Roger Federer folgt Djokovic ins Endspiel

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Wie im Vorjahr stehen Novak Djokovic und Roger Federer im Endspiel des ATP World Tour Finales in London.

Der Schweizer, der damals wegen einer Rückenverletzung nicht antreten konnte, schlägt im Halbfinale seinen Landsmann Stan Wawrinka mit 7:5, 6:3.

Zuvor besiegte Djokovic den Spanier Rafael Nadal mit 6:3, 6:3.

Federer liegt im Head-to-Head gegen den Serben nach seinem Sieg in der Vorrunde knapp mit 22:21 voran. Für den Eidgenossen wäre es der 7. Masters-Titel, für Djokovic der 5.

Wawrinka konnte Federer nicht gefährden

Ein "mulmiges" Gefühl habe er am Vortag verspürt, meinte Federer, als er Wawrinka bei seinem Erfolg (7:6,6:4) gegen Lokalmatador Andy Murray zusah.

Die Angst war ungegründet - im Eiltempo von 70 Minuten zog "Fed-Ex", der einen Tag länger Pause hatte, in sein zehntes Finals-Finale ein.

Dabei startete Wawrinka besser in die Partie, mit zunehmender Dauer war aber der frischere Federer der Spieler, der weniger Fehler beging und beständiger spielte.

Beim Stand von 6:5 gelang ihm mit zwei präzisen Vorhand-Passierbällen das entscheidende Break im ersten Satz.

Beckham und Henry auf der Tribüne

Vor den Augen der ehemaligen Fußballstars David Beckham und Thierry Henry nahm Federer dem als Nummer vier gesetzten Wawrinka gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs den Aufschlag ab und war in der Folge ungefährdet.

"Es ist ein gutes Match von mir gewesen", meinte Federer danach erfreut. Im Endspiel bekommt er es am Sonntag (19.00 MEZ) mit Djokovic zu tun, der bereits zuvor im Schongang gegen Rafael Nadal ins Finale eingezogen war.

Djokovic gleicht gegen Nadal aus

Der Weltranglisten-Erste aus Serbien fertigte den Spanier 6:3,6:3 ab. Nach dem vierten Erfolg über den Mallorquiner in diesem Jahr glich Djokovic erstmals in seiner Karriere im Head-to-Head auf 23:23 aus. "Es hat lange gedauert", meinte Djokovic danach mit einem Lächeln.

"Am Anfang meiner Karriere habe ich ein paar Level unter ihm gespielt. Nadal war neben Federer der Dominator auf der Tour. Ich hatte ihm nicht viel entgegenzusetzen", erklärte Djokovic.

Am Samstag hatte der lange Unerreichbare gegen den Serben wie immer in diesem Jahr nicht viel zu melden. Er beging zwar nicht viele Fehler, konnte aber die Ballwechsel nie diktieren. "Er ist im Moment einfach besser als ich", musste Nadal eingestehen. "Er hat fantastisch gespielt."

"Beste Saison meines Lebens"

Unabhängig vom Resultat im Finale schätzte Djokovic nach dem Sieg das Jahr 2015 als "beste Saison meines Lebens" ein.

Er gewann heuer bereits zehn Turniere - darunter die Grand-Slams in Australien, Wimbledon und New York - und ging überhaupt nur sechs Mal als Verlierer vom Platz. Drei Mal tat er dies gegen Federer.

Und der Schweizer erinnerte bereits an das 7:5,6:2 im Gruppenspiel, in dem er Djokovic phasenweise vorgeführt hat. "Es wäre natürlich schön, wenn ich nun 'Copy Paste' machen könnte."

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