Starker Thiem verlangt Djokovic alles ab

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Bittere Niederlage für Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem! Der an Nummer 14 gesetzte Niederösterreicher unterliegt im Achtelfinale des ATP-1000-Turniers von Miami der Nummer 1 der Welt Novak Djokovic mit 3:6, 4:6.

Der 22-Jährige verlangt dem serbischen Topstar alles ab und kämpft sich nach 1:4 im ersten Satz in die Partie. Im 2. Durchgang kassiert er früh das Break, schafft aber sein einziges Break zum 3:3.

Doch Djokovic nimmt ihm erneut den Aufschlag zum 4:3 ab und zieht ins Viertelfinale ein.

3/6 4/6 gegen Novak Djokovic. Ich kann sowohl Positives, als auch Negatives aus der Partie heute mitnehmen. Es war eine ...

Posted by Dominic Thiem on Dienstag, 29. März 2016

Djokovic stellt im Head-to-Head auf 2:0

Dominic Thiem hat Novak Djokovic im zweiten Duell der beiden auf der Tennis-ATP-Tour voll gefordert, aber nach hartem Kampf trotzdem den Kürzeren gezogen.

2014 hatte Thiem in der 3. Shanghai-Runde ebenfalls 3:6,4:6 verloren.

Thomas Muster (1996 gegen Pete Sampras) und Jürgen Melzer (2010 gegen Rafael Nadal) bleiben damit die einzigen Österreicher, die jemals gegen eine Nummer eins der Welt gewonnen haben.

Rekord: 15 Breakchancen gegen Nummer 1 der Welt

Thiem kassierte dabei die 24. Niederlage eines ÖTV-Spielers im 26. Anlauf. Enttäuscht musste der 22-Jährige aber nicht wirklich sein, präsentierte er sich doch von einer sehr guten Seite, verlangte dem Superstar alles ab.

15 Breakchancen gegen Djokovic verdeutlichen Thiems starken Auftritt. Damit stellte er sogar einen Rekord auf: Noch nie konnte sich ein Spieler auf der ATP-Tour in einem Dreisatz-Spiel so viele Breakbälle gegen den Serben erarbeiten. Verwerten konnte Thiem aber nur einen, eine Sensation war so nicht möglich.

Der Erfolgslauf Djokovic' 2016 ging mit dem 23. Sieg im 24. Saisonmatch weiter. Seine einzige Niederlage hat der Serbe nur wegen einer Aufgabe aufgrund einer Augenentzündung in Dubai kassiert.

Djokovic bekommt es auf dem Weg zu seinem sechsten Titel in Miami im Viertelfinale mit dem Tschechen Tomas Berdych zu tun. Die Nummer sieben des Turniers schaltete den Franzosen Richard Gasquet mit 6:4,3:6,7:5 aus.

Kein Re-Break dank Hawk Eye

Djokovic legte schon mit einem schnellen Break zum 2:0 den Grundstein für den Gewinn des ersten Satzes. Thiem ließ sich davon aber nicht beirren und verlangte dem Branchenprimus in einer hochklassigen Partie wirklich alles ab.

In den entscheidenden Momenten fehlte aber die für eine Überraschung nötige Effizienz. Bei 0:2 ließ der Niederösterreicher genauso zwei Breakbälle ungenützt wie beim Stand von 2:4.

Bei eigenem Aufschlag konnte Thiem in der Folge einen Satzball abwehren und auf 3:5 verkürzen. Mehr wäre durchaus noch möglich gewesen, im letzten Game des ersten Satzes ließ er aber gleich vier Breakmöglichkeiten aus.

Der Verlauf des fast zehn Minuten dauernden Marathon-Games war aus Sicht des ÖTV-Spielers extrem bitter. Nach einem tollen Ballwechsel und vermeintlichen Winner Thiems zum Rebreak saßen die beiden Spieler bereits auf der Bank, als das Hawk Eye doch noch einen Fehler des Österreichers offenbarte. Die Zuschauer standen zu einem großen Teil hinter Thiem, quittierten die Entscheidung mit Buhrufen.

Vorteil schnell wieder verspielt

Nach 53 Minuten nützte Djokovic dann seinen zweiten Satzball. Verstecken musste sich Thiem für seine Leistung da aber keinesfalls, er hatte auch bei den Winnern (9:5) die Nase vorne und ihm unterliefen mit 16:18 weniger unerzwungene Fehler.

Der zweite Satz war dann über weite Strecken eine Kopie des ersten. Djokovic gelang neuerlich ein frühes Break, diesmal zum 2:1, Thiem ließ dagegen gleich darauf zwei Chancen auf das postwendende Rebreak aus.

Djokovic stand in der Folge kurz vor dem 4:1, Thiem kämpfte sich nach Abwehr eines Breakballs aber noch einmal auf 2:3 zurück und nahm Djokovic gar erstmals den Aufschlag zum 3:3 ab. Anstatt davon beflügelt zu sein, wirkte der Österreicher etwas übermotiviert, geriet deshalb 3:5 in Rückstand.

Djokovic zittert sich zum Sieg

Auf 4:5 kam er noch einmal heran, dann musste er sich nach einem fast 15 Minuten dauernden Entscheidungs-Game aber dem Serben beugen.

Dieser nützte erst seinen vierten Matchball nach 1:50-Stunden, Thiem hatte zuvor drei Breakchancen ausgelassen. Die Wende war also in der Luft gelegen.

Thiem konnte erhobenen Hauptes den Platz verlassen, sein Ziel "den Gegner ein bisschen zu ärgern und Erfahrung zu sammeln" hat er absolut erreicht.

2015 war Thiem, der ein Preisgeld von fast 68.000 Dollar mitnimmt, in Miami erst im Viertelfinale am Briten Andy Murray gescheitert.

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