"Habe mich körperlich nicht wohl gefühlt"

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Auch wenn es Dominic Thiem nicht als Ausrede verwenden wollte: Nach der Achtelfinal-Niederlage beim Generali Open in Kitzbühel gegen Jürgen Melzer kam ans Tageslicht, dass der Weltranglisten-Neunte nicht gerade topfit ins Turnier ging.

„Ich habe mich körperlich nicht so wohl gefühlt. Das gehört abgeklärt“, will sich der 22-jährige Thiem in den kommenden Tagen vor seinem Abflug zum nächstwöchigen 1000er in Toronto noch einer klärenden Untersuchung in Wien unterziehen.

Es soll herausgefunden werden, ob nach der Stirnhöhlen-Erkrankung von vor zwei Wochen nicht doch noch eine leichte Entzündung oder ähnliches für Probleme sorgen könnte.

Bresnik: „Meilenweit vom Normalzustand“

Coach Günter Bresnik: „Ich habe die ganze Woche betont, dass er körperlich meilenweit vom Normalzustand entfernt ist. Die Stirnhöhlen-Verstopfung ist weg, sonst würde ihm der Arzt ja kein grünes Licht geben. Es muss aber jetzt untersucht werden, ob die Entzündung wirklich weg ist. Mit solchen Sachen spielt man sich nicht.“

Thiem strich aber trotz seiner Probleme noch einmal heraus, dass die körperlichen Probleme „sicher nicht der Hauptgrund“ für die Niederlage gegen Melzer waren. „Er hat gut retourniert und gut serviert. Zudem hat er taktisch sehr klug agiert und wenige Fehler gemacht.“

„Ich hatte ein paar Chancen, habe mir diese aber durch dumme Eigenfehler selbst genommen“, gibt sich der 22-jährige Lichtenwörther gewohnt selbstkritisch.

Auch Bresnik meinte, dass ihn die Leistung von Melzer nicht überrascht hätte. „Er hat schon zuletzt gezeigt, dass er derzeit sehr gut spielen kann.“

Große Enttäuschung

Die Enttäuschung über das Auftakt-Aus in der Gamsstadt ist freilich groß. Schließlich durften die Veranstalter dank der von Thiem in den letzten Monaten ausgelösten Tennis-Euphorie am Mittwoch sogar erstmals seit Muster-Zeiten über ein ausverkauftes Haus jubeln.

„Es sind sicher viele Leute wegen mir gekommen, aber ich glaube jetzt nicht, dass sie böse auf mich sind. Sie werden auch in den nächsten Tagen noch super Tennis sehen und sich am Donnerstag das Melzer-Duell anschauen“, so Thiem, der selbst auch noch im Doppel an der Seite von Dennis Novak zum Schläger greifen wird.

Erwartungshaltung war nicht das Problem

Dass der Youngster aufgrund der hohen Erwartungshaltung zu viel Druck hatte, möchte er so nicht stehen lassen: „Ich habe bei jedem Turnier Druck, auch wenn hier ein anderer Druck herrscht als bei einem anderen Turnier. Hier hätte ich kaum Punkte machen können. Dafür waren hier viele Leute, die etwas von mir erwartet haben. Im Grunde bin ich das aber gewohnt und kann damit umgehen.“

Thiem habe deshalb auch nicht vor, lange an der verpatzten Kitzbühel-Reise zu „kiefeln“: „Es gibt Niederlagen, die sehr lange weh tun und es gibt Niederlagen, die schnell abgehakt sind. Ich glaube, dass Letzteres auf die heutige zutrifft. Es war einfach keine gute Leistung.“

Ob diese nicht doch auch ihren Grund in körperlichen Problemen hatte, wird sich hoffentlich schon in den nächsten Tagen herausstellen.

Aus Kitzbühel berichtet Christian Frühwald

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