Thiem in den Fußstapfen von Nadal und Djokovic

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Dominic Thiem hat den nächsten Meilenstein hinter sich.

Wenige Tage nach dem erstmaligen Halbfinal-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier in Paris feiert der 22-Jährige den nächsten grandiosen Erfolg und besiegt Roger Federer in Stuttgart auf dessen Lieblingsbelag Rasen.

Für den Niederösterreicher ist es nach acht Finalteilnahmen auf der ATP-Tour das erste Endspiel auf Rasen.

Revanche unter umgekehrten Vorzeichen

Bislang stand der Lichtenwörther siebenmal auf Sand und einmal auf Hartplatz im Finale eines ATP-Turniers. Sechs davon konnte Österreichs Aushängeschild für sich entscheiden.

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Im Jahr 2016 feierte Thiem bislang schon drei Titel, lediglich in München musste er sich Philipp Kohlschreiber im Finale geschlagen geben. In Stuttgart kommt es nun am Sonntag (ab 13:30 Uhr) zur Revanche mit dem Deutschen, der Juan Martin del Potro (ARG) im Halbfinale mit 6:3, 6:4 besiegen konnte.

Während der Österreicher in München noch als Favorit ins Endspiel ging, gilt nun die Nummer 26 der Welt als Favorit. Immerhin konnte Kohlschreiber in Halle 2011 schon ein Rasenturnier für sich entscheiden, während es auf dem grünen Untergrund für Thiem bislang überhaupt nicht nach Wunsch lief.

Durchbruch auf Rasen

Diese Zeiten scheinen nun jedoch hinter der Nummer sieben der Welt zu liegen. Vor dem Sensationssieg gegen Federer setzte sich der Schützling von Günter Bresnik in Stuttgart nämlich schon gegen Mikhail Youzhny (RUS) und Sam Groth (AUS) durch. Beides keine angenehmen Gegner auf Rasen.

Warum es plötzlich auch auf Rasen so gut läuft, kann sich Thiem nicht erklären: „Ich habe nicht Spezielles umgestellt. Ich habe mich einfach in allen Belangen verbessert.“

Besonders die besseren Auf- und Rückschläge machen sich auf dem schnellsten Belag bemerkbar. „Service und Return sind einfach die Grundlage und auf Rasen noch wichtiger“, erklärt der Youngster.

Schon jetzt „besser“ als Muster

Mit dem Finaleinzug hat Thiem Österreichs größtem Tennisspieler aller Zeiten übrigens in einer Hinsicht übrigens schon jetzt überholt: Mit einer Endspielteilnahme auf Rasen hat er nun eine mehr auf dem Konto als der Steirer.

"Ich habe nicht Spezielles umgestellt. Ich habe mich einfach in allen Belangen verbessert."

Thiem über Gründe für Rasen-Erfolge

Der 48-Jährige konnte in seiner grandiosen Karriere nämlich 44 Titel gewinnen und stand elf weitere Mal im Endspiel, auf Gras erreichte er jedoch nie ein Finale. Noch heute ist Muster die einzige Nummer eins der ATP-Weltrangliste, die nie ein Einzel-Spiel im „Rasen-Mekka“ Wimbledon gewinnen konnte.

Sollte Thiem jemals die Nummer eins der Welt werden, würde diese Schmach ebenfalls an ihm vorübergehen, schließlich stand er 2015 in der zweiten Runde des Rasen-Grand-Slams.

Thiem macht es wie Nadal und Djokovic

Mit seinem Sieg über „Rasen-Gott“ Federer tritt Thiem übrigens in prominente Fußstapfen. Er ist erst der dritte Spieler der Geschichte, der den 17-fachen Grand-Slam-Sieger in einer Saison auf Sand und Rasen besiegt.

Rafael Nadal (ESP) gelang dieses Kunststück 2008, Novak Djokovic im Vorjahr. Dieser Fakt zeigt einmal mehr, wie hoch Thiems Erfolg in Stuttgart einzuordnen ist. Auch wenn Federer nach Rückenproblemen noch nicht voll im Saft steht, ist und bleibt er einer der besten Spieler der Welt – besonders auf seinem Lieblingsbelag.

Denn auf Rasen war es in seinem 175. Match überhaupt erst die 22. Niederlage. Auch ein Zeichen dafür, dass Thiems Sieg ein wahrer Meilenstein ist.

 

Matthias Nemetz

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