ÖTV-Team ist in Portugal optimistisch

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Eine zuversichtliche Stimmung herrscht im österreichischen Davis-Cup-Team vor dem am Freitag in Guimaraes beginnenden Länderkampf gegen Portugal.

Dank Shooting-Star Dominic Thiem geht die Mannschaft von Kapitän Stefan Koubek auf dem Papier sogar als Favorit ins Rennen.

Der Weltranglisten-14. und frischgebackene Turnier-Sieger von Acapulco ist in beiden Einzel-Partien Fixstarter und soll im Idealfall auch im Doppel an der Seite von Spezialist Alexander Peya zum Einsatz kommen.

Gegen Bresnik-Wunsch

Thiem hat sich gegen den Wunsch seines Coaches Günter Bresnik, der seinen Schützling lieber in den USA auf die Masters-1000-Turniere in Indian Wells und Miami vorbereitet hätte, für den Trip nach Guimaraes entschieden.

Doch den 22-jährigen Niederösterreicher wurmt seine negative Davis-Cup-Bilanz: In zwei Länderkämpfen gab es drei Einzel- und eine Doppel-Niederlage. "Ich ärgere mich, dass ich bis jetzt eine 0:4-Bilanz habe, und die möchte ich in Portugal auf jeden Fall ausmerzen. Ich werde versuchen, dass ich genauso weiterspiele wie in den letzten drei Wochen", hofft Thiem auf die Fortsetzung seines Laufs in Lateinamerika.

Gerald Melzer als zweiter Einzel-Starter

Als zweiter Einzelspieler ist in diesem Erstrundentreffen der Europa-Afrika-Zone I erstmals fix Gerald Melzer von Beginn an dabei. Der jüngere Bruder von Jürgen hatte sich im Vorjahr in Schweden Davis-Cup-Lorbeeren verdient, als er beim Stand von 2:2 den entscheidenden dritten Punkt geholt hatte.

"Es ist eine total neue Situation, auch aufgrund dessen, dass Jürgen und Andy verletzt sind. Es ist eine große Ehre. Ich freue mich sehr auf das Wochenende, wir verstehen uns alle gut", sagte Gerald Melzer, der in diesem Jahr schon drei Challenger-Turniersiege gefeiert hat und in diesem Jahr die Top 100 knacken möchte.

 

Sein erstes Match bestreitet er am Freitag als Nummer-zwei-Spieler gegen die portugiesische Nummer eins, Joao Sousa, gegen den Gerald Melzer noch nie zuvor gespielt hat. Und gegen deren Nummer zwei, Gastao Elias, hat der Niederösterreicher die bisher einzige Begegnung verloren. "Da habe ich im dritten Satz verloren, er ist ein brandgefährlicher Spieler. Ich glaube, dass der schlechter platziert ist, als er wirklich spielt, weil er sehr unkonstant spielt", erklärte Melzer.

Thiem will Gegner nicht unterschätzen

Auch Thiem weiß, dass er Elias, gegen den er am Freitag seinen ersten Einsatz haben wird, nicht unterschätzen darf. Immerhin hatte Elias gegen Thiem in der zweiten Buenos-Aires-Runde einen Matchball. "Gegen Elias wird es in der Halle auf Hartplatz sicher ganz anders werden als draußen auf Sand, und Sousa ist ein Weltklassemann", lautet die Einschätzung des Lichtenwörthers.

Für Thiem wird wohl wesentlich sein, dass er bis Freitag den Jetlag so gut wie möglich wegsteckt.

"Er wird es spüren, aber der Domi ist jung, gut drauf, da tut das alles nicht ganz so weh", glaubt Kapitän Koubek, der im bisher letzten Aufeinandertreffen mit Portugal 1999 in Wels selbst noch als Spieler zwei Punkte zum damaligen 4:1 beigesteuert hatte. Einer seiner Gegner von damals, Nuno Marques, ist 17 Jahre später wieder sein Counterpart - als Davis-Cup-Kapitän der Gastgeber.

Koubek ist sich bewusst, dass für das große Ziel - erstmalige Rückkehr in die Weltgruppe seit 2013 - in diesem Jahr sogar drei Siege nötig wären. Österreich ist ungesetzt, müsste daher auch Mitte Juli in der Ukraine sowie Mitte September im Weltgruppen-Play-off reüssieren.

Peya soll Thiem führen

Mit von der Partie im Norden Portugals sind auch "Team-Baby" Dennis Novak, einer der besten Freunde Thiems und auch eine Zukunftshoffnung im ÖTV, sowie Doppelspezialist Alexander Peya. Peya/Thiem werden bei plangemäßem Verlauf am Samstag das Doppel bilden. "Wenn ich mit ihm spiele, richte ich mich nach ihm, weil er der viel bessere Doppelspieler ist. Er wird mich gut führen", will sich Thiem ganz dem 35-jährigen Wiener unterordnen.

Thiem versprach jedenfalls nach seiner Rückkehr aus Mexiko, mit voller Motivation in diesen Länderkampf zu gehen. "Ich werde alles dafür tun, dass wir diesen Davis Cup gewinnen", sagte Thiem am Montagabend in Wien.

Und auch wenn er seine 0:4-Bilanz am liebsten auf 3:4 verbessern würde, so hat der Teamgedanke für Thiem Vorrang: "Das Wichtigste ist, dass das Team gewinnt." Wie ernst es Thiem damit ist, bewies er auch am Dienstag, als er sich beim Friseur "AUT" für Österreich in die Frisur rasieren ließ (zu sehen auf seinem Instagram-Account).

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Ein von Dominic Thiem (@domithiem) gepostetes Foto am

Davis Cup: Wie endet Portugal-Österreich?

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang»
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