut zurechtgekommen damit, dass ich in jede Partie reingehe, ohne großartig über irgendwas nachzudenken. Ich werde um jeden Ball kämpfen und sehen, was passiert."

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Frage: Sie stehen vor dem Einzug ins Endspiel von Roland Garros, ausgerechnet gegen Novak Djokovic. Sind Sie wirklich so cool?

Thiem: "Es ist sicher die höchste Hürde, die warten kann. Ich gehe sicher nicht ins Match und sage, ich habe eh schon verloren."

Frage: Haben Sie schon auf Ihr Handy geschaut?

Thiem: "Ich habe zwei Handys, das eine, wo jeder meine Nummer hat, habe ich noch nicht angeschaut. Das werde ich erst, wenn ich ausgeschieden bin, anschauen. Und beim anderen haben eh nur die die Nummer, wo es okay für mich ist, von dem her bleibt es überschaubar."

Frage: Kommt Ihr Vater oder Ihre Mutter nach Paris?

Thiem: "Mein Vater kommt nicht, meine Mama auch nicht." - Coach Günter Bresnik wirft aber ein: "Die Mama kommt" - Thiem: "Kommt? Zu mir hat sie gesagt, sie hat ein besseres Gefühl vor dem Fernseher."

Frage: Sie haben in diesem Jahr, obwohl es das gleiche Resultat wie im ersten Match war, in Miami Novak Djokovic im zweiten Spiel schon weit mehr fordern können.

Thiem: "Auf jeden Fall. Die Entwicklung vom Duell in Shanghai und jenem in diesem Jahr war natürlich sehr positiv. Aber morgen ist etwas ganz anderes, best of five, Sand, mal schauen wie morgen die Bedingungen sein werden, also mit Miami hat das nicht viel zu tun."

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