ÖTV-Team spielt gegen Portugal auf Hartplatz

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Portugal empfängt Österreichs Tennis-Herren im Davis Cup in Guimaraes. Die Gastgeber haben sich für die Geburtsstadt ihres Topspielers Joao Sousa (ATP-Nr. 33) entschieden. Gespielt wird Indoor auf Hartplatz.

Österreich geht mit einer 3:0-Bilanz in das Duell.

Die erste Runde der Europa-Afrika-Zone I ist für 4. bis 6. März angesetzt. Bei einem Sieg würde das Team von Kapitän Stefan Koubek auf die Ukraine treffen und bei einem weiteren Erfolg im September um den Aufstieg in die Weltgruppe spielen.

Sousa einziger Top-100-Spieler

Der derzeit beste portugiesische Tennisspieler ist Joao Sousa, er ist als Nummer 33 der ATP-Weltrangliste der Einzige seines Landes unter den Top 100. Der 26-Jährige hat zwei ATP-Turniere gewonnen, 2013 in Kuala Lumpur sowie 2015 in Valencia, jeweils auf Hardcourt.

Gegen Dominic Thiem verlor Sousa im Vorjahr das Auftaktmatch in Marseille und das Endspiel in Umag. Im Semifinale von St. Petersburg hatte wiederum der Portugiese das bessere Ende für sich. Mit Andreas Haider-Maurer gab es auf der ATP-Tour noch kein Kräftemessen.

Melzer-Ausfall schmerzt Koubek

Sousa ist in Guimarães aufgewachsen, 2012 war der Ort Europas Kulturhauptstadt. Austragungsstätte des Davis-Cup-Duells ist der 2000 Personen fassende Sportkomplex Pavilhão Vitória Sport Clube. Gespielt wird indoor auf Greenset, ein Belag, der Sousa entgegenkommt, aber auch allen Akteuren als Vorbereitung auf das anschließende Turnier in Indian Wells dienen kann.

Neben der Tatsache, dass Kapitän Stefan Koubek lieber ein Heimspiel gehabt hätte, schmerzt den Kärntner die verletzungsbedingte Abwesenheit von Rekordspieler Jürgen Melzer.

„Das ist immens schade, weil Jürgen für sein Land immer zur Verfügung gestanden ist und sich voll reingehaut hat. Jetzt müssen es die anderen richten.“ Koubek hofft, dass er mit dem stärksten Team anreisen kann. „Bis jetzt gibt es keine definitive Absage. Mit Günter Bresnik hat der ÖTV eine gute Gesprächsbasis gefunden“, sagt Koubek, der nach Portugal fliegt, um zu gewinnen.

Aufstellungs-Spekulationen

„Das wollen wir immer, das soll nicht hochnäsig klingen. Sousa kann zwar jeden schlagen, er ist auch gut im Doppel. Aber den dritten Punkt müssen die Portugiesen erst einmal machen.“ Den haben die Schweden vor einem Jahr gegen Österreich nicht gemacht. „Auch dort gab es nur einen starken Spieler, und wir haben uns dank einer kämpferisch extrem starken Leistung durchgesetzt.“


Ob Koubek zwei Einzel- und zwei Doppelspieler bzw. drei Einzel- und einen Doppelspieler nominieren wird, lässt sich der 39-Jährige offen. „Ich habe mit Thiem, Haider-Maurer, Gerald Melzer, Peya und Knowle gesprochen. Viel hängt von der Fitness der Einzelspieler ab, wie ich mich entscheiden werde.“

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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