Querrey zeigt vor Duell mit Thiem Respekt

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Mit Sam Querrey bekommt es Dominic Thiem heute Nacht (nicht vor 5 Uhr MEZ) im Halbfinale des ATP-500-Turniers von Acapulco mit einem frischgebackenen Turniersieger zu tun.

Der 28-jährige US-Amerikaner trumphierte am vergangenen Wochenende beim 250er in Delray Beach und strotzt nach acht Siegen in Folge vor Selbstvertrauen.

Trotzdem gibt sich der Weltranglisten-43. vor dem ersten Duell mit Österreichs Nummer 1 vorsichtig: "Thiem spielt derzeit richtig gut - es wird schwer, noch einen draufzusetzen."

7/5 6/2 gegen Grigor Dimitrov. War echt solide heute, ich konnte mich gut von der gestrigen Partie erholen und somit...

Posted by Dominic Thiem on Donnerstag, 25. Februar 2016

Querrey entschärfte Top-Talent

Im Viertelfinale entschärfte Querrey seinen aufstrebenden erst 18 Jahre jungen Landsmann Taylor Fritz. Nach dem schnellen Verlust des ersten Satzes mit 2:6, hatte er schließlich mit 6:4, 6:4 noch das bessere Ende für sich.

"Im ersten Satz habe ich nicht mein bestes Tennis gespielt und er hat alles rausgefeuert. Im zweiten Satz habe ich ihn einfach kommen lassen. Ich bin dann selbst ein bisschen ruhiger geworden und habe so wieder ins Match gefunden", bilanzierte der gebürtige Kalifornier.

Der große Durchbruch blieb Querrey versagt

Vor fünf Jahren war Querrey schon einmal die Nummer 17 der Welt und galt als kommende US-Hoffnung. Diese Erwartungen konnte er allerdings trotz seiner insgesamt schon acht Turniersiegen aber nie wirklich erfüllen. In den letzten drei Jahren pendelte er meist zwischen den Plätzen 30 und 70 im ATP-Ranking.

Mit seinen 1,98 Metern ist er vor allem als starker Aufschläger auf der Tour bekannt und gefürchtet. Nach dem Engagement seines neuen Coaches Craig Boynton, den er sich übrigens mit Wien-Finalist Steve Johnson teilt, peilt er derzeit die Rückkehr in die Top 20 an.

"Sam ist mittlerweile positiver als früher"

Der Turniersieg in Delray Beach und das Abschneiden in Acapulco bilden hierfür eine erste gute Grundlage. Vor allem sein Achtelfinal-Erfolg in Mexiko über den Weltranglisten-Sechsten Kei Nishikori war beeindruckend. 

Boynton sieht die Unterschiede zu den vergangenen Jahren vor allem im mentalen Bereich: "Sam konnte immer schon ein gutes Tennis-Paket anbieten. In diesem Sport geht es in erster Linie um das eigene Selbstvertrauen. Sam ist mittlerweile viel positiver als früher. In den entscheidenden Momenten nimmt er das Heft selbst in die Hand und trauert nicht mehr vergebenen Möglichkeiten nach."

Durch seinen aktuellen Erfolgslauf muss sich Boynton um das Selbstvertrauen seines Schützlings keine Sorgen machen. Auch körperlich scheint bei dem US-Amerikaner wieder alles zu passen. Nach Problemen mit der Patellasehne unterzog er sich im vergangenen Jahr zu Saisonende einer Knie-Operation, wegen der er erst etwas verspätet in die aktuelle Saison startete.

Thiem kann Rückstand auf Top 10 verkürzen

Thiem, der in der Vergangenheit gegen starke Aufschläger schon desöfteren Probleme hatte, wird in jedem Fall wieder eine ähnliche Topleistung wie im Viertelfinale gegen Grigor Dimitrov (Spielbericht) abliefern müssen, um die Chance auf das erste ATP-500-Finale seiner Karriere am Leben erhalten zu können.

Sollte es mit dem Premieren-Endspiel klappen, würde sich dies übrigens nicht unmittelbar auf die Weltrangliste auswirken. Dass sich Thiem am Montag von Position 15 auf 14 schieben wird, ist in jedem Fall fix. Derzeit beträgt sein Rückstand auf die Top 10 noch 605 Punkte.

Mit dem Turniersieg, der zudem 321.625 Dollar Preisgeld einbringen würde, könnte er diesen auf unter 300 Zähler verkürzen. Es wäre zudem sein erster Titel auf Hartplatz.


Christian Frühwald


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