Murray führt Briten zum Davis-Cup-Sieg

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Nach 79 Jahren heißt der Sieger im Tennis Davis Cup wieder Großbritannien.

Die Briten liegen im Endspiel in Gent gegen Belgien durch ein 6:3, 7:5 und 6:3 von Andy Murray über David Goffin vor dem abschließenden Einzel uneinholbar mit 3:1 in Führung.

Es ist der insgesamt zehnte Titel für UK, nur die USA (32) und Australien (28) haben mehr auf dem Konto. Murray zeichnet mit zwei Einzelsiegen und dem Doppel-Erfolg mit Bruder Jamie für alle drei Final-Punkte verantwortlich.

Nach Sieg im Doppel auf der Siegerstraße
 
Am Freitag hielten die Belgier das Geschehen noch offen. Trotz starker Leistung von Kyle Edmund brachte Goffin den ersten Punkt für die Belgier in trockene Tücher.
 
Nach einem klaren Dreisatzsieg von Andy Murray gegen Ruben Bemelmans ging es mit einem 1:1 in den zweiten Turniertag.
 
Wie schon vor dem Duell prophezeit fiel die Vorentscheidung im samstägigen Doppel.
 
In diesem behielten die Murray-Brüder in einem Viersatz-Schlagabtausch gegen Steve Darcis und Goffin die Oberhand und gingen mit einem komfortablen 3:1-Vorsprung in den Entscheidungstag.
 
Andy Murray als Nachfolger von Fred Perry
 
Mit seinem zweiten Einzelsieg machte Andy Murray gegen Goffin schlussendlich alles klar.
 
1936 hießen die Helden noch Henry Austin, Pat Hughes, Fred Perry und Raymond Tuckey unter Kapitän Herbert Barrett.
 
Eine neue Generation schreibt 79 Jahre später Geschichte und führt die Briten nach vielen Jahrzehnten aus der Krise.
 
Angeführt vom überragenden Leader Andy Murray dürfen sich auch Kyle Edmund, Bruder Jamie Murray und Dominic Inglot unter Kapitön Leon Smith als Sieger bezeichnen.

"Mission erfüllt"

Der 28-jährige A. Murray hat damit all seine elf Davis-Cup-Matches in diesem Jahr gewonnen.

"Mission erfüllt", twitterte Murrays Mutter Judy voller Stolz und Österreichs Doppel-Star Julian Knowle brachte es mit seinem Tweet auf den Punkt: "Olympia-Gold zu Hause gewonnen, Wimbledon gewonnen und den Davis Cup gewonnen - besser geht es nicht. Was für eine unglaubliche Leistung."

Murray beendete eine 79-jährige Durststrecke für die Briten, die sich in den vergangenen fünf Jahren von fast ganz unten in dem Traditionsbewerb zurück in die Weltgruppe spielten und nun ganz oben stehen.

"Es war ein paar unglaubliche Jahre", freute sich ein sehr emotionaler Andy Murray, nachdem er mit einem Lob den insgesamt zehnten Davis-Cup-Titel für Großbritannien geholt hatte.

Briten mit Party, Belgier müssen warten

"Ich kann nicht glauben, dass wir es geschafft haben, habe nie gedacht, dass wir es schaffen würden. Ich spiele mein bestes Tennis, wenn ich für meine Heimat spiele. Ich denke, wir werden heute Abend eine Party haben", erklärte Murray, der von rund 4.000 britischen Fans der insgesamt 13.000 gefeiert wurde.

Murray ist wahrlich ein Davis-Cup-Spezialist, hat er doch von seinen jüngsten 28 Davis-Cup-Einzel 27 gewonnen.

Die Belgier, die zuvor erst einmal und zwar 1904 im Endspiel gestanden waren und damals den Britischen Inseln mit 0:5 unterlegen waren, müssen weiter auf ihren ersten Davis-Cup-Titel überhaupt warten.

Davis Cup - Finale in Gent (Flanders Expo-Halle, Sand):

BELGIEN - GROßBRITANNIEN Zwischenstand 1:3

Freitag:

David Goffin - Kyle Edmund 3:6,1:6,6:2,6:1,6:0
Ruben Bemelmans - Andy Murray 3:6,2:6,5:7

Samstag:

Steve Darcis/David Goffin - Andy Murray/Jamie Murray 4:6,6:4,3:6,2:6

Sonntag:

Goffin - A. Murray 3:6,5:7,3:6

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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