Manipulations-Verdacht gegen 16 Top-50-Spieler

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Dem Tennis-Sport droht ein großer Wett-Skandal.

Nach Informationen der BBC und BuzzFeed sollen in den vergangenen Jahren 16 Top-50-Spieler in Spielabsprachen verwickelt gewesen sein. Sogar Grand-Slam-Sieger sind angeblich unter den Beschuldigten. Unter anderem betreffen die auf geheimen Dokumenten basierenden Vorwürfe Partien in Wimbledon.

ATP-Chef Chris Kermode dementierte in einer ersten Stellungnahme: "Wir weisen jeden Vorwurf, dass Beweise über Wettmanipulationen verdrängt wurden, absolut zurück."

Strafen nur gegen unbekannte Profis

"BBC" und "BuzzFeed" kritisierten, dass die Verantwortlichen zu wenig gegen vermeintliche Wettmanipulationen getan hätten. Bisher wurden lediglich einige unbekannte Profis bestraft. So wurde im Jahr 2011 unter anderem der Oberösterreicher Daniel Köllerer mit einer lebenslangen Sperre von der ATP-Tour verbannt.

Kermode sagte, man benötige Beweise, um gegen irgendwelche Spieler vorgehen zu können. Auf Gerüchten und Vermutungen basierend könne man keine Ermittlungen aufnehmen.

Davydenko-Partie im Zentrum der Enthüllungen

Im Zentrum der Enthüllungen von "BBC" und "BuzzFeed" steht eine Partie zwischen dem Russen Nikolay Davydenko und Martin Vassallo Arguello aus Argentinien bei einem Turnier im polnischen Sopot aus dem Jahr 2007. Die Ermittlungen dazu wurden damals ergebnislos eingestellt.

Kermode machte im Namen der Herren-Organisation ATP, der Damen-Organisation WTA, der vier Grand-Slam-Turniere und des Weltverbandes deutlich, dass es in Bezug auf Manipulationen eine "Null-Toleranz-Politik" gebe.

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